{"id":10474,"date":"2017-11-10T11:00:43","date_gmt":"2017-11-10T10:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/ikm-hslu.ch\/ikm-blog\/?p=10474"},"modified":"2024-09-13T15:10:13","modified_gmt":"2024-09-13T13:10:13","slug":"ikm-update-interne-nachhaltigkeit-kommuniziert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hub.hslu.ch\/ikm\/2017\/11\/10\/ikm-update-interne-nachhaltigkeit-kommuniziert\/","title":{"rendered":"Wie wird interne Nachhaltigkeit kommuniziert? \u2013 Eine Herausforderung mit vielen L\u00f6sungsans\u00e4tzen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"is-style-lead\"><em>Unternehmen m\u00fcssen nachhaltig sein. Diese Nachricht nach aussen zu verkaufen ist kein Leichtes. Die eigenen Mitarbeitenden davon zu \u00fcberzeugen ist aber eine ganz andere Herausforderung. Am <a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/agenda\/veranstaltungen\/2017\/11\/06\/ikm-update-nachhaltigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IKM Update vom 6. November 2017<\/a> referierten drei Experten zum Thema \u00abNachhaltigkeit in Unternehmen: Kaleidoskop der M\u00f6glichkeiten\u00bb und zeigten L\u00f6sungsans\u00e4tze auf, um auch intern \u00fcberzeugend Nachhaltigkeit zu vermitteln.<\/em><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u00abIn einem Kaleidoskop ergeben sich immer neue Formen, wie beim Thema Nachhaltigkeit. Wenn man das Thema dreht, zeigen sich immer neue Facetten.\u00bb Mit diesen Worten er\u00f6ffnete Constanze Jecker, Leiterin <a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/weiterbildung\/cas\/ikm\/internal-and-change-communication\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CAS Internal and Change Communication<\/a> und Dozentin am IKM, den Abend. Mit Riccardo Decarolis, Rahel Kissel und Heinz Nussbaumer pr\u00e4sentierte sie dem Publikum drei Referentinnen und Referenten, welche das Thema aus einer jeweils anderen Perspektive beleuchteten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kleine Schritte, grosse Ziele<\/h2>\n\n\n\n<p>Als erster Referent zeigte <a href=\"https:\/\/www.weact.ch\/team\/#riccardo-decarolis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Riccardo Decarolis<\/a>, wie das Social Business WeAct Unternehmen hilft, die Nachhaltigkeit effizient zu kommunizieren und zu verankern. Nachhaltigkeit in einer Organisation funktioniere nicht ohne eine Verankerung in der Kultur. Daf\u00fcr m\u00fcsse man die Mitarbeitenden engagieren, so Decarolis. Eine Kultur, also \u00abwie hier Sachen gemacht werden\u00bb, werde dann nachhaltig gelebt, wenn Mitarbeitende ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis \u00fcber die Wichtigkeit einer Balance von wirtschaftlicher Effizienz, sozialer Gerechtigkeit und Umweltverantwortung h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies habe mehrere positive Auswirkungen. Eine nachhaltige Unternehmenskultur f\u00fchre dazu, dass alle Mitarbeitenden am gleichen Strick ziehen w\u00fcrden, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Gleichzeitig f\u00f6rdere dies Mitarbeiterengagement und -bindung, was hinsichtlich der sinnsuchenden <a href=\"https:\/\/www.gruenderszene.de\/lexikon\/begriffe\/generation-y\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gen-Y<\/a> von besonderer Relevanz sei. Aber auch das Unternehmen als Ganzes bleibe innovativer und verbessere so seine Zukunftsf\u00e4higkeit, wenn es sich mit neuen Technologien und M\u00f6glichkeiten zur Nachhaltigkeit besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Um eine solche Kultur zu f\u00f6rdern und Mitarbeitende f\u00fcr Nachhaltigkeit zu engagieren, setzt WeAct auf einen Portfolioansatz, der mit mehreren Elementen gleichzeitig die Unternehmenskultur f\u00f6rdert. Dazu geh\u00f6ren folgende Ans\u00e4tze:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00abWalk-the-talk\u00bb des Managements f\u00f6rdern und Vorbilder sichtbar machen.<\/li>\n\n\n\n<li>Changemaker \/ Ambassadoren unterst\u00fctzen und Ideen sammeln.<\/li>\n\n\n\n<li>Inspirierende Events veranstalten die \u00fcber mehrere Abteilungen die Nachhaltigkeit f\u00f6rdern.<\/li>\n\n\n\n<li>Dialoge mit den Mitarbeitenden aufbauen und aktiv nach Feedback fragen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Einen perfekten Weg g\u00e4be es nicht, so Decarolis weiter. Aber branchenunabh\u00e4ngig w\u00fcrden Mitarbeitende durch Teamsport- und Tagesevents am besten mit der neuen Kultur zusammengeschweisst. Grunds\u00e4tzlich sei es wichtig, zu Beginn die tief h\u00e4ngenden Fr\u00fcchte anzupeilen. Den idealen Startpunkt g\u00e4be es nie. Wer aber mit kleinen Schritten beginne und sich grosse Ziele setzt, der f\u00e4nde seinen Weg.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gut darf auch einfach sein<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit Rahel Kissel drehte sich das Kaleidoskop von einem Social Business zu einem Grossunternehmen weiter. Als Leiterin der Unternehmenskommunikation und des <a href=\"http:\/\/www.migros-kulturprozent.ch\/de\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kulturprozents<\/a> der Genossenschaft Migros Luzern, konnte sie dem Publikum aufzeigen, wie nachhaltige Kommunikation in einem Unternehmen funktioniert, das schweizweit \u00fcber 100&#8217;000 Mitarbeitende besch\u00e4ftigt. Nachhaltigkeit sei in der DNA der Migros durch ihren Gr\u00fcnder verankert, aber man m\u00fcsse sich intern trotzdem stets daf\u00fcr einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Migros setzt sich in den Bereichen Konsum, Umwelt, Mitarbeitende, Gesellschaft und Gesundheit f\u00fcr Nachhaltigkeit ein. Die Engagements werden mit der kommunikativen Klammer \u00ab<a href=\"https:\/\/generation-m.migros.ch\/de.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Generation M<\/a>\u00bb kommuniziert. Wichtig sei, dass man transparent kommuniziere, ob man die gesetzten Ziele einhalten k\u00f6nne oder nicht, so Kissel. Um die Mitarbeitenden bei der Lancierung von Generation M einzubinden, wurden Teams motiviert, selber ein Versprechen zu formulieren. Ziel war es, dass sich Mitarbeitende mit der Initiative der Migros auseinandersetzen und sensibilisiert werden, selber einen Beitrag leisten zu k\u00f6nnen. Daf\u00fcr erhielten die Teams Poster, um ihr Versprechen f\u00fcr die n\u00e4chste Generation zu formulieren und intern auszuh\u00e4ngen. Die besten eingereichten Versprechen konnten sogar einen nachhaltigen Teamausflug gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abDie Beteiligung war extrem hoch. Als Initialz\u00fcndung war es wichtig, die Br\u00fccke zu den Mitarbeitenden zu schlagen. Mit den Teamversprechen begann Generation M auch bei uns intern zu leben\u00bb, meinte Kissel dazu. Erfolgsfaktoren seien nicht nur der geringe Aufwand gewesen, sondern auch der grosse Freiraum f\u00fcr Teams und die Motivation durch Vorgesetzte und den Preis.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Folgeprojekt zeigte Kissel auf, wie die Migros selbst ein Generation-M-Versprechen einl\u00f6ste. Unter dem Versprechen \u00abBis 2020 stammt das Fischangebot aus nachhaltigen Quellen\u00bb sollten auch die Mitarbeitenden \u00fcber das Thema \u00abMeere sch\u00fctzen\u00bb sensibilisiert werden. Daf\u00fcr wurde \u00fcber vier Wochen ein spezielles Fischmen\u00fc im Personalrestaurant angeboten, Flyer mit Rezepten und einem Wettbewerb verteilt, sowie nachhaltige Produktionslabels durch den eigenen Fischverarbeiter vorgestellt. Aufmerksamkeit gehe eben auch durch den Magen, f\u00fcgte Kissel mit einem Schmunzeln an.<\/p>\n\n\n\n<p>Rahel Kissel sprach auch die Herausforderungen der internen Kommunikation an. So sei es wichtig, die technischen M\u00f6glichkeiten bei den Mitarbeitenden im Voraus abzukl\u00e4ren, um sicherzustellen, dass die Kommunikationsmassnahmen auch beim Mitarbeitenden ank\u00e4men. Eine weitere Schwierigkeit sei es, die Balance zwischen stetigem Engagement f\u00fcr die Nachhaltigkeit und der Erm\u00fcdung zum selbigen Thema zu finden. Auch die Profilierung der Nachhaltigkeit selbst sei nicht immer einfach, da sie in Konkurrenz zu anderen internen Themen st\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<p>Festzuhalten sei, dass Nachhaltigkeitskommunikation lustvoll und nahe am Mitarbeitenden sein m\u00fcsse. Dabei seien einfache, klare Botschaften und Instrumente der beste Weg. Mit Postern und Klebern liesse sich bereits viel in der Kommunikation erreichen. Es brauche nicht unbedingt teure und hochtechnische L\u00f6sungen. Weniger sei oft mehr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nachhaltigkeit als Mutprobe<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><a href=\"http:\/\/ikm-hslu.ch\/ikm-blog\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/Heinz-Nussbaumer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"702\" height=\"468\" src=\"http:\/\/ikm-hslu.ch\/ikm-blog\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/Heinz-Nussbaumer-702x468.jpg\" alt=\"Heinz-Nussbaumer\" class=\"wp-image-10481\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/ikm\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/sites\/8\/Heinz-Nussbaumer-702x468.jpg 702w, https:\/\/hub.hslu.ch\/ikm\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/sites\/8\/Heinz-Nussbaumer-300x200.jpg 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/ikm\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/sites\/8\/Heinz-Nussbaumer-768x512.jpg 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/ikm\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/sites\/8\/Heinz-Nussbaumer.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 702px) 100vw, 702px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Referent Heinz Nussbaumer, Leiter Strategie- &amp; Unternehmensentwicklung &amp; Nachhaltigkeitsbeauftragter, Pistor AG<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Als dritte Facette zeigte <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/heinz-nussbaumer-7582b1112\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heinz Nussbaumer<\/a> von der Pistor AG, einem Handelsunternehmen f\u00fcr B\u00e4ckereien und Confiserien, wie Nachhaltigkeit im Unternehmen verwurzelt sein muss, um erfolgreich zu sein. Laut dem Unternehmensstrategen sei es wichtig, im Reporting Transparenz zu schaffen. Dies beinhalte nicht nur die Entwicklung der Kennzahlen, sondern auch die Nachhaltigkeitsziele und konkrete Statements des CEO, des VRP und der Partner. Auch weitere externe Kommunikationsmittel, wie eigene Zeitschriften zu Nachhaltigkeitsthemen, seien ein gutes Mittel, um Nachhaltigkeit zu vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00abWas verstehen wir eigentlich unter Nachhaltigkeit? Es ist ganz einfach: Wir d\u00fcrfen nicht mehr B\u00e4ume abholzen als nachwachsen\u00bb \u2013 Heinz Nussbaumer, Leiter Strategie- und Unternehmensentwicklung, Pistor AG<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Pistor sei bereits sehr engagiert in der Nachhaltigkeit und habe das Ziel, langfristig den Ressourcenverbrauch um 30% (im Vergleich zum Jahr 2015) zu senken, so Nussbaumer. Dies sei nicht immer einfach. Man m\u00fcsse die Modernisierung begleiten, ohne mehr Ressourcen zu verbrauchen und das erfordere Mut. Ein Beispiel sei die schrittweise Einf\u00fchrung von Elektro-Lastwagen. Dass es dennoch geht, zeigen die Zahlen von Pistor. Bereits jetzt stammt jeder f\u00fcnfte Franken der Einnahmen aus nachhaltigen Produkten. Diese Produkte motivierten auch die Kunden, nachhaltig zu handeln. Doch die Herausforderung sei es, die Mitarbeitenden an Bord zu holen, meint Nussbaumer. Der heutige Mitarbeitende sei mit der Digitalisierung und einem zunehmendem Leistungs-, Zeit- und Kostendruck konfrontiert. Die Work-Life Balance der Arbeitnehmer zu sch\u00fctzen, sei auch Aufgabe des Unternehmens. Die Aufgabe, f\u00fcr die Gesundheit der Mitarbeitenden zu sorgen, m\u00fcsse von unten, von der Wurzel her verankert sein. Das bedeute auch eine Verwurzelung in der Nachhaltigkeit, in der sozialen Verantwortung, in modernen Arbeitsmodellen und Entl\u00f6hnung, der Innovationsentwicklung und einer offenen Kommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Aufkommen von Nachhaltigkeit in Unternehmen habe auch einen direkten Einfluss auf dessen Attraktivit\u00e4t, so Nussbaumer. \u00abWir m\u00fcssen uns fragen, wonach wir in der Zukunft ein Unternehmen bewerten.\u00bb Zu Beginn des schon neunj\u00e4hrigen Nachhaltigkeitsprogramms bei Pistor, h\u00e4tten viele kleine und grosse Massnahmen sowie eine gute Kommunikation, schnell Erfolge in der Nachhaltigkeit gebracht. Mit zunehmendem Erfolg w\u00fcrden die Projekte aber gr\u00f6sser und kostenintensiver. Dies verlange den Einsatz von neuen Technologien und von langfristigem Denken. Vor allem aber verlange es Beharrlichkeit und Mut.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Podiumsdiskussion<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Anschluss zu den Vortr\u00e4gen fand ein reger Austausch zwischen den Zuh\u00f6rern und den Referierenden statt, welcher durch Constanze Jecker moderiert wurde. Hier einige ausgew\u00e4hlte Fragen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><a href=\"http:\/\/ikm-hslu.ch\/ikm-blog\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/IKM-Update_Podiumsdikussion.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"702\" height=\"468\" src=\"http:\/\/ikm-hslu.ch\/ikm-blog\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/IKM-Update_Podiumsdikussion-702x468.jpg\" alt=\"IKM-Update_Podiumsdikussion\" class=\"wp-image-10482\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/ikm\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/sites\/8\/IKM-Update_Podiumsdikussion-702x468.jpg 702w, https:\/\/hub.hslu.ch\/ikm\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/sites\/8\/IKM-Update_Podiumsdikussion-300x200.jpg 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/ikm\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/sites\/8\/IKM-Update_Podiumsdikussion-768x512.jpg 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/ikm\/wp-content\/blogs.dir\/489\/files\/sites\/8\/IKM-Update_Podiumsdikussion.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 702px) 100vw, 702px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">v.l.n.r. Constanze Jecker, Heinz Nussbaumer, Riccardo Decarolis<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Widerst\u00e4nde im Management<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00abWas sind die h\u00e4ufigsten Widerst\u00e4nde des Managements, wenn es um Nachhaltigkeit geht?\u00bb<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Laut Rahel Kissel seien dies h\u00e4ufig die Ver\u00e4nderung von ganzen Prozessketten und anfallenden Kosten, welche die gr\u00f6ssten Widerst\u00e4nde generierten. Heinz Nussbaumer stimmte zu. Nachhaltigkeit bedeute Geld zu investieren, w\u00e4hrendem sich das Unternehmen in einem intensiven Wettbewerbsumfeld befinde. Das sei ein grosser Diskussionspunkt. Riccardo Decarolis f\u00fcgte an, dass gerade das \u00dcberzeugen von CFOs schwierig sei. Denn Nachhaltigkeit liesse sich nicht im Voraus messen und was nicht messbar sei, darin investiere man nicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nachhaltigkeit ohne physische G\u00fcter<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00abWie k\u00f6nnen Dienstleistungsunternehmen, die keine physischen G\u00fcter produzieren, nachhaltig sein?\u00bb<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dazu meinte Riccardo Decarolis, dass solche Unternehmen weniger bei den Produkten ansetzen w\u00fcrden, sondern vielmehr intern. Ein Flottenunternehmen k\u00f6nne Elektroautos einsetzen, oder das Unternehmen k\u00f6nne Strom sparen. Banken w\u00fcrden mittlerweile mit \u201egr\u00fcnen\u201c Portfolios ihre Nachhaltigkeit f\u00f6rdern. Wichtig sei auf jeden Fall, dass dies den Mitarbeitenden auch klar kommuniziert w\u00fcrde und sie es so nach aussen tragen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zuckerbrot statt Peitsche<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00abWie wird eine \u2013 meist zahlengesteuerte \u2013 GL motiviert, Nachhaltigkeit mitzutragen?\u00bb<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Bei Pistor sei die Nachhaltigkeit seit zwei Jahren im Strategieprozess und Managementmodell eingebaut. Dies zwinge alle Entscheidungstr\u00e4ger, beim Verabschieden von Massnahmen diese Dimension zu ber\u00fccksichtigen. Das bedeute aber auch eine Ver\u00e4nderung in der Managementlehre, so Nussbaumer. Verzichts- und Zeigefinger-Ans\u00e4tze w\u00fcrden aus seiner Sicht am wenigsten funktionieren, erg\u00e4nzte Decarolis. Motivationsans\u00e4tze wie Gesundheit oder Kostenreduktion w\u00fcrden auf deutlich geringeren Widerstand stossen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unternehmen m\u00fcssen nachhaltig sein. Diese Nachricht nach aussen zu verkaufen ist kein Leichtes. Die eigenen Mitarbeitenden davon zu \u00fcberzeugen ist aber eine ganz andere Herausforderung. Am IKM Update vom 6. 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