Ein Semester in weiter Ferne
Ein Austauschsemester bedeutet mehr als nur einen Ortswechsel. Es ist eine Zeit des Ausprobierens, Beobachtens und Neudenkens – künstlerisch, persönlich und zwischenmenschlich. Neue Städte werden zum Alltag, fremde Arbeitsweisen zur Inspiration und unbekannte Menschen zu Freund:innen.
Die folgenden Erfahrungsberichte unserer outgoing und incoming Studierenden zeigen, wie unterschiedlich ein Austauschsemester erlebt werden kann: zwischen Dunkelkammer und Designstudio, zwischen Unsicherheit und Freiheit, zwischen intensiver Arbeit und unerwarteten Begegnungen. Was sie verbindet, ist die Erfahrung, den eigenen Blick zu erweitern – auf die eigene gestalterische Praxis, auf andere Menschen und auf das, was entstehen kann, wenn man sich auf Neues einlässt.
Nicolas Büttiker
Outgoing Student:
HSLU – Design Film Kunst nach Universidade de Lisboa Faculdade de Belas-Artes, Lissabon

Du kommst in eine Stadt, die du nicht kennst. Deine Zeit ist nicht begrenzt auf eine Woche oder einen Monat. Es liegt in weiter Ferne, dorthin zurückzukehren, woher ich kam. Ich nahm mir Zeit, die Stadt zu entdecken, mich treiben zu lassen und zu beobachten, bis ich selbst ein kleiner Teil der Stadt wurde.
Hühner in einem Park, ohne Draht und Netze, die ihre Bewegung einschränkten, so sah es vor meinem Haus aus. Auch diese Tiere wurden Teil einer künstlerischen Videoarbeit. Ich versteckte mich nicht hinter einem Arsenal aus Equipment, sondern arbeitete mit meinem wenigen selbst mitgebrachten Material. Das präzise Schleifen der Schweizer Schulen rückte in den Hintergrund und das Tun in den Vordergrund. Viele Stunden wurden in der Dunkelkammer der Belas Artes verbracht. Der analogen Fotografie und dem Film wurde Raum gelassen.
All dies wäre aber nur ein kleiner Teil gewesen, hätte ich meine Zeit nicht auch mit dem verbracht, was sonst zu oft vergessen wird: Freundschaften. Zeit füreinander.
Was ich aus meinem Austausch mitnehme: Auswandern ist nicht mehr nur ein ferner Traum. Ich empfehle allen ein Austauschsemester!




Annalisa Rompiet
Outgoing Studentin:
HSLU – Design Film Kunst nach École Supérieure d’art et de design Marseille-Méditerranée, Marseille
Plötzlich hast du richtig viel Zeit für deine künstlerische Praxis.
Du beobachtest, sammelst Eindrücke und kommst mit einem Rucksack voller Inspiration in die Schweiz zurück. Dafür brauchst du nicht mehr als ein Blatt Papier und einen Stift.




Anabel Gurland
Incoming Studentin:
Hochschule Augsburg, Augsburg nach HSLU – Design Film Kunst

Für fünf Monate durfte ich an der HSLU Luzern eine wunderbare Zeit verbringen – geprägt von spannenden Projekten, neuen Perspektiven und inspirierenden Begegnungen, die meinen Horizont erweitert haben.
Die Hochschule bietet alles, was man braucht, um seine Projekte kreativ und professionell umzusetzen. Die Zeit reicht gar nicht aus, um die Vielzahl an Werkstätten auszutesten. Gleichzeitig erhält man eine hervorragende Betreuung und konstruktive Unterstützung durch die Dozierenden.
Die Zeit mit meinen Kommiliton:innen in einem familiären Umfeld war unglaublich wertvoll und steckt voller schöner Erinnerungen – sowohl in den großzügigen Räumlichkeiten, die für die Masterstudiengänge zur Verfügung stehen, als auch auf unseren Exkursionen.
Auch das Leben in der Schweiz trägt zum Gesamterlebnis bei: Die hohe Lebensqualität, diebeeindruckende Landschaft, die herzlichen Menschen und natürlich die gute Schweizer Schokolade machen das Auslandssemester zu einer besonderen Erfahrung, die ich jedem weiterempfehlen kann.



Edwige Antonides
Incoming Studentin:
HKU University of the Arts Utrecht, Utrecht
Ich bin Edwige Antonides, eine Modestudentin der HKU, die im Rahmen eines Austauschprogramms in Luzern studiert. Diese Erfahrung hat mich sowohl mental als auch künstlerisch wachsen lassen: Ich gehe nun mehr Risiken ein und setze mich kritischer mit meinem kreativen Prozess auseinander, wobei ich an der Schnittstelle zwischen Modedesign und Raumgestaltung arbeite und mich dabei mit Identität auseinandersetze. Die HSLU unterschied sich von der HKU; an der HSLU ist die konzeptionelle Arbeit strukturierter, während die HKU einen freieren, experimentelleren Ansatz in Bezug auf Formen bietet. Diese Erkenntnisse werde ich in meine zukünftigen Projekte und meinen Alltag einfließen lassen. Ich kann einen Austausch nur wärmstens empfehlen: Er schärft deine persönliche Vision als Künstlerin!





Mirre Willeghems
Incoming Studentin:
University College Ghent, School of Arts, Ghent

Was mir während meines Austauschs besonders auffällt, sind die Menschen um mich herum. Deshalb habe ich sechs Bilder von Momenten ausgewählt, die mir in Erinnerung geblieben sind – zusammen mit den liebenswertesten Menschen.
Da ich bei meiner Ankunft in der Schweiz niemanden kannte, habe ich mich Menschen gegenüber geöffnet, die nicht dieselbe Muttersprache sprechen wie ich, die anders sind als ich und manchmal auch anders denken. Menschen, die anders sind als ich, haben mir viel über manchmal sehr zufällige Themen und Gewohnheiten beigebracht, aber auch über mich selbst.
In ein fremdes Land zu gehen, das ich nicht kannte, bringt von Zeit zu Zeit Unbehagen und Unsicherheit mit sich, aber was ich dafür zurückbekommen habe, ist es absolut wert. Ich habe in sehr kurzer Zeit einige wunderbare Freunde gefunden, durch die ich mich gesehen und geliebt fühle.
Das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist, dass es überall sehr nette Menschen gibt – man muss nur hingehen und sie kennenlernen.
Dieser Text wird jetzt vielleicht etwas kitschig, aber ich bin wirklich sehr dankbar für das, was ich gelernt und erlebt habe, und für die tollen Menschen, die ich getroffen habe 🙂
Ein großes Dankeschön an alle, die Teil meines Austauschs waren (und immer sein werden) <3



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