{"id":9891,"date":"2026-08-10T06:30:00","date_gmt":"2026-08-10T04:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/?p=9891"},"modified":"2026-08-05T10:21:57","modified_gmt":"2026-08-05T08:21:57","slug":"wohnraum-in-staedten-die-knappheit-kommt-schleichend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/2026\/08\/10\/wohnraum-in-staedten-die-knappheit-kommt-schleichend\/","title":{"rendered":"Wohnraum in St\u00e4dten: Die Knappheit kommt schleichend"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Artikel von <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/christian-kraft-b952a7159\/\">Christian Kraft<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.linkedin.com\/in\/valentinamaras\">Valentina Maras<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zwei Perioden im Vergleich: Kaum Reaktion auf erh\u00f6hte Nachfrage in St\u00e4dten<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein differenzierter Blick auf Angebots- und Nachfrageentwicklungen in Schweizer St\u00e4dten zeigt graduelle und unerwartete Entwicklungen. Abbildung 1 verdeutlicht die Nachfrage (Anzahl neuer Haushalte) gegen\u00fcber dem Angebot (Anzahl neuer und Anzahl leerstehender Wohnungen) sowie der Wohnraumplanung (Wohnungen in Baugesuchen). Dargestellt sind die Jahresmittel der Phase zunehmender Knappheit von 2021 bis 2024, gegen\u00fcber der letzten Phase eines erh\u00f6hten Angebotes von 2017 bis 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>In der gesamten Wohnraumversorgung Schweizer St\u00e4dte spielt Z\u00fcrich mengenm\u00e4ssig eine untergeordnete Rolle. Die Entwicklung im Zeitraum von 2021 bis 2024 ist jedoch bemerkenswert: Die Anzahl neuer Wohnungen (blau) liegt \u00fcber dem Zuwachs neuer Haushalte (gr\u00fcn) und sorgt damit f\u00fcr eine Entspannung am Wohnungsmarkt. Die Leerst\u00e4nde reflektieren diese Entspannung jedoch nicht. Sie bleiben in Z\u00fcrich fast unabh\u00e4ngig vom Marktgeschehen auf sehr tiefem Niveau.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Summe aller anderen St\u00e4dte verlaufen die Situation und Entwicklung von Angebot und Nachfrage hingegen deutlich homogener. In beiden Vergleichsperioden entstanden fast die gleiche Menge an Wohnungen. Weil jedoch 2021-2024 mehr Haushalte als Wohnungen entstanden oder zuzogen, reduzierte sich der Leerstand im entsprechenden Ausmass. Bei konstanter Wohnraumproduktion f\u00fcllen neue Haushalte somit den Leerstand, der in St\u00e4dten ausserhalb von Z\u00fcrich immer noch bei ca. einer Jahresproduktion an Wohnungen liegt. Bis 2024 gelang es dem Gros der St\u00e4dte somit nicht, auf die erh\u00f6hte Nachfrage zu reagieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"519\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-1-1024x519.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9894\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-1-1024x519.png 1024w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-1-300x152.png 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-1-768x389.png 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-1-1536x779.png 1536w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-1-928x470.png 928w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-1-600x304.png 600w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-1.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abbildung 1:&nbsp;Angebots- und Nachfrageindikatoren in absoluten Zahlen pro Jahr&nbsp;in&nbsp;zwei Zweitperioden. Quellen:&nbsp;InfoPro&nbsp;Digital Schweiz GmbH,&nbsp;Bundesamt f\u00fcr Statistik (BfS).&nbsp;<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Aggregat aller St\u00e4dte ausser Z\u00fcrich ist der Wohnraum dennoch heute weniger knapp als die mediale und politische Diskussion vermuten l\u00e4sst. Jedoch hat ein schleichender Prozess der Verknappung eingesetzt, der die abnehmende Verf\u00fcgbarkeit von Wohnraum in St\u00e4dten durchaus noch versch\u00e4rfen d\u00fcrfte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unterschiede im Zeitverlauf<\/h2>\n\n\n\n<p>Abbildung 2 zeigt diesen Prozess anhand aller St\u00e4dte ausser Z\u00fcrich im Zeitverlauf. Die rote Linie zeigt die Differenz aus neuen Wohnungen und neuen Haushalten. Von 2016 bis 2018 entstanden tendenziell zu viele Wohnungen. In diesem Zeitraum stagnierten die Angebotsmieten beziehungsweise stiegen nur geringf\u00fcgig weiter, w\u00e4hrend die Altbestandesmieten leicht r\u00fcckl\u00e4ufig waren beziehungsweise stagnierten (Lennartz &amp; Lareida, 2024). Die Leerst\u00e4nde kletterten 2019 und 2020 auf die h\u00f6chsten Werte. Von 2019 bis 2022 war die Relation ausgeglichen und auch leere Wohnungen f\u00fcllten sich langsam wieder. Seit 2023 ist die Relation negativ, das heisst es entstehen mehr Haushalte als Wohnungen. Die st\u00e4rkere Entwicklung neuer Haushalte gegen\u00fcber neuer Wohnungen reduziert die Leerst\u00e4nde st\u00e4rker. Diese Relation, interpretierbar als Verf\u00fcgbarkeit neuer Wohnungen, liegt damit wieder auf dem Niveau von 2016. Zwei Situationen unterscheiden sich aktuell jedoch entscheidend von 2016.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"524\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-2-1024x524.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9895\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-2-1024x524.png 1024w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-2-300x153.png 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-2-768x393.png 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-2-1536x785.png 1536w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-2-928x474.png 928w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-2-600x307.png 600w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-2.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abbildung 2: Alle Schweizer St\u00e4dte ohne Z\u00fcrich. Angebots- und Nachfrageindikatoren in absoluten Zahlen pro Jahr. Quellen: InfoPro Digital Schweiz GmbH, Bundesamt f\u00fcr Statistik (BfS).<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unterschied 1: Reduzierter Leerstand<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Erstens stehen aktuell in allen Schweizer St\u00e4dten 16 % weniger leere Wohnungen als Reserve zur Verf\u00fcgung als 2016. Mit sinkender Leerwohnungsziffer stellt sich zunehmend die Frage, welcher Teil des ausgewiesenen Leerstands den Wohnungssuchenden tats\u00e4chlich als bedarfsgerechtes Angebot zur Verf\u00fcgung steht. Die Leerwohnungsziffer des BfS ist ein wichtiger amtlicher Indikator zur Beurteilung der Anspannung auf dem Wohnungsmarkt. Bei ihrer Interpretation sind jedoch zwei wesentliche Einschr\u00e4nkungen zu ber\u00fccksichtigen: ihre begrenzte Aussagekraft \u00fcber die tats\u00e4chliche Verf\u00fcgbarkeit von Wohnungen sowie die methodisch eingeschr\u00e4nkte Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen Gemeinden und \u00fcber die Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Leerwohnungsziffer des BFS zeigt, wie viele bewohnbare und am Markt angebotene Wohnungen am Stichtag des 1. Juni leer stehen (zur dauernden Miete oder zum Kauf). Sie erlaubt jedoch keine unmittelbare Aussage dar\u00fcber, welcher Teil dieses Bestands den Wohnungssuchenden tats\u00e4chlich als geeignetes Angebot zur Verf\u00fcgung steht. In einem angespannten Wohnungsmarkt werden leicht vermietbare Wohnungen h\u00e4ufig rasch vergeben und erscheinen deshalb am Stichtag seltener als Objekte, die \u00fcber l\u00e4ngere Zeit leer stehen. Der ausgewiesene Leerwohnungsbestand kann dadurch l\u00e4ngerfristig schwer vermittelbare Wohnungen \u00fcberproportional enthalten. Die Zahl der f\u00fcr einen bestimmten Haushalt hinsichtlich Preis, Lage, Gr\u00f6sse und Qualit\u00e4t geeigneten Wohnungen kann daher st\u00e4rker zur\u00fcckgehen, als es die Entwicklung der Leerwohnungsziffer vermuten l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Einordnung wird durch eine gemeinsame <a href=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/misc\/de\/mitteilungsarchiv\/medienmitteilungen\/2012\/08\/120822a2.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/misc\/de\/mitteilungsarchiv\/medienmitteilungen\/2012\/08\/120822a2.html\">Medienmitteilung <\/a>des Statistischen Amts des Kantons Z\u00fcrich und von Statistik Stadt Z\u00fcrich aus dem Jahr 2012 gest\u00fctzt. Darin wird festgehalten, dass sich die Resultate der Leerwohnungsz\u00e4hlung auf denjenigen Teil des Wohnungsangebots beziehen, der nicht sofort von der Nachfrage absorbiert wird, beispielsweise \u00e4ltere oder in ung\u00fcnstigen Lagen gelegene Wohnungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Raiffeisen Economic Research spricht in der <a href=\"https:\/\/www.raiffeisen.ch\/content\/dam\/www\/rch\/privatkunden\/wohnen-und-hypotheken\/kampagnen\/2024\/immobilienstudie\/3q24\/de-pdf-immostudie-3q24_chl.pdf\">Studie Immobilien Schweiz, 3. Quartal 2024<\/a> von einem &#171;Sockelleerstand unvermittelbarer Wohnungen&#187;. Demnach k\u00f6nne die Leerstandsquote bei fortschreitender Wohnungsknappheit ab einem gewissen Niveau kaum weiter sinken, weil ein Restbestand an Wohnungen bestehen bleibe, die sich nur schwer oder gar nicht vermitteln lassen. Dazu z\u00e4hlt Raiffeisen insbesondere Wohnungen in strukturschwachen Regionen sowie Wohnungen mit offensichtlichen M\u00e4ngeln.<\/p>\n\n\n\n<p>St\u00e4dte mit vielen nicht marktgerechten oder qualitativ mangelhaften Wohnungen k\u00f6nnen somit auch bei relativ h\u00f6heren Leerstandsziffern von Wohnungsknappheit betroffen sein. St\u00e4dte mit hoher Kongruenz zwischen Angebot und Nachfrage und weniger M\u00e4ngeln im Bestand k\u00f6nnen hingegen auch bei tiefen Leerstandsziffern noch gut funktionieren. Das BFS legt in seiner <a href=\"https:\/\/dam-api.bfs.admin.ch\/hub\/api\/dam\/assets\/30970520\/master\">Wegleitung zur Leerwohnungsz\u00e4hlung<\/a> f\u00fcr durchf\u00fchrende Stellen fest, welche Wohnungen als leer gelten und welche Leerwohnungen nicht mitgez\u00e4hlt werden. Damit bestehen schweizweit einheitliche Definitionen und ein gemeinsamer Stichtag. Die konkrete Methode, mit der die Gemeinden nach Leerwohnungen suchen und deren Status \u00fcberpr\u00fcfen, ist jedoch nicht vollst\u00e4ndig vereinheitlicht. Die BFS-Wegleitung nennt daf\u00fcr verschiedene m\u00f6gliche Informationsquellen und verlangt dabei den Einbezug mehrerer Quellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nachdem, welche Quellen eine Gemeinde verwendet, wie aktuell diese sind und wie umfassend die Ergebnisse \u00fcberpr\u00fcft werden, kann die Wahrscheinlichkeit unterschiedlich sein, dass eine leer stehende Wohnung erkannt wird. Gleichzeitig k\u00f6nnen Wohnungen irrt\u00fcmlich als leer klassifiziert werden, obwohl sie die Voraussetzungen der Statistik nicht erf\u00fcllen. Wie im etwas \u00e4lteren <a href=\"https:\/\/www.bwo.admin.ch\/dam\/de\/sd-web\/v-uZMMdmYe1m\/leerwohnungszaehlungaktuellesituationaussagekraftundzukuenftigee.pdf\">Informationsmagazin des BFS aus dem Jahr 2011<\/a> offengelegt wird, stellte eine im Auftrag von BFS und BWO durchgef\u00fchrte Qualit\u00e4tspr\u00fcfung beide Arten von Fehlklassifikationen fest: Tats\u00e4chlich leere Wohnungen wurden teilweise nicht identifiziert, w\u00e4hrend andere Wohnungen f\u00e4lschlicherweise als leer erfasst wurden. Die absoluten Leerwohnungszahlen m\u00fcssen deshalb nicht in jedem Fall der tats\u00e4chlichen Situation entsprechen. Bei \u00fcber die Zeit gleichbleibender Erhebungsmethode kann die Leerwohnungsziffer Entwicklungen dennoch abbilden, jedoch bleiben die genannten Einschr\u00e4nkungen hinsichtlich der absoluten Werte weiterhin bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erfahrungen der Kantone veranschaulichen die Probleme. Bei der Leerwohnungsz\u00e4hlung 2019 im <a href=\"https:\/\/zg.ch\/de\/news\/2020\/October\/kanton-zug-weiterhin-mit-tiefer-leerwohnungsziffer\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kanton Zug<\/a> traten zwischen den Gemeinden wenig plausible Unterschiede auf. Mehrere Gemeinden meldeten keine einzige leerstehende Wohnung. Eine andere Gemeinde dagegen wies einen Leerwohnungsanteil von \u00fcber f\u00fcnf Prozent aus, bei einem kantonalen Durchschnitt von lediglich 0.4 %. Diese Auff\u00e4lligkeiten veranlassten den Kanton, die Erhebungsverfahren gemeinsam mit den Gemeinden zu \u00fcberpr\u00fcfen und zu harmonisieren. Ab 2020 wurden die Angebote der 17 gr\u00f6ssten Schweizer Online-Immobilienplattformen als gemeinsame Datengrundlage verwendet und anschliessend von den Gemeinden auf ihre Plausibilit\u00e4t gepr\u00fcft. Im Zuge dieser Umstellung stieg die ausgewiesene kantonale Leerwohnungsziffer von rund 0.4 auf 0.7 %. Der Kanton hielt jedoch fest, dass dieser Anstieg zumindest teilweise auf die ver\u00e4nderte Erhebungsmethode zur\u00fcckzuf\u00fchren war. Ohne die Harmonisierung w\u00e4re die Ziffer nach kantonalen Berechnungen lediglich von 0.41 auf ungef\u00e4hr 0.5 %gestiegen. Die neue Methodik f\u00fchrte gem\u00e4ss Kanton zu einem leichten Bruch in der Erhebungsreihe. Der h\u00f6here Wert war somit zumindest teilweise methodisch bedingt. Gemeinden und Kanton gingen zugleich davon aus, nun \u00fcber eine zuverl\u00e4ssigere und einheitlichere Datenbasis zu verf\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der <a href=\"https:\/\/www.zh.ch\/de\/planen-bauen\/raumplanung\/immobilienmarkt\/leerwohnungen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kanton Z\u00fcrich<\/a> thematisiert die Vergleichbarkeit der kommunalen Leerwohnungszahlen ausdr\u00fccklich. Er weist darauf hin, dass die Gemeinden unterschiedliche Methoden oder Methodenkombinationen einsetzen und ihre Erhebungsmethode teilweise anpassen. Neben methodischen Unterschieden k\u00f6nnen insbesondere in kleinen Gemeinden auch Neubauprojekte zu starken j\u00e4hrlichen Schwankungen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein aktueller <a href=\"https:\/\/www.vd.ch\/fileadmin\/user_upload\/organisation\/gc\/fichiers_pdf\/2022-2027\/26_PAR_2_RC.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bericht der Gesch\u00e4ftspr\u00fcfungskommission des Kantons Waadt<\/a> zeigt, dass die Gemeinden f\u00fcr die Erhebung verschiedene Datenquellen kombinieren und jeweils eine eigene Analyse durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Die Kommission stellt fest, dass keine einheitliche und zuverl\u00e4ssige Methode zur Berechnung der Leerwohnungsziffer bestehe und die Erhebung weitgehend auf deklaratorischen Angaben beruhe. Sie fordert deshalb Massnahmen zur Verbesserung der Zuverl\u00e4ssigkeit, Unabh\u00e4ngigkeit und \u00dcberpr\u00fcfbarkeit der Datenerhebung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unterschied 2: Strukturell ver\u00e4nderte und verteuerte Neubauplanung<\/h3>\n\n\n\n<p>Zweitens ist die Neubauplanung heute trotz tempor\u00e4rer Schwankungen strukturell schw\u00e4cher etwas als vor 2020. Auf Basis des ersten Halbjahres hochgerechnet k\u00f6nnte die Anzahl neu geplanter Wohnungen (Neubauprojekte) in Baugesuchen sogar 14 % unter dem langj\u00e4hrigen Mittel von 2016-2025 liegen. Eine aktuell graduelle Verknappung trifft somit auf schwache st\u00e4dtische Neubauaktivit\u00e4t der kommenden zwei bis drei Jahre. Gemildert wird diese Entwicklung durch immer mehr Wohnungen, die durch Erweiterungen oder Grundrissver\u00e4nderungen im Bestand entstehen und tempor\u00e4rer Schwankungen. Ganz kompensieren kann diese Entwicklung im Bestand und die kurzfristigen Anstiege den schwachen Neubau aber nicht. Eine \u00dcberraschung und eine unerwartet gegens\u00e4tzliche Entwicklung bietet die Stadt Z\u00fcrich aktuell: 80 % des langj\u00e4hrigen Jahresmittels (2016-2025) neu geplanter Wohnungen wurde bereits im ersten Halbjahr 2026 eingegeben. Damit hebt sich Z\u00fcrich, die Stadt, die am h\u00e4ufigsten im Zentrum der Knappheitsdiskussion steht, mit neuen Angeboten am st\u00e4rksten vom Gros der Schweizer St\u00e4dte ab. Da Z\u00fcrich in der Gesamtschau mengenm\u00e4ssig jedoch eine untergeordnete Rolle spielt kommt es jetzt darauf an, auch in der st\u00e4dtischen Breite der schleichenden Verknappung entgegenzuwirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist eine anhaltend starke Nachfrage nach st\u00e4dtischem Wohnraum eine Grundannahme. Denn St\u00e4dte sind erstens attraktiv, was auch ohne starke Zuwanderung eine Binnenmigration ausl\u00f6st. Zweitens ver\u00e4ndert sich die Struktur privater Haushalte. Von 2000 bis 2025 wuchs die Bev\u00f6lkerung um 26 %, die Zahl der Privathaushalte aber um 31.6 %. Der Wohnungsmarkt ist damit nicht nur mit einer wachsenden Bev\u00f6lkerung konfrontiert, sondern mit einer wachsenden Zahl kleinerer Haushalte. Diese Singularisierung, in St\u00e4dten besonders stark ausgepr\u00e4gt, erh\u00f6ht die Nachfrage nicht nur, sondern d\u00fcrfte diese auch strukturell ver\u00e4ndern, da kleinere Haushalte oft andere Wohnungen ben\u00f6tigen als gr\u00f6ssere.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Angebot h\u00e4lt damit nicht Schritt: 2024 waren nur 18.4 % aller Schweizer Wohneinheiten kleiner als 60 m\u00b2. Fehlen passende kleinere Wohnungen, weichen kleine Haushalte auf gr\u00f6ssere Wohnungen aus, die dadurch f\u00fcr gr\u00f6ssere Haushalte nicht mehr verf\u00fcgbar sind. Potenziell verst\u00e4rkt wird dieser Effekt durch den Lock-In-Effekt: Ein Wechsel in eine passende, kleinere Wohnung lohnt sich f\u00fcr Bestandsmieter in langen Mietverh\u00e4ltnissen aufgrund der Mietzinsdifferenz h\u00e4ufig nicht. Die Knappheit k\u00f6nnte damit nicht nur die Anzahl Wohnungen, sondern die Struktur des Bestands betreffen, und durch fehlende Umzugsanreize zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel aus der Stadt Luzern verdeutlicht diese Problematik: Dort leben 33 % der Haushalte zu zweit in einer Wohnung. Eine Dreizimmerwohnung f\u00fcr CHF 2&#8217;000 k\u00f6nnen sich 85 % der Zweipersonenhaushalte leisten, weil sie doppelt verdienen (Abbildung 3) und sie d\u00fcrften auch f\u00fcndig werden: 33 % des Luzerner Wohnungsbestandes entsprechen dieser Gr\u00f6sse.<\/p>\n\n\n\n<p>44 % der Luzerner Haushalte leben aber alleine mit einem Einkommen und nur 40 % dieser Einpersonenhaushalte k\u00f6nnen sich die Dreizimmerwohnung zu CHF 2&#8217;000 leisten (Abbildung 3). Um ebenfalls 85 % zu erreichen, wie die Doppelverdienerhaushalte, br\u00e4uchten sie kleinere Wohnungen, die maximal CHF 1&#8217;100 kosten. Doch die gibt es kaum \u2013 weder preisg\u00fcnstig noch zu Marktkonditionen, denn 40 % der Singlehaushalte stehen nur 16 % des Bestandes in Form von Zweizimmerwohnungen gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"874\" height=\"650\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9896\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-3.png 874w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-3-300x223.png 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-3-768x571.png 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-3-600x446.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 874px) 100vw, 874px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abbildung 3: Leistbarkeitskurve in der Stadt Luzern. Quelle: nachfragemonitor.ch; WohnKompass Gemeinde<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese Beispiele f\u00fchren zu den st\u00e4dtischen Herausforderungen, Bestand strukturell, qualitativ und quantitativ \u00fcberhaupt weiterentwickeln zu k\u00f6nnen. Regulatorisch und mangels Bauland sinkt die Angebotselastizit\u00e4t. Sind M\u00f6glichkeiten gegeben, stehen die steigenden Kosten oftmals im Wege. Die Kombination aus Planungs-, Bewilligungs-, Erstellungs- und Landkosten f\u00fchrt zu teuren Angeboten mit erh\u00f6hten Vermietumgsrisiken. Abbildung 4 zeigt die wesentliche Ver\u00e4nderung von Planungs- und Erstellungskosten (ohne Land) vor und nach 2020. Die in Baugesuchen gesch\u00e4tzten St\u00fcckkosten von Wohnungen in Mehrfamilienh\u00e4usern sind deutlich angestiegen. Die offiziellen Kostenindizes folgten mit etwas Verz\u00f6gerung. Heute verharren die Kosten auf hohem Niveau. Mit Ressourcenknappheit, \u00d6lpreiseinfluss und weiteren Auflagen werden sich Kosten mittelfristig kaum wieder senken lassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-4.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"525\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-4-1024x525.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9897\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-4-1024x525.png 1024w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-4-300x154.png 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-4-768x394.png 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-4-1536x788.png 1536w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-4-928x476.png 928w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-4-600x308.png 600w, https:\/\/hub.hslu.ch\/immobilienblog\/wp-content\/blogs.dir\/443\/files\/sites\/9\/2026\/08\/Abbildung-4.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abbildung 4: Kostenentwicklung im Wohnungs- und Hochbau. Quellen: InfoPro Digital GmbH; KBOB; BfS<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das liegt auch daran, dass sich Wohnbauprojekte seit 2020 deutlich ver\u00e4ndert haben. In St\u00e4dten werden aufgrund der Innenentwicklung pro Projekt heute 14 % weniger Wohnungen geplant als vor 2020. Die gleiche Menge Wohnungen muss somit \u00fcber mehr Projekte und Entwicklungen im Bestand produziert werden. Das reduziert Skaleneffekte und erschwert Kostensenkungen. Projekte scheitern immer \u00f6fter an diesen H\u00fcrden. Einsprachen, basidemokratische Abstimmungen und partizipative Planungsprozesse reduzieren die Planungssicherheit. Investitionen werden risikoreicher und die Kapitalkosten steigen zus\u00e4tzlich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>St\u00e4dte ben\u00f6tigen Flexibilit\u00e4t, um auf Ver\u00e4nderungen der Nachfrage reagieren zu k\u00f6nnen. Der raumplanerische Druck zur Innenentwicklung schr\u00e4nkt diese Flexibilit\u00e4t durch den Mangel an Fl\u00e4chen ein, erh\u00f6ht die Kosten und ver\u00e4ndert die Struktur der Projekte. Kleinteilige Wohnbauprojekte und komplizierte Erweiterungen reduzieren Skaleneffekte und Standardisierung. Der Widerstand der Bev\u00f6lkerung ist in dichten Gebieten h\u00f6her, was zur Ablehnung und Verz\u00f6gerung von Projekten, Risikozuschl\u00e4gen und erh\u00f6hten Kapitalkosten f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend St\u00e4dte wie Z\u00fcrich seit langem von Knappheit gekennzeichnet sind und sich aktuell sogar eine Entspannung abzeichnet, stehen andere und mengenm\u00e4ssig relevante St\u00e4dte erst am Anfang der strukturellen Knappheit, deren Messung aufgrund der Besonderheiten der Leerwohnungsz\u00e4hlung einen differenzierten Blick erfordert. Ein Gegensteuern d\u00fcrfte vielerorts m\u00f6glich sein, sofern die Kostenfolgen von Planungs- und Regulierungsvorgaben transparent diskutiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>So sind Wohnungen zum Beispiel auch deshalb teuer, weil sie raumplanerisch an den Orten mit der h\u00f6chsten Zahlungsbereitschaft entstehen sollen oder weil sie die h\u00f6chsten Standards der \u00f6kologischen Nachhaltigkeit erf\u00fcllen m\u00fcssen. Punktuelle Einzonung an Stadtr\u00e4ndern ohne Vernachl\u00e4ssigung der Innenentwicklung h\u00e4tte f\u00fcnf positive Effekte: (1) Tiefere Zahlungsbereitschaft und regulatorisch besser steuerbare Mietzinspotenziale senken die Landkosten und reduzieren den Subventionierungsaufwand f\u00fcr preisg\u00fcnstige Wohnungen. (2) Die Einzonung schafft neuen Wettbewerb zu bestehenden Grundeigent\u00fcmern und der Anreiz zur Baulandhortung sinkt. (3) Geringere bestehende Dichte reduziert den gesellschaftlichen Widerstand. (4) Auf der gr\u00fcnen Wiese ist ein h\u00f6heres Mass an Standardisierung in Planung und Bau m\u00f6glich. (5) Bessere Planbarkeit und tiefe Bewilligungsrisiken reduzieren die Kapitalkosten und machen die Projekte attraktiver f\u00fcr Pensionskassen und Anlagestiftungen. Mit einem verl\u00e4sslichen Regelwerk, das die Projektwirtschaftlichkeit ber\u00fccksichtigt und die Investoren vor Landkauf hinsichtlich Mietzinserwartungen in die Pflicht nimmt, liessen sich so auch mit privatem und institutionellen Kapital preisg\u00fcnstige Wohnungen erstellen. Kapital ist jedenfalls gegenw\u00e4rtig ausreichend verf\u00fcgbar. F\u00fcr st\u00e4dtisches Wachstum m\u00fcsste es nur an die richtigen Stellen gelenkt werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das k\u00f6nnte Sie ebenfalls interessieren:<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schweizer Bau- und Immobilienforum (BIF) 2026&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Fokusthema: St\u00e4dte entwickeln ohne Geld, Material und Land?<\/strong><br>Das Schweizer Bau- und Immobilienforum findet am Mittwoch, 11. November 2026 in Rotkreuz statt. Am Vormittag werden drei Workshops zum Thema&nbsp;<strong>\u00abSt\u00e4dte entwickeln ohne Geld, Material und Land?\u00bb<\/strong>&nbsp;im Innovationspark angeboten und am Nachmittag folgen darauf aufbauende Input-Referate an der HSLU, Suurstoffi 1.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Forum wird vom Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz (NNBS), sowie vom Institut f\u00fcr Finanzdienstleistungen (IFZ) und vom Institut f\u00fcr Geb\u00e4udetechnik und Energie (IGE) der Hochschule Luzern organisiert. Es findet dieses Jahr im Rahmen der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bwo.admin.ch\/de\/schweizer-wohntage\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schweizer Wohntage 2026<\/a>\u00a0statt.\u00a0<br><em>Weitere Informationen sowie Anmeldung finden Sie hier:<\/em> <a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/technik-architektur\/ueber-uns\/veranstaltungen\/2026\/11\/11\/schweizer-bau-und-immobilienforum-2026\/\">BIF 2026<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Aus-und Weiterbildungen an der HSLU &#8211; Wirtschaft, IFZ<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Entdecken Sie die&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/themen\/immobilien\/?sourceurl=\/immobilien\">Welt des Immobilienmanagements<\/a>&nbsp;und erfahren Sie alles Wissenswerte rund um den&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/weiterbildung\/mas\/ifz\/immobilienmanagement\/\">MAS Immobilienmanagement<\/a>&nbsp;und andere Angebote zum Thema&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/themen\/immobilien\/?sourceurl=\/immobilien\">Immobilien<\/a>. Gerne beantworten Ihnen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/ueber-uns\/personensuche\/person-detail-site\/?pid=248\">Prof. Dr. Markus Schmidiger<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/ueber-uns\/personensuche\/person-detail-site\/?pid=974\">Prof. Dr. John Davidson<\/a>&nbsp;vom&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/ueber-uns\/institute\/ifz\/?sourceurl=\/ifz\">IFZ<\/a>&nbsp;Ihre Fragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der neue&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/weiterbildung\/cas\/ifz\/real-estate-investment-management\/\">CAS Real Estate Investment Management<\/a>&nbsp;bef\u00e4higt Sie, erfolgreich in Immobilien zu investieren und Immobilienportfolien erfolgreich zu f\u00fchren. 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Studierende erhalten ein vertieftes Verst\u00e4ndnis \u00fcber immobilienwirtschaftliche Zusammenh\u00e4nge mit besonderem Schwerpunkt im Bereich Investment, Finanzierung, Projektentwicklung und Management. Gerne beantworten Ihnen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/ueber-uns\/personensuche\/person-detail-site\/?pid=2413\">Prof. Dr. Michael Tr\u00fcbestein<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/hochschule-luzern\/ueber-uns\/personensuche\/profile\/?pid=4982\">Prof. Dr. Daniel Steffen<\/a>&nbsp;vom&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/wirtschaft\/ueber-uns\/institute\/ifz\/?sourceurl=\/ifz\">IFZ<\/a>&nbsp;Ihre Fragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Literaturverzeichnis<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS). (o. D.). Leerwohnungsz\u00e4hlung \u2013 Wegleitung f\u00fcr durchf\u00fchrende Stellen (Gemeinden und Kantone). J\u00e4hrliche Z\u00e4hlung leer stehender Wohnungen. Neuch\u00e2tel: Bundesamt f\u00fcr Statistik. Abgerufen am 4. August 2026 von <a href=\"https:\/\/dam-api.bfs.admin.ch\/hub\/api\/dam\/assets\/30970520\/master\">https:\/\/dam-api.bfs.admin.ch\/hub\/api\/dam\/assets\/30970520\/master<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p>Commission de gestion du Grand Conseil du Canton de Vaud. (2026). Rapport de la commission charg\u00e9e de contr\u00f4ler la gestion du Conseil d&#8217;\u00c9tat du Canton de Vaud \u2013 Ann\u00e9e 2025 (26_PAR_2). Lausanne: Grand Conseil du Canton de Vaud. Abgerufen am 4. August 2026 von <a href=\"https:\/\/www.vd.ch\/fileadmin\/user_upload\/organisation\/gc\/fichiers_pdf\/2022-2027\/26_PAR_2_RC.pdf\">https:\/\/www.vd.ch\/fileadmin\/user_upload\/organisation\/gc\/fichiers_pdf\/2022-2027\/26_PAR_2_RC.pdf<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p>Enzler, C. (2011). Leerwohnungsz\u00e4hlung \u2013 Aktuelle Situation, Aussagekraft und zuk\u00fcnftige Erhebung. In  ValeurS. Bauen, Wohnen, Siedlungslandschaft Schweiz (Ausgabe 2\/2011, S. 18\u201319). Bundesamt f\u00fcr Statistik (Hrsg.), Neuch\u00e2tel. Abgerufen am 4. August 2026 von <a href=\"https:\/\/www.bwo.admin.ch\/dam\/de\/sd-web\/v-uZMMdmYe1m\/leerwohnungszaehlungaktuellesituationaussagekraftundzukuenftigee.pdf\">https:\/\/www.bwo.admin.ch\/dam\/de\/sd-web\/v-uZMMdmYe1m\/leerwohnungszaehlungaktuellesituationaussagekraftundzukuenftigee.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Fleury, M., Schwartz, F., &amp; Arapovic, D. (2024). Immobilien Schweiz \u2013 3. Quartal 2024: Einkommensquelle Eigenheim. Z\u00fcrich-Flughafen: Raiffeisen Schweiz Genossenschaft, Raiffeisen Economic Research. Abgerufen am 4. August 2026 von <a href=\"https:\/\/www.raiffeisen.ch\/content\/dam\/www\/rch\/privatkunden\/wohnen-und-hypotheken\/kampagnen\/2024\/immobilienstudie\/3q24\/de-pdf-immostudie-3q24_chl.pdf\">https:\/\/www.raiffeisen.ch\/content\/dam\/www\/rch\/privatkunden\/wohnen-und-hypotheken\/kampagnen\/2024\/immobilienstudie\/3q24\/de-pdf-immostudie-3q24_chl.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Kanton Zug, Baudirektion. (2020, 5. Oktober). Kanton Zug weiterhin mit tiefer Leerwohnungsziffer [Medienmitteilung]. Abgerufen am 4. August 2026 von <a href=\"https:\/\/zg.ch\/de\/news\/2020\/October\/kanton-zug-weiterhin-mit-tiefer-leerwohnungsziffer\">https:\/\/zg.ch\/de\/news\/2020\/October\/kanton-zug-weiterhin-mit-tiefer-leerwohnungsziffer<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Lennartz, B., &amp; Lareida, J. (2024). Eine Analyse der Entwicklung der Altbestandesmieten im Kontext etablierter Mietpreisindizes. Bern: Bundesamt f\u00fcr Wohnungswesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Stadt Z\u00fcrich. (2012, 22. August). Weniger leere Wohnungen im Kanton \u2013 moderater Anstieg in der Stadt. Ergebnisse der Leerwohnungsz\u00e4hlung im Kanton und in der Stadt Z\u00fcrich [Medienmitteilung].  Abgerufen am 4. August 2026 von <a href=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/misc\/de\/mitteilungsarchiv\/medienmitteilungen\/2012\/08\/120822a2.html\">https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/misc\/de\/mitteilungsarchiv\/medienmitteilungen\/2012\/08\/120822a2.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Statistisches Amt des Kantons Z\u00fcrich. (o. D.). Leerwohnungszahlen. Kanton Z\u00fcrich. Abgerufen am 4. August 2026 von <a href=\"https:\/\/www.zh.ch\/de\/planen-bauen\/raumplanung\/immobilienmarkt\/leerwohnungen.html\">https:\/\/www.zh.ch\/de\/planen-bauen\/raumplanung\/immobilienmarkt\/leerwohnungen.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die F\u00e4higkeit, flexibel auf konjunkturelle und strukturelle Ver\u00e4nderungen der Nachfrage zu reagieren, pr\u00e4gt st\u00e4dtische Wohnungsm\u00e4rkte. Zwei Faktoren schr\u00e4nken diese F\u00e4higkeit ein: Raumplanerischer Druck zur Innenentwicklung und basisdemokratischer Widerstand der Bev\u00f6lkerung. Die Stadt Z\u00fcrich ist diesbez\u00fcglich ein vielzitiertes Beispiel. Doch erstens spielt Z\u00fcrich in der landesweiten Wohnraumversorgung quantitativ eine kleine Rolle. Und zweitens zeichnet sich nach Jahren der Knappheit eine leichte Entspannung ab. Im Gros der St\u00e4dte beginnt die strukturelle Verknappung jedoch erst. Sie kommt schleichend. Um gegenzusteuern, wird mehr Transparenz der Folgekosten regulatorischer und planerischer Vorgaben ben\u00f6tigt, damit Projekte nicht an unrealistischen Erwartungen scheitern. 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