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Carmen Kaufmann

Die Traumfängerin

Die Installation untersucht Träume als einen Raum, in dem innere und äussere Wirklichkeit aufeinandertreffen. Eindrücke und Erfahrungen aus dem Alltag werden verinnerlicht und durch Erinnerungen, Emotionen, Wünsche sowie unbewusste Anteile des Selbst weiterverarbeitet. In diesem Prozess entstehen Bilder und Erzählungen, die keiner objektiven Logik folgen, sondern eine eigene, subjektive Realität hervorbringen.

Die Arbeit macht diese fortwährende Wechselwirkung zwischen Realität und Psyche erfahrbar. Sie zeigt, wie persönliche Erfahrungen transformiert, neu zusammengesetzt und in Traumwelten überführt werden, in denen Vergangenes, Gegenwärtiges und Imaginiertes miteinander verschmelzen. Träume erscheinen dabei nicht als blosse Flucht aus der Wirklichkeit, sondern als Räume der Verarbeitung, in denen innere Konflikte, Sehnsüchte und Erinnerungen sichtbar werden.

Gleichzeitig eröffnet die Installation einen Einblick in meine persönliche Traumwelt. Besucher*innen sind eingeladen, diese zu betreten, ihren verborgenen Pfaden zu folgen und eigene Assoziationen darin zu entdecken. Die Orientierung bleibt dabei bewusst offen: Wie im Traum gibt es keine eindeutigen Wegweiser und keine festgelegte Perspektive. Wer sich auf die Arbeit einlässt, begibt sich auf eine Reise ins Ungewisse, in dem sich die Grenzen zwischen Beobachten und Erleben zunehmend auflösen und jemensch aufgefordert ist, selbst einen Ausweg zu finden.

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