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Susanne Bonnaire

Dissolving Identities

Dissolving Identities versteht sich als Impuls, rassifizierte Kategorien kritisch zu hinterfragen und Identität jenseits festgelegter Grenzen zu denken.

Ausgehend von Identität als postkoloniale Erfahrung bewegt sich die Arbeit im Spannungsfeld zwischen kolonial geprägten Fremdzuschreibungen und individuellen Formen der Selbstverortung. Identität erscheint dabei nicht als feste, eindeutig bestimmbare Kategorie, sondern als vielschichtiger und fortwährender Aushandlungsprozess. Die immersive Bildinstallation eröffnet einen Raum für Reflexion und lädt dazu ein, eigene Vorstellungen von Identität zu hinterfragen. Gleichzeitig macht sie die Nachwirkungen historischer Ordnungssysteme in gegenwärtigen gesellschaftlichen Strukturen erfahrbar und verweist auf die anhaltende Wirksamkeit kolonial geprägter Kategorien.

Im Zentrum des Werkes steht nicht die Auflösung von Identität. Vielmehr dient sie als künstlerische Strategie, um starre Zuschreibungen zu destabilisieren und deren trennende Wirkung sichtbar zu machen. Indem vermeintlich feste Grenzen ins Wanken geraten, eröffnet sich die Möglichkeit, Identität als etwas Verbindendes zu denken und ein Bewusstsein für die gemeinsame menschliche Erfahrung jenseits rassifizierter Ordnungssysteme zu stärken.

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