{"id":2811,"date":"2017-10-09T06:00:05","date_gmt":"2017-10-09T04:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/?p=2811"},"modified":"2026-02-11T14:53:13","modified_gmt":"2026-02-11T13:53:13","slug":"die-oekonomie-des-teilens-in-der-immobilienbranche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/2017\/10\/09\/die-oekonomie-des-teilens-in-der-immobilienbranche\/","title":{"rendered":"Sharing Economy: die \u00d6konomie des Teilens in der Immobilienbranche"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/hochschule-luzern\/ueber-uns\/personensuche\/profile\/?pid=248\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Markus Schmidiger<\/a>, Sonja Z\u00fcger<\/em><\/p>\n<p>Die \u00d6konomie des Teilens erlebt zurzeit einen ungeahnten Aufschwung. Unter dem Stichwort \u201eSharing Economy\u201c bilden sich neue Gesch\u00e4ftsmodelle, die als revolution\u00e4r gelten und rege diskutiert werden. Teilen ist grunds\u00e4tzlich nichts Neues, doch technologische Entwicklungen, wie die vereinfachte und verbreitete mobile Internetnutzung, damit einhergehend sinkende Transaktions- und Informationskosten sowie die Ausdehnung der geografischen Reichweite verleihen der Sharing Economy in der heutigen Zeit besonderen Auftrieb. Sowohl weltweit verbreitete Sharing-Konzepte wie Uber und <a href=\"https:\/\/www.airbnb.ch\/a\/?af=43888734&amp;c=A_TC%3D2k5prmxm2d%26G_MT%3De%26G_CR%3D{creative}%26G_N%3Do%26G_K%3Dairbnb%26G_P%3D{placement}%26G_D%3Dc%26$pi:2.pk:1308418858005148_81776182516929_c_81776191343889\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">AirBnB<\/a> wie auch lokal ausgerichtete Konzepte, wie etwa <a href=\"https:\/\/www.mobility.ch\/de\/privatkunden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mobility Carsharing<\/a> verf\u00fcgen \u00fcber das Potential, ganze Branchen zu revolutionieren und l\u00f6sen damit bei traditionellen Unternehmen zunehmend Unsicherheit aus (vgl. Eichhorst &amp; Spermann, 2015, S. 3.).<\/p>\n<p>Dieser Artikel beschreibt die Bedeutung und Entwicklung der \u201eSharing Economy\u201c und zeigt, welche G\u00fcter und Dienstleistungen von welchen Marktteilnehmern geteilt werden. Ausserdem werden wirtschaftliche und ordnungspolitische Auswirkungen der \u00d6konomie des Teilens beschrieben und m\u00f6gliche Auswirkungen auf die Immobilienbranche identifiziert.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Entwicklung der Sharing Economy<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>In ihren Grundz\u00fcgen besteht die \u00d6konomie des Teilens schon seit hunderten von Jahren. Fr\u00fcher wurden alle lebensnotwendigen Dinge im Kreise der Familie, innerhalb der Dorfgemeinschaft oder auf einem Markt geteilt. Das Teilen bildete in der Menschheitsgeschichte das Fundament des menschlichen Zusammenlebens (vgl. Frick, Hauser &amp; G\u00fcrtler, 2013, S. 6.). Aufgrund zunehmenden Wohlstands wurde im 20. Jahrhundert immer weniger geteilt und es setzte eine gegenl\u00e4ufige Tendenz ein: Im Rahmen des entstehenden Massenkonsums beanspruchte jeder Konsument seinen ihm gem\u00e4ss seiner Kaufkraft \u201ezustehenden\u201c Teil. Produkte und Besitz wurden zu wichtigen Statussymbolen und definierten die pers\u00f6nliche Identit\u00e4t sowie den Wert des Menschen. Aufgrund der Ressourcenverknappung in vielen Bereichen sowie mit einer neuen Generation, die den Massenkonsum generell kritisch betrachtet, scheint sich das nun aber zu \u00e4ndern (vgl. Frick, 2013, S. 73). Mobiles Internet, Smartphones, soziale Medien und eine globale Vernetzung machen das Teilen von G\u00fctern und Dienstleistungen wieder deutlich einfacher, denn mit geringem Aufwand k\u00f6nnen nun beliebig grosse Menschenmengen zu praktisch jeder Zeit angesprochen und erreicht werden. Nie zuvor war das Teilen von Produkten und Dienstleistungen so unkompliziert und mit so wenig Aufwand verbunden wie heute. Beinahe t\u00e4glich entstehen neue Plattformen und Anwendungen, die \u201eTeilen\u201c als Grundlage ihres Gesch\u00e4ftsmodells betrachten (vgl. LfM, 2013, S. 4-5).<\/p>\n<p>Deloitte (2015, S. 3) prognostiziert, dass sich innerhalb der kommenden zw\u00f6lf Monate 55 % der Schweizer Konsumenten in irgendeiner Form an der Sharing Economy beteiligen werden. Im Jahr 2015 erzielte die globale Sharing Economy einen Umsatz von 15 Mrd. Dollar. F\u00fcr die kommenden f\u00fcnf Jahre wird ein Wachstum von 25-30 % pro Jahr erwartet (vgl. Chappex &amp; Keller, 2016, S. 40).<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Was bedeutet \u201eSharing Economy\u201c?<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Obwohl die \u201eSharing Economy\u201c zunehmend an Bedeutung gewinnt, gibt es bis heute keine einheitliche Definition dar\u00fcber, was unter diesem Begriff zu verstehen ist. Es herrscht aber Einigkeit dar\u00fcber, dass es sich bei der Sharing Economy um \u201eMarktpl\u00e4tze\u201c handelt, die Anbieter und Nachfrager von nicht oder zweitweise nicht genutzten Ressourcen \u00fcber das Internet zusammenbringen. Im Gegensatz zur \u201eklassischen \u00d6konomie\u201c werden hier G\u00fcter und Dienstleistungen den K\u00e4ufern meist nicht von Unternehmen angeboten oder verkauft, sondern Private bieten G\u00fcter und Dienstleistungen anderen (Privat-)Personen zur vor\u00fcbergehenden Nutzung an. Grunds\u00e4tzlich umfasst die Sharing Economy alle Arten von G\u00fctern und Dienstleistungen (vgl. Dittmann &amp; Kuchinke, 2015, S. 244-245).<\/p>\n<p>Allerdings muss festgestellt werden, dass die Modelle der \u201eSharing Economy\u201c kaum neue Mechanismen im Vergleich zur Standard Economy eingef\u00fchrt haben (vgl. Dittmann &amp; Kuchinke, 2015, S. 254f). Zumeist geht es darum, dass bestehende Mechanismen wie Garage-Sale, Tauschb\u00f6rsen, Nachbarschaftshilfe, Vermietung oder \u00c4hnliches auf Internetplattformen transferiert und dort angeboten werden. Damit werden einzelne oder mehrere der folgenden Vorteile erreicht:<\/p>\n<ul>\n<li>Auch geringere Mengen werden handelbar, wodurch der Markt f\u00fcr Privatanbieter ge\u00f6ffnet wird<\/li>\n<li>Markttransparenz wird geschaffen, Informationssymmetrien werden abgebaut<\/li>\n<li>Transaktionskosten werden reduziert, der Suchaufwand wird verringert<\/li>\n<li>Die M\u00e4rkte werden geografisch ausgeweitet<\/li>\n<li>Bisher f\u00fcr Unternehmen regulierte M\u00e4rkte werden f\u00fcr Privatanbieter ge\u00f6ffnet, welche diesen Regulierungen nicht unterliegen und deshalb wesentlich g\u00fcnstiger anbieten k\u00f6nnen (Uber im Vergleich zu Taxis, AirBnB im Vergleich zu Hotels).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Damit werden unter dem Begriff \u201eSharing Economy\u201c nicht nur einem alturistischen Teilen verpflichtete Modelle subsumiert, sondern auch solche, die klar klassischen \u00f6konomischen Prinzipien folgen und entweder das Prinzip der Markttransparenz und der Transaktionskostenreduzierung in den Vordergrund stellen (Access-Economy) oder aber solche, die M\u00e4rkte f\u00fcr Privatanbieter \u00f6ffnen (Peer-to- Peer-Economy \/ P2P-Economy) und damit f\u00fcr Marktteilnehmer zug\u00e4nglich machen, die anderen Kostenstrukturen und teilweise geringeren Regulierungen unterliegen, weshalb sie ihre Leistungen wesentlich g\u00fcnstiger anbieten k\u00f6nnen (vgl. Kessler, 2015). Die folgenden Ausf\u00fchrungen beziehen sich auf alle drei Spielarten, da sie in der Regel unter dem Begriff \u201eSharing Economy\u201c zusammengefasst werden.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen f\u00fcnf Kategorien unterschieden werden, in denen sich \u201eSharing\u201c entwickelt (in Anlehnung an Schor, 2015):<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Recycling von Produkten<\/strong>.<\/span> <a href=\"https:\/\/www.ebay.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ebay<\/a> und <a href=\"https:\/\/zurich.craigslist.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Craigslist<\/a> z\u00e4hlen hier zu den Pionieren: Bekannte Konzepte wie Secondhand-Shops, lokale Tauschb\u00f6rsen oder \u201eGarage-Sales\u201c werden ins Internet verlagert. Diese virtuellen Marktpl\u00e4tze erh\u00f6hen die Transparenz und die geografische Reichweite und senken gleichzeitig den Such- und Transaktionsaufwand erheblich. Durch das Einf\u00fchren von Nutzerfeedbacks und \u2013 bewertungen wird die Sicherheit in Bezug auf die Verk\u00e4ufer deutlich erh\u00f6ht. Mittlerweile existieren neben den grossen Seiten auch viele spezialisierte Marktpl\u00e4tze f\u00fcr Nischenm\u00e4rkte. Zudem hat sich insbesondere Ebay auch zu einem Absatzkanal f\u00fcr neue Produkte entwickelt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Bessere Nutzung von langfristigen G\u00fctern<\/strong>.<\/span> Viele Haushalte verf\u00fcgen \u00fcber G\u00fcter, die sie nur sporadisch nutzen, wie z. B. G\u00e4stezimmer, Bohrmaschinen, Rasenm\u00e4her, Parkpl\u00e4tze oder \u00e4hnliches. Fr\u00fcher gab es in \u00e4rmeren Kommunen in den USA sogenannte \u201eTool Libraries\u201c: Eine Art \u201eBibliothek\u201c, jedoch nicht f\u00fcr B\u00fccher, sondern zum Zweck, hier Alltagsgegenst\u00e4nde ausleihen zu k\u00f6nnen (vgl. Schor, 2015). Mit Portalen wie <a href=\"http:\/\/www.NeighborGoods.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">NeighborGoods.net<\/a> oder TorontoTool-Library.com entstanden Plattformen, die diesen Tausch f\u00fcr Nachbarschaften vereinfachen und institutionalisieren wollen. Oft sind die entsprechenden Initiativen crowdfinanziert und mit einem Fokus auf Community-Building ausgerichtet. Was in der Theorie logisch scheint, war in der Praxis bisher oftmals nur wenig erfolgreich. Viele Plattformen wurden wieder geschlossen und selbst NeighborGoods, die nach einer erfolgreichen Anfangs- phase von einem Privatinvestor gerettet wurde, z\u00e4hlt heute nur rund 10\u2018000 aktive Nutzer (vgl. Kessler, 2015). In der Praxis scheint es den Menschen trotz allem zu aufw\u00e4ndig, diese relativ g\u00fcnstigen G\u00fcter zu suchen, irgendwo abzuholen und danach auch wieder zur\u00fcck zu bringen.<\/p>\n<p>Durchgesetzt haben sich stark \u00f6konomisch- und transaktionsorientierten Varianten wie AirBnB oder Uber. Denkbar ist, dass in Zukunft vermehrt Produkte, die heute vermietet werden, auch von nicht-professionellen Anbietern auf Sharing- Plattformen angeboten werden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Tausch von Dienstleistungen<\/strong>.<\/span> Schon immer haben sich Menschen ehrenamtlich f\u00fcr andere eingesetzt. Mit dem Konzept von \u201eZeitbanken\u201c, wie etwa zeitbank.net, oder auch mit verschiedenen Initiativen, die beispielsweise in der Altersarbeit Zeitgutschriften f\u00fcr den freiwilligen Einsatz geben, ist auch dieses Konzept nicht neu, wird aber durch das Internet in neue Dimensionen gef\u00fchrt hinsichtlich Transparenz, Zug\u00e4nglichkeit und Reichweite. Auch in diesem Bereich hat sich gezeigt, dass vielen der urspr\u00fcng-ich idealistisch und sozial motivierten Initiativen der Durchbruch verwehrt blieb, bzw. die Nutzerzahlen sehr klein geblieben sind. Durchgesetzt haben sich kommerziell ausgerichtete Plattformen wie <a href=\"http:\/\/taskrabbit.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">TaskRabbit.com <\/a>oder Mechanical Turk von Amazon, die jedoch wenig mit dem Sharing-Gedanken zu tun haben, sondern letztlich als Vermittlungsplattformen den Zugang zu (h\u00e4ufig professionellen) Handwerkern oder Dienstleistern erleichtern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Teilen von Produktionsmitteln<\/strong>.<\/span> Genau wie Haushalte verf\u00fcgen auch Firmen immer wieder \u00fcber Produktionsmittel, die sie nicht voll auslasten. Diese k\u00f6nnen anderen zur Verf\u00fcgung gestellt oder von anderen dann bezogen werden, wenn sie gebraucht werden. Dies war fr\u00fcher typischerweise das Gesch\u00e4ftsmodell der Kooperationen und Genossenschaften. Heute sind es Coworking Spaces oder Plattformen, die es erlauben, ungenutzte Meetingr\u00e4ume oder B\u00fcros stunden- oder tageweise zu buchen. Dar\u00fcberhinaus machen Plattformen wie <a href=\"http:\/\/Skillshare.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Skillshare.com<\/a> etwa auch Ausbildung breit und zu geringen Kosten zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Crowdsourcing<\/strong>.<\/span> Internetplattformen erm\u00f6glichen den einfachen und direkten Zugang zu einer Vielzahl von Einzelpersonen oder potenziellen Ge- sch\u00e4ftspartnern. Grundidee des Crowd- sourcing ist dabei die Erledigung bestimmter Aufgaben durch eine Community, welche in einem klar definierten Rahmen (z.B. Zeitraum, Teilnahmebedingungen, Entsch\u00e4digung) Mehrwert f\u00fcr den Auftraggeber generiert (vgl. Kaltenbeck, 2011, zit. in Dietrich &amp; Amrein, 2015, S. 5). Dabei kann es sich je nachdem um gemeinsame Ideengene- rierung (Crowdwisdom), Produktentwicklung (Crowd-creation), Meinungsbildung (Crowdvoting) oder Kapitalbeschaffung (Crowdfunding) handeln (vgl. Dietrich &amp; Amrein, 2015, S. 5). Crowdsourcing ist nicht eine klassische Sharing-Variante, sondern eher eine Access- oder P2P-Version, beider Gatekeeper wie Banken oder Berater ausgeschaltet werden. In Form von Wagniskapital (kickstarter.com), Investitionsm\u00f6glichkeiten (crowdhouse.ch, kapitalfreunde.de) oder Darlehen (<a href=\"http:\/\/cashare.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">cashare.ch<\/a>) wird sie auch f\u00fcr die Immobilienbranche zunehmend wichtig.<\/p>\n<p>Bei der Analyse erfolgreicher und weniger erfolgreicher Projekte zeigt sich, dass nur wenige der idealistischen, sozialen und am \u201eTeilen\u201c im urspr\u00fcnglichen Sinne ausgerichteten Initiativen tats\u00e4chlich erfolgreich waren (vgl. Kessler, 2015). Durchsetzen konnten sich demgegen\u00fcber diejenigen Plattformen, die sich st\u00e4rker an Themen wie Transparenz, Zug\u00e4nglichkeit und \u00d6konomie orientierten.<\/p>\n<p>Couchsurfing.com beispielsweise, ist eine von Enthusiasten mit Hilfe von Spendengeldern aufgebaute Plattform, welche das Konzept des \u201eStay with Friends for Free\u201c bekannt machte, damit recht erfolgreich war und grosse Publizit\u00e4t erlangte. Nach der \u00dcbernahme durch Investoren verschwand der altruistische Gedanke, bzw. wurde durch den Drang nach Wachstum abgel\u00f6st (vgl. Khunkham, 2014). Das f\u00fchrte zwar zu mehr Mitgliedern, gleichzeitig aber auch zu einer Aufl\u00f6sung des Community-Gedankens und in der Folge zu massiven Qualit\u00e4tsproblemen (vgl. Coca, 2013). Mittlerweile hat ihr die klar auf Profit (f\u00fcr alle Partei en) getrimmte Plattform <a href=\"http:\/\/airbnb.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">AirBnB.com<\/a> den Rang abgelaufen. Sharing-, Access- oder P2P-Konzepte entstehen vor allem in M\u00e4rkten, die eine oder mehrere der folgenden Bedingungen erf\u00fcllen:<\/p>\n<ul>\n<li>Vermittler oder andere kostentreiben- de Koordinationsstellen k\u00f6nnen eliminiert werden, so dass sich Gesch\u00e4ftspartner direkt verbinden k\u00f6nnen (P2P- Economy), indem der gegenseitige Zugang durch eine (Internet-)Plattform erm\u00f6glicht und\/oder verbessert wird (Access-Economy).<\/li>\n<li>Einzelpersonen oder marktfremde Firmen k\u00f6nnen die gleiche Leistung zu tieferen Kosten erbringen und\/oder unterliegen weniger kostentreibender Regulierung.<\/li>\n<li>Marktfremde besitzen ein Gut, das sie nicht voll auslasten und deshalb zu tieferen Kosten anbieten k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Vom \u201eAsset-Hub Sharing\u201c zu \u201ePeer-to-Peer Sharing Networks\u201c<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>In der Praxis wird zwischen \u201eAsset- Hub-Sharing\u201c und \u201ePeer-to-Peer (P2P) Sharing Networks\u201c unterschieden. Beim \u201eAsset-Hub-Sharing\u201c offeriert die Plattform eigene G\u00fcter oder Dienstleistungen und erm\u00f6glicht dabei als eine Art \u201eHub\u201c Zugang zu den eigenen Ressourcen. Dieses Konzept \u00e4hnelt dem traditionellen Gesch\u00e4ftsmodell. Ein typischer Vertreter des \u201eAsset-Hub-Sharings\u201c ist etwa Mobility, die das traditionelle Modell der Autovermietung flexibler, kundenfreundlicher und g\u00fcnstiger gestaltet und auf eine genossenschaftliche Basis gestellt hat. Bei den \u201ePeer-to-Peer Sharing Networks\u201c stellen hingegen nicht die Plattformen selbst, sondern meist private Anbieter G\u00fcter und Dienstleistungen zum Teilen bereit. Die Plattform \u00fcbernimmt ausschliesslich eine Vermittlungsfunktion. Im Bereich Autovermietung geht Sharoo.com diesen Weg, indem Private ihre ungenutzten Fahrzeuge stunden- oder tageweise zur Vermietung bereitstellen k\u00f6nnen. Weitere typische Vertreter von P2P-Plattformen sind AirBnB oder Uber.<\/p>\n<p>Charakteristisch f\u00fcr das P2P-Sharing ist also das Vorhandensein einer Plattform, welche Anbieter und Nachfrager vernetzt. Das System wird von hoher Mittelbindung befreit, indem jeder, egal ob professionell oder privat und unabh\u00e4ngig davon, ob mit oder ohne Profitinteresse, Produkte und Dienstleistungen zur Verf\u00fcgung stellen kann. Dadurch wird vor allem ein einfacherer Zugang zu den jeweiligen Leistungen sowie eine effiziente Koordination von Angebot und Nachfrage erm\u00f6glicht18. Aufgrund der tiefen Kapitalbindung f\u00fcr den Plattformbetreiber, sind diese Modelle ohne grossen Aufwand auch international multiplizierbar und k\u00f6nnen sehr schnell wachsen. F\u00fcr traditionelle Unternehmen sind sie deshalb besonders wichtig, da sie das Potential haben, ganze Branchen in kurzer Zeit zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Wer weshalb teilt<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Nicht alle Menschen teilen gleich gerne. So teilen gem\u00e4ss einer repr\u00e4sentativen Umfrage des Gottlieb Duttweiler Instituts (vgl. Frick et.al., 2013) Frauen lieber als M\u00e4nner. Am meisten teilen die 18- bis 29-J\u00e4hrigen (51 %), am wenigsten gerne hingegen die 50- bis 74-J\u00e4hrigen (39%). Das Einkommen hat auf die Bereitschaft zu Teilen kaum einen Einfluss (vgl. Frick et al., 2013, S. 21-22). Ob jemand gegen\u00fcber der \u00d6konomie des Teilens positiv eingestellt ist oder nicht h\u00e4ngt von pers\u00f6nlichen Wertvorstellungen, allgemeinen Konsumorientierungen, sozialem Vertrauen und soziodemographischen Merkmalen wie Alter, Bildung, Einkommen und Geschlecht ab (vgl. Heinrichs &amp; Grunenberg, 2012, S. 13).<\/p>\n<p>Menschen teilen im Rahmen der Sharing Economy aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden (vgl. Schor, 2014). Ein wichtiges Motiv zu teilen, besteht im aktuellen \u201eTrend des Teilens\u201c: Derzeit ist es \u201ein\u201c zu teilen. Die Sha- ring-Plattformen gelten als modern und als etwas Neues: Nutzer von Sharing-Angeboten f\u00fchlen sich als Trendsetter. Viele Plattformen bezeichnen sich auch selbst als \u201egr\u00fcn\u201c und pr\u00e4sentieren das Sharing als eine M\u00f6glichkeit, die CO2-Bilanz und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Obwohl die \u00f6kologischen Auswirkungen des Sharings nicht wirklich klar sind, k\u00f6nnen umweltbewusste Konsument(innen) aufgrund des Nachhaltigkeitsgedankens zum Teilen motiviert werden.<\/p>\n<p>Ein weiterer Motivationsfaktor f\u00fcr das Teilen stellen sozialen Beziehungen dar. Zahlreiche Plattformen preisen die soziale Komponente an, indem sie etwa darauf hinweisen, wie einfach Nachbarn oder andere \u201eneue Leute\u201c kennengelernt werden k\u00f6nnen. Die Nutzer der Sharing Economy k\u00f6nnen aber auch durch wirtschaftliche \u00dcberlegungen zum Teilen motiviert werden. So sind Sharing-Angebote f\u00fcr die Nutzer in der Regel g\u00fcnstiger als traditionelle Alternativangebote. Den Anbietern erlauben es die Plattformen relativ einfach und sicher, Geld zu verdienen. Tats\u00e4chlich zeigt sich, dass zurzeit prim\u00e4r jene Konzepte erfolgreich sind, die es Privatpersonen erm\u00f6glichen, mit wenig Aufwand ein gutes Zusatzeinkommen zu erzielen. Sowohl eBay als auch Amazon haben sich zu erfolgreichen (Absatz-) Plattformen f\u00fcr Kleinunternehmer entwickelt und auch AirBnB und Uber erm\u00f6glichen den Anbietern ein einfaches (Zusatz-)Einkommen sowie den Nachfragern wesentlich g\u00fcnstigere Preise als traditionelle Angebote.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Was geteilt wird<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Nicht alle G\u00fcter und Dienstleistungen werden gleich gerne oder gleich oft geteilt. Grunds\u00e4tzlich lassen sich zehn Punkte unterscheiden, welche Bedingungen f\u00fcr eine erfolgreiche Entwicklung der Sharing Economy darstellen. Je nach Auspr\u00e4gung dieser Faktoren ist ein Gesch\u00e4ftsmodell f\u00fcr die Sharing Economy mehr oder weniger geeignet (vgl. Eiholzer, 2014, S. 40-43):<\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Organisationsaufwand Tausch<\/strong>:<\/span> Je geringer der organisatorische Aufwand beim Teilen ist, desto eher sind die Menschen bereit, zu teilen.<\/li>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Vertrauen<\/strong>:<\/span> Das Vertrauen ist ein kritischer Punkt, weil die Beziehung in der Sharing Economy h\u00e4ufig nur \u00fcber das Internet besteht. Je eher das Vertrauen gegeben ist oder je unwichtiger das Vertrauen f\u00fcr ein Gut\/eine Person ist, desto positiver kann sich die Sharing Economy entwickeln.<\/li>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Anschaffungskosten<\/strong>:<\/span> Je h\u00f6her der Anschaffungspreis, desto eher wird ein Gut geteilt. G\u00fcnstige G\u00fcter kauft man sich eher selbst, statt sie zu teilen.<\/li>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Fixkosten<\/strong>:<\/span> Produkte mit h\u00f6heren Fixkosten werden h\u00e4ufiger geteilt, da man in diesen F\u00e4llen weniger geneigt ist, G\u00fcter zu kaufen.<\/li>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Symbolwert<\/strong>:<\/span> Pers\u00f6nliche Dinge oder Dinge, die einen hohen Symbolwert haben, werden ungern geteilt. Dinge ohne einen pers\u00f6nlichen Wert werden hingegen \u00f6fter geteilt.<\/li>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Hygiene &amp; Sauberkeit<\/strong><\/span>: Produkte, bei denen wir Wert auf Hygiene &amp; Sauberkeit legen, werden wenig geteilt.<\/li>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Nutzungsh\u00e4ufigkeit<\/strong>:<\/span> Wer etwas teilt, verzichtet gleichzeitig auf die eigene Nutzung des entsprechenden Objekts. Deshalb werden vor allem gerne Objekte geteilt, die vom Eigent\u00fcmer nicht h\u00e4ufig genutzt werden.<\/li>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Planbarkeit Nutzung<\/strong>:<\/span> Je besser die Nutzung geplant werden kann, desto eher wird ein Gut geteilt.<\/li>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Innovationszyklen<\/strong>:<\/span> Bei Produkten, die \u00fcber einen hohen Innovationszyklus verf\u00fcgen, lohnt es sich h\u00e4ufig nicht, jedes neue Modell zu kaufen. Teilen wird attraktiv.<\/li>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Instandhaltungsaufwand: <\/strong><\/span>Je gr\u00f6sser der Instandhaltungsaufwand eines Objekts ist, desto eher wird es geteilt, statt gekauft.<\/li>\n<\/ol>\n<p><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2017\/10\/1-2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2742\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2017\/10\/1-2.png\" alt=\"\" width=\"635\" height=\"898\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2017\/10\/1-2.png 635w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2017\/10\/1-2-212x300.png 212w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2017\/10\/1-2-494x698.png 494w\" sizes=\"auto, (max-width: 635px) 100vw, 635px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Wirtschaftliche Auswirkungen der Sharing Economy<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Wie oben gezeigt, scheint sich die Sharing Economy von ihren idealistischen Wurzeln, die Selbstbestimmung, Altruismus und \u00d6kologie priorisierten, zu entfernen. Entsprechende Konzepte konnten sich im Markt bisher nur wenig ausbreiten. Dominiert werden der Markt und die Diskussion zurzeit von prim\u00e4r \u00f6konomisch orientierten Modellen. Es stellt sich die Frage, welche Auswirkungen dies auf die traditionellen Gesch\u00e4ftsmodelle hat.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>F\u00fchrt die Sharing Economy zu einem umweltbewussteren Umgang mit Ressourcen?<\/strong><\/span> Die meisten Sharing Economy Plattformen preisen ihren Beitrag zu einem umweltschonenderen Wirtschaften und immer mehr Konsumenten machen sich \u00fcber die \u00f6kologischen Auswirkungen ihres eigenen Handelns Gedanken. Auf den ersten Blick scheinen die \u00f6kologischen Vorteile der Sharing Economy klar: Der durch sie entstehende \u201eSekund\u00e4rmarkt\u201c reduziert die Nachfrage nach neuen G\u00fctern und tr\u00e4gt somit zu einer Reduktion der Umweltbelastung bei. Es gibt aber auch Studien (vgl. Martin &amp; Shaheen, 2010, zit. in Schor, 2014), die das Gegenteil beweisen. So f\u00fchren etwa Carsharing Unternehmen nicht zwingend zu einem tieferen CO2-Austoss: Da der Zugang zu einem Auto einfacher und g\u00fcnstiger sei w\u00fcrde auch mehr gefahren und es entst\u00fcnden somit sogar eher mehr Emissionen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den Bereich \u201eUnterkunft\u201c gibt es \u00e4hnliche Thesen. Da das Reisen, bzw. das \u00dcbernachten durch P2P-Plattformen wie AirBnB g\u00fcnstiger wird, w\u00fcrde schliesslich einfach mehr gereist und dies f\u00fchre dann wieder zu einer h\u00f6heren Umweltbelastung (vgl. Schor, 2014).<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Wirkt sich Sharing Economy zerst\u00f6rerisch auf die bestehende Wirtschaft aus?<\/strong><\/span> Anfangs wurde die Sharing Economy hochgelobt f\u00fcr das Entstehen sozialer Verbindungen, Umweltschonung und das Erm\u00f6glichen wirtschaftlicher Einsparungen f\u00fcr \u201eeinfache Leute\u201c (vgl. Schor, 2014). Mit dem zunehmenden Erfolg entstand aber auch ein gewisser Unmut. Ziel der Sharing Economy sei nicht in erster Linie die gegenseitige Hilfe, sondern es best\u00fcnden vor allen Dingen wirtschaftliche Interessen. Zwar erm\u00f6glichen es die Plattformen den Konsumenten, vergleichsweise g\u00fcnstig an Produkte und Dienstleistungen zu kommen, verdienen aber bei s\u00e4mtlichen Transaktionen ebenfalls mit und werden f\u00fcr traditionelle Anbieter zu ernst zu nehmenden Konkurrenten (vgl. Chappex, 2016, S. 31-32). Es ist jedoch nicht ganz klar, ob sich die Sharing Economy tats\u00e4chlich negativ oder gar zerst\u00f6rerisch auf Branchen wie etwa die Hotellerie auswirken wird, oder ob einiges davon, was von Seiten der Hotellerie zu vernehmen ist, nicht einfach nur dazu dient, einen S\u00fcndenbock zu finden f\u00fcr Inaktivit\u00e4t oder das Verschlafen notwendiger Neuerungen. In diesem Sinne k\u00f6nnen Angebote wie AirBnB auch als Zusatzangebote verstanden werden. Obwohl die AirBnB Sharing-Plattform laufend neue Kunden gewinnt, werden nicht alle Personen bereit sein, in \u201efremden\u201c Wohnungen zu \u00fcbernachten und weiterhin eine Unterbringung in Hotels vorziehen. Zerst\u00f6rerisch oder zumindest negativ k\u00f6nnte sich die Sharing Economy aber vor allem unter den folgenden beiden Gegebenheiten auswirken:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>G\u00fcter werden nicht vollst\u00e4ndig ausgenutzt<\/strong>:<\/span> G\u00fcter, die nicht vollst\u00e4ndig ausgenutzt werden (etwa halbtags leerstehender Parkplatz, stillstehende Maschine, ein meistenteils ungenutztes Auto) werden in Zukunft, abh\u00e4ngig von der \u00f6konomischen Entwicklung, vermutlich eher geteilt als gekauft oder gemietet. Die Anbieter und Industrien solcher G\u00fcter k\u00f6nnten daher von der Sharing Economy stark negativ betroffen sein.<\/li>\n<li><strong><span style=\"color: #ff00ff;\">Ein \u201eGatekeeper\u201c vermittelt zwischen Anbieter und Nachfrager:<\/span> <\/strong>\u00dcberall dort, wo ein sogenannter \u201eGatekeeper\u201c (Taxizentrale, Makler o. \u00e4.) bisher zwischen Anbieter und Nachfrager vermittelte, kann heute eine P2P-Plattform die Anbieter und Nachfrager zusammenbringen und vernetzen. Die Funktion des Gatekeepers wird somit zunehmend \u00fcberfl\u00fcssig und k\u00f6nnte durch die Sharing Economy zerst\u00f6rt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Wie wirkt sich die Sharing Economy auf bestehende Gesch\u00e4ftsmodelle aus?<\/strong><\/span> Dadurch, dass P2P-Anbieter h\u00e4ufig nicht den gleichen Regulatorien unterliegen wie professionelle Anbieter (etwa hinsichtlich Hygiene, Brandschutz, Personal- und weiterer Vorschriften f\u00fcr Hotels, die etwa f\u00fcr AirBnB-Anbieter nicht gelten, analoges gilt f\u00fcr Taxis, bzw. Uber), aufgrund ihrer Arbeitsmodelle viele Steuern und Abgaben nicht leisten m\u00fcssen und ihr Angebot zu Grenzkosten und nicht zu Vollkosten kalkulieren und anbieten k\u00f6nnen, sind die Spiesse im Wettbewerb h\u00e4ufig nicht gleich lang. Damit wird von Seiten der klassischen Wirtschaft eher der zerst\u00f6rerische Aspekt betont, welcher vor allem auf dem \u201erace to the bottom\u201c Effekt basiert (vgl. Kessler, 2015): Immer mehr semi-professionelle Anbieter mit tiefer Kostenstruktur und wenig staatlichen Auflagen treiben die Preise immer tiefer, bis f\u00fcr den professionellen Anbieter kein Gewinn mehr realisierbar wird. Themen wie (Selbst-)Ausbeutung und staatliche Regulatorien geraten dadurch st\u00e4rker in den Fokus der Diskussion.<\/p>\n<p>Firmen, die heute traditionelle Gesch\u00e4ftsmodelle verfolgen, haben verschiedene M\u00f6glichkeiten, auf die Sharing Economy zu reagieren. Eine M\u00f6glichkeit besteht darin, sich der Bewegung anzuschliessen und eine Partnerschaft mit einem Sharing Economy Start-up einzugehen. So f\u00fchrte BMW bereits 2012 gemeinsam mit Sixt in einigen europ\u00e4ischen und amerikanischen St\u00e4dten das Carsharing-Programm \u201eDriveNow\u201c ein. Eine andere M\u00f6glichkeit, mit der Sharing Economy erfolgreich umzugehen, besteht darin, in bestehende Sharing Unternehmen zu investieren. So investierte General Motors im Jahr 2015 500 Mio. Dollar in das Unternehmen \u201eLyft\u201c, um gemeinsam ein Netzwerk autonomer Fahrzeuge aufzubauen. Als dritte M\u00f6glichkeit k\u00f6nnen traditionelle Unternehmen auch selbst \u201ein den Ring steigen\u201c. Audi lancierte etwa ein Unite-Programm, welches sich derzeit noch in der Testphase befindet. Das Programm erm\u00f6glicht, dass bis zu vier Personen gemeinsam ein Auto besitzen k\u00f6nnen (vgl. B\u00fcrge, 2016a, S. 48-51). Wie diese Beispiele aus der Automobilindustrie zeigen, bestehen also f\u00fcr traditionelle Anbieter durchaus auch in der Sharing Economy M\u00f6glichkeiten, sich zu etablieren.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Rechtliche und ordnungspolitische Aspekte der Sharing Economy<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Trotz des bisherigen Erfolgs der Sharing Economy werden auch kritische Stimmen gegen\u00fcber dieser \u00d6konomie des Teilens laut. Vor allem Hotelverb\u00e4nde und Taxiunternehmen einiger europ\u00e4ischer L\u00e4nder beklagen sich \u00fcber diverse Sharing Economy Anbieter, die angeblich unlauteren Wettbewerb betreiben und branchen\u00fcbliche Sicherheitsstandards nicht einhalten w\u00fcrden. Beh\u00f6rden \u00fcben bisher Zur\u00fcckhaltung, sie sind sich oft nicht im Klaren, wie sie sich der Sharing Economy gegen\u00fcber verhalten sollen (vgl. Chappex, 2016, S. 32).<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich werfen Sharing Economy Plattformen bestimmte rechtliche Fragen auf. So stellt etwa die (fehlende) Einkommensbesteuerung ein wichtiges Problem dar. Es ist schwierig, ein gemeinsam genutztes Gut zu besteuern, weil es bei vielen Plattformen ja grunds\u00e4tzlich ums Teilen geht und somit fast kein Gewinn erwirtschaftet wird. Auch Mehrwertsteuer und andere Geb\u00fchren oder Abgaben werden h\u00e4ufig nicht f\u00e4llig und die Sharing Economy versteht es, solche rechtlichen Grauzonen f\u00fcr sich zu nutzen. Des Weiteren sehen sich auch die Besch\u00e4ftigten der Sharing Economy gewissen rechtlichen Risiken gegen\u00fcber. Sie befinden sich oftmals in heiklen Arbeitsverh\u00e4ltnissen und freiberuflich Arbeitende k\u00f6nnen h\u00e4ufig nicht gen\u00fcgend Stunden arbeiten, oder f\u00fcr einen gen\u00fcgend hohen Stundentarif t\u00e4tig sein, um sich ihren Lebensunterhalt verdienen zu k\u00f6nnen. Auch sind sie meist nicht sozialversichert. Bei Taxifahrern fehlen h\u00e4ufig die Lizenzen. Die Plattformbetreiber positionieren sich als reine Vermittler und entziehen sich damit praktisch jeglicher Verantwortung; die Risiken werden gr\u00f6sstenteils auf Anbieter und Nutzer \u00fcbertragen. Nat\u00fcrlich kann mit der meist integrierten Bewertung von Anbietern und Nachfragern das Risiko minimiert werden, doch Versicherungen kommen oft nicht f\u00fcr entstandene Sch\u00e4den auf (vgl. B\u00fcrge, 2016b, S. 57-59).<\/p>\n<p>Einheitliche Regeln zu entwickeln f\u00fcr Unternehmen der Sharing Economy und klassische Unternehmen, k\u00f6nnte eine grosse Herausforderung darstellen. Viele Sharing Economy-Plattformen \u00fcberleben, weil sie sich nicht an die gleichen Regeln halten (m\u00fcssen) wie traditionelle Anbieter. Dennoch m\u00fcsste es das Ziel des Wettbewerbsrechts sein, einen fairen Wettbewerb f\u00fcr alle Marktakteure zu schaffen (vgl. Dittmann &amp; Kuchinke, 2015, S. 257). Leider ist davon auszugehen, dass Regierungen versuchen werden, Regeln, die f\u00fcr traditionelle Unternehmen gelten, auch im Bereich der Sharing Economy durchzusetzen, statt im traditionellen Bereich mit einem Abbau l\u00e4hmender Vorschriften und hinderlicher B\u00fcrokratie zu reagieren.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Auswirkungen der Sharing- Modelle auf die Immobilienbranche<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>F\u00fcr zahlreiche Produkte und Dienstleistungen in der Immobilienbranche bestehen bereits Sharing Economy-Ans\u00e4tze oder Modelle. Es ist zu erwarten, dass nicht nur weitere Sharing-, sondern auch Access- und P2P-Modelle auftauchen werden. Denkbar sind etwa folgende Bereiche:<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Teilen unternutzter Assets<\/strong>.<\/span> In diesem Bereich hat sich bereits vieles bewegt. K\u00fcnftig betroffen sein k\u00f6nnen praktisch alle Fl\u00e4chenarten: ungenutzte G\u00e4stezimmer in Wohnungen (AirBnB, couchsurfing), B\u00fcror\u00e4ume (coworking-spaces), Sitzungszimmer (tebor.ch \u2013 Sharing Sitzungszimmer), Parkpl\u00e4tze (parkatmyhouse.com) oder Lagerr\u00e4umlichkeiten (sharemystorage.com). Die Fl\u00e4chennachfrage d\u00fcrfte sich aufgrund der besseren Nutzung reduzieren, die Preise k\u00f6nnten unter Druck geraten. Andererseits k\u00f6nnen Vermieter profitieren, die entsprechende Konzepte implementieren.<\/p>\n<p>Obwohl Nachbarschaftsplattformen bisher wenig erfolgreich waren, k\u00f6nnten sich im Kontext der Quartiervernetzung neue Chancen bieten. Integriert in aktiv durch Bewohner genutzte L\u00f6sungen wie etwa auf Qipp (vgl. Zanetti, 2016), und fokussiert auf eine geografisch eng umgrenzte Community, h\u00e4tten diese durchaus gr\u00f6ssere Erfolgschancen als in Form bestehender Standalone-Plattformen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Maschinen, Transportmittel etc. sind Tauschb\u00f6rsen f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssige Kapazit\u00e4ten denkbar und teilweise bereits in Betrieb. So werden beispielsweise auf der Plattform \u201eSharely\u201c (www.sharely.ch) Fahrr\u00e4der, Motorr\u00e4der, Beamer, N\u00e4hmaschinen und vieles mehr zum Mieten angeboten.<\/p>\n<p>Der Carsharing-Trend wird den Parkplatzbedarf mutmasslich massiv senken, insbesondere, wenn sich in wenigen Jahren, wie zu erwarten, selbstfahrende Autos durchgesetzt haben werden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Ausschalten von Gatekeepern<\/strong>.<\/span> Crowdfunding und Crowdlending erm\u00f6glichen Eigent\u00fcmern direkten Zugang zum Kapitalmarkt, unter Umgehung von Banken und Vermittlern. Im Bereich der Immobilienvermittlung ist zu erwarten, dass Makler bei einfachen Gesch\u00e4ften, wie etwa der Wohnungsvermietung teilweise ersetzt werden k\u00f6nnen (vgl. Kohle, 2016).<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Dienstleistungs-Plattformen<\/strong>.<\/span> Durch Dienstleistungs-Access-Plattformen wie MechanicalTurk wird auch in KMU- dominierten Dienstleistungsbereichen wie Marketing, Visualisierung, Entwurf, Internetsupport und vielen mehr Zugang zu internationalen Dienstleistern m\u00f6glich, wodurch die Preise in der Schweiz entsprechend unter Druck geraten werden. S\u00e4mtliche Dienstleistungen, die nicht zwingend vor Ort erbracht werden m\u00fcssen, werden potentiell dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt und k\u00f6nnen vermehrt an Freelancer vergeben werden. Insbesondere Bewirtschafter und FM-Dienstleister werden gefordert sein, Sharing- und Access-Plattformen in ihre Systeme zu integrieren, k\u00f6nnen damit aber andererseits auch ihre Wettbewerbsstellung verbessern. Dienstleister und Produkteanbieter werden gefordert sein, sich der neuen M\u00f6glichkeiten zu bedienen und gegebenenfalls selbst auf diesen als Anbieter t\u00e4tig zu werden.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Fazit<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Im aktuellen Hype um die Sharing-Economy geht das Potential der \u201eAccess-Economy\u201c und der \u201ePeer-to-Peer-Economy\u201c etwas unter. Die klassischen, eher altruistisch gef\u00e4rbten Sharing-Konzepte konnten sich bisher schlecht durchsetzen oder wurden durch Konzepte verdr\u00e4ngt, die sich stark an \u00f6konomischen Faktoren orientieren und prim\u00e4r den finanziellen Nutzen von Anbieter und Nutzer im Visier haben.<\/p>\n<p>Es kann aber davon ausgegangen werden, dass Konzepte aus diesem Bereich f\u00fcr die meisten Akteure innerhalb der Immobilienbranche sowohl als Nutzer wie auch als Anbieter relevant werden. Klassische Sharing-Ans\u00e4tze d\u00fcrften vor allem im Rahmen von Quartieren oder im Kreise klar definierter Communities relevant sein und k\u00f6nnten in diesem Kontext einen Aufschwung erleben.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Dieser Artikel entstand im Rahmen des Digitalisierungsbarometers. Die Studie ermittelt anhand einer breit angelegten, repr\u00e4sentativen Erhebung bei den wichtigsten Akteuren der Immobilienbranche in der Schweiz, wie die Auswirkungen der Digitalisierung wahrgenommen werden und welche Auswirkungen f\u00fcr die kommenden Jahre erwartet werden.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Die gesamte Studie k\u00f6nnen Sie hier beziehen:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Digitalisierungsbarometer-2016-Gesch\u00e4ftsmodelle-Markus-Schmidiger-ebook\/dp\/B01LDF0K2I\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1501053872&amp;sr=8-1&amp;keywords=digitalisierungsbarometer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Digitalisierungsbarometer 2016 \u2013 Kundenverhalten und Gesch\u00e4ftsmodelle<\/strong><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Digitalisierungsbarometer-2017-Digitales-Planen-Bauen\/dp\/3906877078\/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;qid=1501053872&amp;sr=8-2&amp;keywords=digitalisierungsbarometer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Digitalisierungsbarometer 2017 \u2013 Digitales Planen und Bauen<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Weiterf\u00fchrende Literatur<\/strong><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>B\u00fcrge, C. (2016a). Sharing Economy. Gegenschlag der Dinosaurier. Swissquote Magazin, 1, M\u00e4rz 2016, S. 48-51.<\/li>\n<li>B\u00fcrge, C. (2016b). Sharing Economy. Viel Arbeit f\u00fcr die Regulierer. Swissquote Magazin, 1, M\u00e4rz 2016, S. 57-59.<\/li>\n<li>Chappex, L. (2016). Sharing Economy. Die Revolution hat gerade erst begonnen. Swissquote Magazin, 1, M\u00e4rz 2016, S. 31-33.<\/li>\n<li>Chappex, L. &amp; Keller, B. (2016). Die zweite Internetrevolution. Swissquote Magazin, 1, M\u00e4rz 2016, S. 40-41.<\/li>\n<li>Coca, N. (2013). The rise and fall of Couchsurfing. Online (27.3.2013) http:\/\/www.nithincoca.com\/ 2013\/03\/27\/the-rise-and-fall-of-couchsurfing\/.<\/li>\n<li>Deloitte (Hrsg). (2015). The sharing economy: Share and make money \u2013 How does Switzerland compare? Online (19.03.2016): https:\/\/www2.deloitte.com\/content\/dam\/Deloitte\/ch\/Documents\/consumer- business\/ch-cb-shared-economy-share-and-make-money.pdf.<\/li>\n<li>Dietrich, A., Amrein, S. (2015). Crowdfunding Monitoring Schweiz 2015. Zug: Verlag IFZ \u2013 Hochschule Luzern.<\/li>\n<li>Dittmann, H. &amp; Kuchinke, B.-A. (2015). Ordnungs\u00f6konomische Aspekte der Sharing Economy. In H.-O. Lenel &amp; T. Apolte et al. (Hrsg.). ORDO Jahrbuch f\u00fcr Ordnung von Wirtschaft und Gesell- schaft Band 66 (S. 243-262). Stuttgart: Lucius &amp; Lucius Verlagsgesellschaft.<\/li>\n<li>Eichhorst, W. &amp; Spermann, A. (2015). Sharing Economy. Chancen, Risiken und Gestaltungsoptionen f\u00fcr den Arbeitsmarkt. IZA Research Report No. 69. Online (18.03.2016): http:\/\/www.iza.org\/en\/ webcontent\/publications\/reports\/report_pdfs\/iza_report_69.pdf<\/li>\n<li>Eiholzer, C. (2014). Auswirkungen der \u201eSharing Economy\u201c auf die Immobilienbranche. Unver\u00f6ffent- lichte Bachelorarbeit, Hochschule Luzern-Wirtschaft.<\/li>\n<li>Frick, K., Hauser, M. &amp; G\u00fcrtler, D. (2013). Sharity. Die Zukunft des Teilens. Z\u00fcrich: GDI Gottlieb Duttweiler Institute.<\/li>\n<li>Frick, K. (2013). Allmende 2.0. GDI IMPULS Wissensmagazin f\u00fcr Wirtschaft, Gesellschaft, Handel, Nummer 2, S.72-77.<\/li>\n<li>Heinrichs, H. &amp; Grunenberg, H. (2012). Sharing Economy. Auf dem Weg in eine neue Konsumkultur?. Online (19.03.2016): http:\/\/pure.leuphana.de\/ws\/files\/3881633\/Heinrichs_Grunenber_Sharing_ Economy.pdf<\/li>\n<li>Landesanstalt f\u00fcr Medien Nordrhein-Westfalen (Hrsg). (2013). Digitaltrends LfM. Teilen in der digitalen Welt. Ausgabe 2. Online (19.03.2016): https:\/\/www.lfm-nrw.de\/fileadmin\/lfm-nrw\/nrw_digital\/ Publikationen\/Digitaltrends_Teilen_in_der_digitalen_Welt.pdf<\/li>\n<li>Kaltenbeck, J. (2011). Crowdfunding und Social Payments. Berlin: Verlag edupli.<\/li>\n<li>Kessler, S. (2015). The \u201eSharing Economy\u201c Is Dead, And We Killed It. Online (26.03.2016): http:\/\/www.fastcompany.com\/3050775\/the-sharing-economy-is-dead-and-we-killed-it<\/li>\n<li>Khunkham, K. (2014). Warum es nicht mehr cool ist, couchsurfer zu sein. Die Welt, 12.5.2014.<\/li>\n<li>Kohle, N. (2016). Digitalisierung im Immobilienmarkt \u2013 Welche radikalen Anpassungen der Gesch\u00e4fts- modelle in der nahe Zukunft bevorstehen. In Schmidiger, M. (Hrsg.). Digitalisierungsbarometer \u2013 Immobilienbranche im digitalen Wandel. Zug: Verlag IFZ \u2013 Hochschule Luzern.<\/li>\n<li>Schor, J. (2014). Debating the Sharing Economy. Online (19.03.2016): http:\/\/www.greattransition.org\/ publication\/debating-the-sharing-economy<\/li>\n<li>Sidler, D. (2013). Teilen ist das neue Haben. Online (19.02.2016): http:\/\/www.migrosmagazin.ch\/ menschen\/interview\/artikel\/sharity-teilen-ist-das-neue-haben<\/li>\n<li>Zanetti, S. (2016). Digital leben in Siedlungen und Quartieren. In Schmidiger, M. (Hrsg.). Digitalisierungs- barometer \u2013 Immobilienbranche im digitalen Wandel. Zug: Verlag IFZ \u2013 Hochschule Luzern.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Das&nbsp;k\u00f6nnte Sie ebenfalls interessieren:<\/strong><\/span>Entdecken Sie die&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/themen\/immobilien\/?sourceurl=\/immobilien\">Welt des Immobilienmanagements<\/a>&nbsp;und erfahren Sie alles Wissenswerte rund um den&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/weiterbildung\/mas\/ifz\/immobilienmanagement\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">MAS Immobilienmanagement<\/a>&nbsp;und andere Angebote zum Thema&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/themen\/immobilien\/?sourceurl=\/immobilien\">Immobilien<\/a>. 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Es entwickeln sich laufend neue Plattformen, die das Teilen als ihr Gesch\u00e4ftsmodell verstehen und traditionellen Unternehmen zunehmend Sorge bereiten. Trotz einiger Paradebeispiele sind aber l\u00e4ngst nicht alle Sharing Plattformen erfolgreich. 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