{"id":2496,"date":"2010-05-26T07:35:46","date_gmt":"2010-05-26T06:35:46","guid":{"rendered":"https:\/\/hub.hslu.ch\/ifz\/?p=2496"},"modified":"2020-05-20T14:59:15","modified_gmt":"2020-05-20T12:59:15","slug":"maurice-pedergnana-im-interview-mit-der-handelszeitung-vom-26-mai-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hub.hslu.ch\/ifz\/2010\/05\/26\/maurice-pedergnana-im-interview-mit-der-handelszeitung-vom-26-mai-2010\/","title":{"rendered":"Maurice Pedergnana im Interview mit der Handelszeitung vom 26. Mai 2010"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Der Verband der Schweizer Private Equity Branche SECA hat j\u00fcngst eine Konferenz unter dem Titel \u201edas Comeback von Private Equity\u201c durchgef\u00fchrt. Ist das nicht etwas zu optimistisch?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Maurice Pedergnana: An diesem Anlass haben \u00fcber 100 Vertreter der verschiedensten Marktteilnehmer teilgenommen; es finden wieder Transaktionen wie B\u00f6rseng\u00e4nge und \u00dcbernahmen statt. Eine gewisse Risikofreudigkeit ist zur\u00fcck, allerdings nicht in der fast blinden Art und Weise, wie sie Private Equity in den Jahren 2006 und 2007 gepr\u00e4gt hat.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em><strong>Jetzt ist wieder Besonnenheit eingekehrt?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pedergnana: In der Schweiz wie in Kontinentaleuropa hat es in den letzten 24 Monaten eine Strukturbereinigung gegeben, die der Branche letztlich gut getan hat. Die Unternehmen, welche \u00fcberlebt haben, sind hinsichtlich Strategie, Struktur und Kultur fitter als noch vor zwei Jahren. Die Krise hat zudem alten kaufm\u00e4nnischen Grunds\u00e4tzen wieder Auftrieb gegeben gegen\u00fcber dem reinen Shareholder-Value-Denken. In der Schweiz hat es aber nie jene Ausw\u00fcchse gegeben, wie sie im angels\u00e4chsischen Raum gebr\u00e4uchlich waren.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<em>Die milliardenschweren Mega-Buyouts sind also definitiv Vergangenheit?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Pedergnana: Im Gegenteil, ich bin \u00fcberzeugt, dass diese wieder zur\u00fcckkommen werden \u2013 aber vielleicht erst in zehn Jahren. Ich sehe etwa eine enorme Kapitalanh\u00e4ufung in China. In den n\u00e4chsten f\u00fcnf bis zehn Jahren werden dort gigantische Kapitalstr\u00f6me den Binnenmarkt verlassen und im Ausland nach Objekten suchen. Die Kapitalkraft eines grossen chinesischen Unternehmens \u00fcbersteigt die B\u00f6rsenkapitalisierung einer UBS oder Credit Suisse um ein X-Faches.<\/p>\n<p>\u00a0<em><strong>In f\u00fcnf Jahren ist die UBS chinesisch?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pedergnana: Vielleicht erst in zehn\u2026Wo<a href=\"http:\/\/www.ubs.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> <strong>UBS<\/strong><\/a>\u00a0wirklich w\u00e4chst, ist China. Das macht chinesische Milliard\u00e4re und Institutionelle sehr aufmerksam. <strong><a href=\"http:\/\/news.zero2ipo.com.cn\/en\/n\/2010-4-29\/2010429150131.shtml\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Chinesische \u00dcbernahmen<\/a>\u00a0<\/strong>in der Schweiz sind absolut denkbar. In einer ersten Welle haben sich die Chinesen ja weltweit Rohstoffvorkommen gesichert. In Zukunft wird sich aber ihre Wirtschaft zunehmend auf h\u00f6here Wertsch\u00f6pfungsstufen ausrichten \u2013 da werden etwa Schweizer Pharma-, Industrie und Finanzunternehmen mit hoher Servicequalit\u00e4t und viel Know-how pl\u00f6tzlich interessant.<\/p>\n<p>\u00a0<em><strong>Und f\u00fcr die Private-Equity-Investoren bleiben nur die Brosamen \u00fcbrig?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pedergnana: Nein, weltweit sind immer noch 600 Milliarden Franken in Buyout Funds \u201eparkiert\u201c und warten auf Investitionsgelegenheiten. Der Markt der Small- und Mid-Buyouts steht zwar nicht so sehr im Rampenlicht, daf\u00fcr ist er aber auch in der Krise nicht wirklich zusammengebrochen. F\u00fcr Transaktionen sorgt hier etwa die biologisch unabwendbare Nachfolgefrage, etwa durch den Verkauf ans Management oder dann an andere Firmen. Der Eigenkapitalanteil war ist solchen Deals \u00fcbrigens stets recht hoch \u2013 gegen\u00fcber fr\u00fcher 30% ist der Anteil nun auf \u00fcber 50% gestiegen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<em>Das hat wohl auch damit zu tun, dass sich die Banken mit Krediten zur\u00fcckhielten. Gilt die Kreditklemme f\u00fcr Private Equity immer noch?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Pedergnana: Man darf nicht vergessen, dass die Marktkonditionen f\u00fcr Kredite bis ende 2007 extrem gering waren. Auf einzelnen Transaktionen zahlte man 50 bis 70 Basispunkte als durchschnittliche Risikopr\u00e4mie \u2013 das reizt zu einem hohen Leverage. Diese Summe hat sich dann in den letzten zwei Jahren teils vervielfacht. Jetzt sehen wir, dass die Konditionen langsam wieder g\u00fcnstiger werden. Aber sie sind immer noch deutlich entfernt von den Niveaus von 2007. Transaktionen fanden zumal in der Krise dort statt, wo die \u00fcbernommen Unternehmen gute, defensive Cashflows aufwiesen \u2013 etwa im Konsumg\u00fcterbereich. Anderseits gab es bei Zyklikern durchaus Schn\u00e4ppchen, wo man heute sagen muss: Schade, habe ich die Chance nicht genutzt.<\/p>\n<p><em><strong>Die \u00dcbernahmepreise steigen bereits wieder?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pedergnana: Ja. Zudem ist zu beobachten, dass Portefeuilles von Private Equity Firmen, die in der Krise mit einem Abschlag von bis zu 60% auf den Markt geworfen wurden, jetzt beim Besitzer bleiben. Der wartet nun lieber, bis der Wert des Portefeuilles wieder steigt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<em>Es gibt also weniger notleidende Portefeuilles?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Pedergnana: Die Abschl\u00e4ge sind noch da, aber sie haben sich deutlich verringert. F\u00fcr strategische Investoren ist dies eine grosse Chance: Der Versicherer <strong><a href=\"http:\/\/www.axaprivateequity.com\/de\/Pages\/default.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Axa<\/a><\/strong>\u00a0 etwa hat w\u00e4hrend der Krise zu sehr g\u00fcnstigen Preisen Portefeuilles aufgekauft, und ist so innert K\u00fcrze zum gr\u00f6ssten institutionellen Private-Equity-Investor Westeuropas aufgestiegen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<em>Allerdings h\u00fcten sich die meisten institutionellen Investoren seit der Krise davor, in Private Equity zu investieren\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Pedergnana: \u2026dabei\u00a0 macht Private Equity aus der langfristigen, strategischen Anlageperspektive etwa einer Versicherung oder einer Pensionskasse durchaus Sinn. Erstaunlicherweise haben sich die Kassen in der Krise einmal mehr prozyklisch verhalten \u2013 in den besten Zeiten f\u00fcr Zuk\u00e4ufe haben sie Private-Equity-Positionen verkauft. Stattdessen erwarben sie Staatsanleihen, deren Risiken heute f\u00fcr alle \u2013 und von strategischen Analysten seit langem &#8211; offensichtlich sind.<\/p>\n<p>\u00a0<em><strong>Es gibt aber Pensionskassen, die direkt in Private Equity investieren \u2013 der Fonds<\/strong> <strong><a href=\"http:\/\/www.renaissance-pme.ch\/de-ch\/private_equity\/actualites.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Renaissance KMU<\/a><\/strong>\u00a0 <strong>etwa investiert<\/strong> <strong>Pensionsgelder gezielt in Schweizer Unternehmen. K\u00f6nnte dieses Beispiel Schule machen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pedergnana: Aus einer langfristigen Sicht macht dies sehr viel Sinn. Ich bin \u00fcberzeugt, dass eine Pensionskasse, welche die Interessen ihrer Destinat\u00e4re tats\u00e4chlich ber\u00fccksichtigen will, die Diversifikation abseits von der Marktvolatilit\u00e4t der B\u00f6rsen suchen sollte. Kommt hinzu, dass Investoren bei nicht kotierten Unternehmen gezielt und viel st\u00e4rker in die Governance-Struktur eingreifen k\u00f6nnen. Die Ausw\u00fcchse bei den Verg\u00fctungen, die wir bei B\u00f6rsenunternehmen sehen, gibt es bei Private Equity praktisch nicht.<\/p>\n<p>\u00a0<em><strong>Doch am Schluss z\u00e4hlt die Rendite: Weniger Fremdkapitaleinsatz, Wertberichtigung auf den Anlagen \u2013 das alles belastet doch die Performance der Private-Equity-Investoren?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pedergnana: Studien haben gezeigt, dass der Leverage-Faktor etwa 20% der Rendite einer Private-Equity-Transaktion ausmacht. Hatte man fr\u00fcher mit hohem Leverage eine Renditeerwartung von 12 bis 15%, so liegt diese heute bei nachhaltigen 9 bis 12%. Gleichzeitig steigt aber der unternehmerische Handlungsspielraum, denn ein hoher Fremdkapitaleinsatz ist nicht selten mit wiederholt z\u00e4hen Verhandlungen mit den Banken verbunden. Darin m\u00fcsste auch eine Kompensation liegen; auch mit weniger Fremdkapitaleinsatz kann ich interessante unternehmerische Opportunit\u00e4ten wahrnehmen, was manchmal einfach mehr Geduld ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><em>Doch die Investoren halten sich trotzdem \u00a0zur\u00fcck.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Pedergnana: Das Fundraising ist derzeit die gr\u00f6sste Herausforderung f\u00fcr Private Equity in der Schweiz, ja in ganz Europa. Zuerst wollen die Investoren wissen, ob die bestehenden Fonds jetzt in der Lage sind, ihre Renditeversprechen zu halten und ihre Portefeuilles zu bereinigen, bevor sie wieder neues Geld einschiessen. Damit einher geht die Entwicklung, dass Grossinverstoren nun Einfluss auf die Geb\u00fchrenstruktur nehmen wollen. Investoren haben heute mehr Macht als noch vor zwei Jahren. Eine dritte Herausforderung ist schliesslich, dass sich immer mehr Familiy Offices in der Schweiz niederlassen und direkt in Firmen investieren, statt zuerst auf einen Fundmanager zuzugehen.<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><em>Der Private-Equity-Manager wird wegrationalisiert?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Pedergnana: Dieses Gesch\u00e4ftsmodell konkurriert eindeutig mit dem von Private Equity. Die herk\u00f6mmlichen Manager m\u00fcssen sich gut \u00fcberlegen, warum man wirklich auf sie zur\u00fcckgreifen sollte. Ich vermute, dass unter den Fondsmanagern daher in den n\u00e4chsten zehn Jahren ein klarer Bereinigungsprozess stattfinden wird.<\/p>\n<p>\u00a0<em><strong>Wer \u00fcberlebt?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pedergnana: Es braucht eine minimale Gr\u00f6sse, um branchen\u00fcbergreifend Chancen zu nutzen. Eine Existenzberechtigung haben auch die Nischenanbieter, die sich auf ganz wenige Deals innerhalb eines Marktbereichs konzentrieren. Auf jeden Fall muss man entweder Performance, ein spezielles Netzwerke oder ein \u00fcberragendes Know-how bieten k\u00f6nnen. Gelder ziehen gegenw\u00e4rtig vorab Portefeuilles auf Mid-Buyouts, Turnaround-Situationen und potenziellen B\u00f6rsenkandidaten an.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<em>Ist demnach wieder vermehrt mit B\u00f6rseng\u00e4ngen zu rechnen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Pedergnana: Die dominierende Transaktion in den letzten zwei Jahren war der Verkauf an industrielle Partner. Das hat auch mit dem Trend zu tun, dass Firmen wieder mehr horizontal integrieren, ihre Ertr\u00e4ge also aus mehr Sparten und Gesch\u00e4ftsfeldern beziehen. Das bedeutet auch, dass <a href=\"http:\/\/www.seca.ch\/items\/14665\/995\/5230431765\/Wertsch%C3%B6pfung_in_PE_final_Oct_2009.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>die Strategie wesentlich wichtiger<\/strong><\/a><strong>\u00a0<\/strong>ist als das \u201eFinancial Engineering\u201c. Ich glaube deshalb, dass in den n\u00e4chsten Jahren die Haupt-Exit-Strategie f\u00fcr Private Equity \u00fcber M&amp;A statt \u00fcber B\u00f6rseng\u00e4nge laufen wird. Nur ein kleinerer Teil wird an die B\u00f6rse gebracht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><em><strong>Dann bleiben Unternehmen wie Orior, das die Private-Equity-Gesellschaft<\/strong> <a href=\"http:\/\/capvis.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Capvis<\/strong><\/a>\u00a0 <strong>k\u00fcrzlich an die B\u00f6rse verkauft hat, eine Ausnahme?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pedergnana: In der Schweizer Unternehmenslandschaft sind derzeit 50 bis 80 unternehmerische Beteiligungen vorhanden, die grunds\u00e4tzlich in einer B\u00f6rsenkotierung m\u00fcnden k\u00f6nnten. Aus dieser Zahl rechne ich etwa mit 10 IPO in den n\u00e4chsten zwei Jahren.<\/p>\n<p>\u00a0<em><strong>Und wie sieht es am anderen Ende des Unternehmenszyklus aus, bei den Start-ups?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pedergnana: Die ganze Start-up-Phase von Unternehmen kommt f\u00fcr institutionelle Investoren derzeit nicht in Frage. Niemand will mit Wagniskapital Geld verlieren. Das ist jedoch ein volkswirtschaftliches Problem: Denn den Startup-Firmen vorgelagert sind die Hochschulen und Universit\u00e4ten; in diesem Bereich findet der Technologietransfer statt. Wenn dort keine Mittel mehr vorhanden sind \u2013 wie soll denn die Wirtschaft mit innovativen jungen Unternehmen gen\u00e4hrt werden?<\/p>\n<p>\u00a0<em><strong>Ihre Antwort?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pedergnana: Wir haben ein Venture Capital Manifest vorbereitet. Wir verlangen vom Bundesrat eine klare innovationspolitische Strategie, welche die Innovation in Bereichen wie etwa Cleantech f\u00f6rdert, und das nicht nur an den Universit\u00e4ten.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<em>Darum k\u00fcmmern sich doch schon staatliche Organisationen wie der KTI.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Pedergnana: Die <strong><a href=\"http:\/\/www.bbt.admin.ch\/kti\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">KTI<\/a><\/strong>\u00a0macht einen guten Job, wird nun aber verselbst\u00e4ndigt und muss mit einer grossen Zielsetzung und entsprechenden Mitteln ausgestattet werden. Wir schlagen deshalb die Form eines Swiss Investment Fonds vor: Dieser w\u00fcrde als Public Private Partnership funktionieren, auf einen Franken des Bundes k\u00e4men dabei zwei von privaten Investoren. Den Investment Managern w\u00e4re es dann \u00fcberlassen, gewinnbringende Investitionen und Opportunit\u00e4ten in der Schweizer Wirtschaft ausfindig zu machen und insbesondere am \u00dcbergang von der Invention zur besch\u00e4ftigungswirksamen Innovation zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>\u00a0<em><strong>Der Steuerzahler soll einspringen, weil die privaten Investoren nicht mehr wollen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pedergnana: Mann muss wissen, dass 80% der Wagniskapitalgelder in L\u00f6hne fliessen \u2013 und die wiederum werden besteuert. Bei <strong><a href=\"http:\/\/www.seca.ch\/sec\/files\/newsletter\/pdf-news222\/Booklet_3_Venture_Capital_in_der_Schweiz_A5.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">6 Mrd Fr. Venture-Capital-Investments<\/a><\/strong><em> <\/em>von privater Seite w\u00e4hrend der letzten zehn Jahren flossen \u2013 bereits vor der Gewinnbesteuerung &#8211; so etwa 1 Mrd Fr. an den Staat zur\u00fcck. 500 Mio Fr. oder die H\u00e4lfte davon k\u00f6nnten doch dann wieder f\u00fcr die Innovationsf\u00f6rderung genutzt werden?<\/p>\n<p><strong>\u00a0<em>Mit ihrem Manifest zielen sie in dieselbe Richtung wie die SP mit ihrer Cleantech-Initaitive \u2013 der gleichen Partei, in der Sie Mitglied sind und viele Beziehungen haben. Spannen jetzt Heuschrecken und Finanzinvestoren zusammen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Pedergnana: Beziehungen sind nicht entscheidend, aber ich glaube immer noch an den gesunden Menschenverstand. Privates Wagniskapital generiert doch keine Heuschreckenplage! Schreckhaft w\u00e4re dagegen, wenn man f\u00fcr neue Ideen kein Geld mehr h\u00e4tte. Die <a href=\"http:\/\/www.cleantech-initiative.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>SP-Initiative<\/strong>\u00a0 <\/a>unterst\u00fctze ich pers\u00f6nlich, weil der Staat seine Lenkungskraft nicht erst dann demonstrieren soll, wenn die Marktwirtschaft am Boden liegt. Wenn der <strong><a href=\"http:\/\/www.seca.ch\/default.asp?V_SITE_ID=5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verband<\/a><\/strong> etwas in diese Richtung unternehmen will, muss die Initiative jedoch vom Vorstand ausgehen. Die Seca hat aber gerade ein Abkommen unterzeichnet, das vorsieht, zusammen mit der neu geschaffenen <strong><a href=\"http:\/\/www.swisscleantech.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Swiss Cleantech Association<\/a> <\/strong>und dem <strong><a href=\"http:\/\/www.wwf.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">WWF<\/a><\/strong>\u00a0einen j\u00e4hrlichen Cleantech Day zu organisieren und so eine neue Plattform zu schaffen. Etwa, um auch internationale Investoren f\u00fcr innovative Cleantech Unternehmen, die es in der Schweiz zweifelsohne gibt, zu gewinnen. So l\u00e4sst sich die Wirtschaft auf gesunde Beine f\u00fcr nachfolgende Generationen stellen.<em><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verband der Schweizer Private Equity Branche SECA hat j\u00fcngst eine Konferenz unter dem Titel \u201edas Comeback von Private Equity\u201c durchgef\u00fchrt. Ist das nicht etwas zu optimistisch? Maurice Pedergnana: An diesem Anlass haben \u00fcber 100 Vertreter der verschiedensten Marktteilnehmer teilgenommen; es finden wieder Transaktionen wie B\u00f6rseng\u00e4nge und \u00dcbernahmen statt. 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