{"id":8268,"date":"2020-06-10T09:35:35","date_gmt":"2020-06-10T07:35:35","guid":{"rendered":"https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/?p=8268"},"modified":"2026-02-10T14:27:01","modified_gmt":"2026-02-10T13:27:01","slug":"corona-app-unter-der-juristischen-lupe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/corona-app-unter-der-juristischen-lupe\/","title":{"rendered":"Corona-App unter der juristischen Lupe"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n<p>By <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/hochschule-luzern\/ueber-uns\/personensuche\/profile\/?pid=126\" target=\"_blank\">Ueli&nbsp;Gr\u00fcter<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Demn\u00e4chst will&nbsp;der Bund die&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/bag\/de\/home\/krankheiten\/ausbrueche-epidemien-pandemien\/aktuelle-ausbrueche-epidemien\/novel-cov\/situation-schweiz-und-international.html#-329265180\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Swiss-Covid-Tracing-App<\/a>&nbsp;f\u00fcr die breite Bev\u00f6lkerung lancieren.&nbsp;Als Jurist, der sich mit&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/digilaw.ch\/\" target=\"_blank\">rechtlichen Aspekten der digitalen Welt<\/a>&nbsp;befasst,&nbsp;habe&nbsp;ich die&nbsp;App&nbsp;daher genauer unter die Lupe genommen. Dabei ist auch von Bedeutung, dass die&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/bag\/de\/home\/krankheiten\/ausbrueche-epidemien-pandemien\/aktuelle-ausbrueche-epidemien\/novel-cov\/situation-schweiz-und-international.html#1981486371\" target=\"_blank\">Fallzahlen der Neuinfektionen<\/a>&nbsp;in den letzten Wochen markant&nbsp;gesunken&nbsp;sind.&nbsp;Sollte sich diese positive Entwicklung in n\u00e4chster Zeit fortsetzen,&nbsp;k\u00f6nnte die Bereitschaft der Schweizer Bev\u00f6lkerung sinken,&nbsp;die&nbsp;Tracing-App&nbsp;anzuwenden. Das&nbsp;h\u00e4tte juristische Einschr\u00e4nkungen zur Folge, die der App einen Riegel schieben k\u00f6nnten (mehr dazu weiter unten&nbsp;unter dem Zwischentitel \u00abJuristische Bewertung der Swiss-Covid-App\u00bb).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz ist davon auszugehen, dass&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/COVID-19\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Covid-19<\/a>&nbsp;nicht der letzte Virus gewesen ist, der uns bedroht. Es macht also durchaus Sinn, die&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;zu testen und zu pr\u00fcfen, ob&nbsp;sie&nbsp;die&nbsp;<a href=\"https:\/\/digilaw.ch\/06-data-protection-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Prinzipien des Datenschutzes<\/a>&nbsp;erf\u00fcllt.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rechtli<\/strong><strong>che Grundlage: Relativ enger Schutz der Pers\u00f6nlichkeit<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Am 13. Mai 2020 hat der Bundesrat eine&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/20201378\/index.html\" target=\"_blank\">Verordnung \u00fcber den Pilotversuch mit der SwissCovid App<\/a>&nbsp;erlassen. Darin umschreibt&nbsp;er die Rahmenbedingungen, insbesondere zum Schutz der Pers\u00f6nlichkeit, relativ eng.&nbsp;Zudem st\u00fctzt sich der Betrieb&nbsp;der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;&nbsp;w\u00e4hrend&nbsp;des Pilotversuchs auf&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/19920153\/index.html#a17a\" target=\"_blank\">Art. 17a Datenschutzgesetz (DSG)<\/a>&nbsp;und das&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/20071012\/index.html\" target=\"_blank\">Epidemiengesetz (EpG)<\/a>.&nbsp;In einem&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;ved=2ahUKEwj_rKeEwePpAhVM_qQKHRVLAvUQFjAAegQIARAB&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.bag.admin.ch%2Fdam%2Fbag%2Fde%2Fdokumente%2Fcc%2Fkom%2Fcovid-19-faktenblatt-swiss-pt-app.pdf.download.pdf%2FBAG_Faktenblatt_Coronavirus_Swiss-PT-App.pdf&amp;usg=AOvVaw1a9djYrOpaMSLKPDmFEmgs\" target=\"_blank\">Faktenblatt<\/a>&nbsp;beschreibt das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit&nbsp;(BAG)&nbsp;die Funktionsweise der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;und publiziert dazu auch eine&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/bag\/de\/home\/krankheiten\/ausbrueche-epidemien-pandemien\/aktuelle-ausbrueche-epidemien\/novel-cov\/situation-schweiz-und-international\/datenschutzerklaerung-nutzungsbedingungen.html\" target=\"_blank\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> (siehe dazu auch meinen Folgebeitrag <a href=\"https:\/\/juristenfutter.ch\/2020\/06\/25\/parlament-ergaenzt-epidemiengesetz-mit-artikel-zum-corona-tracing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Parlament erg\u00e4nzt Epidemiengesetz mit Artikel zum Corona-Tracing<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So funktioniert die&nbsp;SwissCovid&nbsp;App<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;sendet&nbsp;\u00fcber Bluetooth verschl\u00fcsselte&nbsp;Identifizierungscodes&nbsp;in Form&nbsp;von sogenannten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pr%C3%BCfsumme\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00fcfsummen<\/a>&nbsp;aus. Das sind&nbsp;lange zuf\u00e4llige Zeichenketten. Wenn sich ein anderes Smartphone, auf dem dieselbe App installiert ist, f\u00fcr insgesamt mehr als 15 Minuten t\u00e4glich in weniger als zwei Metern Abstand befindet, tauschen die Ger\u00e4te ihre Pr\u00fcfsummen aus.&nbsp;Diese&nbsp;enthalten keine Informationen zur Person des&nbsp;App-Nutzenden, zum Standort oder&nbsp;verwendeten Ger\u00e4t.&nbsp;Hingegen registrieren die Ger\u00e4te die&nbsp;Signalst\u00e4rke&nbsp;des jeweils anderen Ger\u00e4ts,&nbsp;das&nbsp;Datum und&nbsp;die&nbsp;gesch\u00e4tzte Dauer der Ann\u00e4herung.&nbsp;So entsteht eine lokale Liste mit Pr\u00fcfsummen. Damit sind die epidemiologisch relevanten Begegnungen registriert.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als&nbsp;User&nbsp;oder Userin&nbsp;muss man weiter nichts unternehmen, als das Smartphone bei eingeschalteter Bluetooth-Funktion bei sich&nbsp;zu&nbsp;haben. Nach drei Wochen werden die Pr\u00fcfsummen automatisch wieder vom Ger\u00e4t gel\u00f6scht.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Freie Entscheidung nach Alarmierung<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wer als Userin oder User&nbsp;der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;positiv auf das Coronavirus getestet wird, erh\u00e4lt vom kantons\u00e4rztlichen Dienst einen sogenannten&nbsp;Covidcode.&nbsp;Damit&nbsp;kann er oder sie&nbsp;die Benachrichtigungsfunktion der App aktivieren.&nbsp;Ob&nbsp;Betroffene&nbsp;dies tun&nbsp;wollen&nbsp;oder nicht,&nbsp;k\u00f6nnen sie&nbsp;frei entscheiden.&nbsp;Solange eine verifizierte infizierte Person&nbsp;keine Meldung ausl\u00f6st,&nbsp;werden keine Daten&nbsp;auf den Server&nbsp;des BAG&nbsp;hochgeladen.&nbsp;Aktivieren Betroffene&nbsp;indes&nbsp;die Benachrichtigungsfunktion,&nbsp;wird&nbsp;ein \u00abtempor\u00e4rer Schl\u00fcssel\u00bb an den Server des BAG gesandt&nbsp;\u2013 so erfolgt eine anonyme Identifikation der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;der infizierten Person.&nbsp;Die Apps der \u00fcbrigen Userinnen und User&nbsp;fragen den Server regelm\u00e4ssig nach&nbsp;derartigen&nbsp;Identifikationen ab. Befindet sich&nbsp;dort&nbsp;eine Identifikation&nbsp;einer&nbsp;infizierten&nbsp;Person, mit&nbsp;der&nbsp;andere&nbsp;Userinnen oder User&nbsp;eine relevante&nbsp;Begegnung hatten, erhalten diese von ihrer eigenen App einen&nbsp;entsprechenden Alarm.&nbsp;Diese&nbsp;Information erfolgt&nbsp;wiederum&nbsp;anonym.&nbsp;In der Folge k\u00f6nnen sich die Alarmierten wiederum frei entscheiden, ob sie&nbsp;die daf\u00fcr vorgesehene&nbsp;Hotline anrufen&nbsp;und allf\u00e4llige&nbsp;weiteren Schritte&nbsp;abkl\u00e4ren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Falle einer Infektion eines&nbsp;Users&nbsp;oder einer Userin&nbsp;<strong>erfasst das BAG&nbsp;im Codeverwaltungssystem&nbsp;die&nbsp;folgenden&nbsp;Informationen:<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>den\u00a0Freischaltcode,\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>das\u00a0Datum, an dem die ersten Symptome aufgetreten sind,\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>das\u00a0Testdatum, (falls\u00a0die infizierte Person keine Symptome\u00a0hatte),\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>den\u00a0Zeitpunkt der Vernichtung dieser Daten.\u00a0Die Daten des Codeverwaltungssystems werden innert 24 Stunden nach ihrer Erfassung gel\u00f6scht.\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Garantie des BAG<\/strong><strong>:&nbsp;<\/strong><strong>k<\/strong><strong>eine zentrale Speicherung von pers\u00f6nlichen Daten<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das BAG versichert, es w\u00fcrden im Zusammenhang mit der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;keine pers\u00f6nlichen Daten oder Bewegungsdaten der App-User&nbsp;gesammelt. Ausserdem w\u00fcrden&nbsp;keine Daten bez\u00fcglich der beschriebenen Kontakte zentral gespeichert. Diese verblieben auf dem Smartphone. Es&nbsp;g\u00e4be&nbsp;auch keine Verbindung zwischen den ausgesandten Pr\u00fcfsummen und den&nbsp;Nutzenden&nbsp;der Ger\u00e4te.&nbsp;Der Einsatz des&nbsp;Systems&nbsp;sei&nbsp;auf die Dauer der Pandemie begrenzt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diese<\/strong><strong>&nbsp;Bundesorgane<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong><strong>und Partner stehen hinter der App<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das BAG weist zudem darauf hin, dass die Swiss-Covid-App&nbsp;vom&nbsp;Eidgen\u00f6ssischen&nbsp;Datenschutzbeauftragten,&nbsp;dem&nbsp;Nationalen&nbsp;Zentrum f\u00fcr Cybersicherheit und&nbsp;der&nbsp;Nationalen&nbsp;Ethikkommission&nbsp;gepr\u00fcft worden sei.&nbsp;Die App&nbsp;wird&nbsp;unterst\u00fctzt vom Bundesamt f\u00fcr Informatik und&nbsp;Telekommunikation (BIT)&nbsp;sowie&nbsp;von&nbsp;den beiden Eidgen\u00f6ssischen&nbsp;Technischen Hochschulen Z\u00fcrich und Lausanne. Entwickelt hat sie die&nbsp;Schweizer Firma&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.ubique.ch\/\" target=\"_blank\">Ubique<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dezentralisiertes System<\/strong><strong>&nbsp;schliesst zentrale Profilbildung aus<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Tracing-System&nbsp;ben\u00f6tigt eine Infrastruktur im Hintergrund.&nbsp;Daf\u00fcr werden zentralisierte oder dezentralisierte Systeme angewendet. Das bei der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;eingesetzte dezentralisierte System folgt dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/digilaw.ch\/prinzip-der-verhaeltnismaessigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">datenschutzrechtlichen Prinzip der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit<\/a>.&nbsp;Dabei&nbsp;verbleiben so viele Daten wie m\u00f6glich auf den Ger\u00e4ten der Userinnen und User.&nbsp;Daten \u00fcber stattgefundene Begegnungen werden zu&nbsp;keiner Zeit auf einem zentralen Server gesammelt. Ein Server existiert nur, um den&nbsp;Nutzenden der App zu&nbsp;erm\u00f6glichen,&nbsp;mit ihren eigenen Ger\u00e4ten festzustellen, ob es zu relevanten Begegnungen kam. Der Server&nbsp;nimmt keine Informationen auf, die Personen zugeordnet werden k\u00f6nnen. Er&nbsp;vergibt keine Identifikationscodes.&nbsp;Dadurch kann eine zentrale Profilbildung ausgeschlossen werden. Auch sind beim dezentralen&nbsp;Ansatz die Risiken von Zweck\u00e4nderungen und Angriffen auf den Server geringer.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Risikofolgeabsch\u00e4tzung&nbsp;<\/strong><strong>durch<\/strong><strong>&nbsp;externe<\/strong><strong>s<\/strong><strong>&nbsp;Beratungsunternehmen<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verantwortlichen der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;habe ein&nbsp;externes&nbsp;Beratungsunternehmen&nbsp;damit beauftragt, eine&nbsp;Risikofolgenabsch\u00e4tzung sowie einen&nbsp;Data&nbsp;Protection&nbsp;Impact Assessment Report&nbsp;zu erstellen.&nbsp;Basierend darauf&nbsp;kommt&nbsp;der&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.edoeb.admin.ch\/edoeb\/de\/home.html\" target=\"_blank\">Eidgen\u00f6ssische&nbsp;Datenschutzbeauftragte (ED\u00d6B)<\/a>&nbsp;zu folgendem&nbsp;Schluss: Die&nbsp;Applikation&nbsp;zeigt&nbsp;die f\u00fcr die Privatsph\u00e4re&nbsp;der&nbsp;Userinnen und User&nbsp;bestehenden Gefahren hinreichend auf. Sie begegnet diesen mit angemessenen&nbsp;Massnahmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Datenschutzbeauftragte<\/strong><strong>r&nbsp;<\/strong><strong>h\u00e4lt die App&nbsp;<\/strong><strong>f\u00fcr&nbsp;<\/strong><strong>datenschutzrechtlich zul\u00e4ssig<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4ss einer&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.edoeb.admin.ch\/dam\/edoeb\/de\/dokumente\/2020\/ED%C3%96B%2020200511%20an%20BAG.%20Stellungnahme%20nach%20Art.%2017a%20DSG%20zum%20Pilotversuch%20mit%20dem%20Swiss%20Proximity-Tracing-System%20(SPTS).pdf.download.pdf\/ED%C3%96B%2020200511%20an%20BAG.%20Stellungnahme%20nach%20Art.%2017a%20DSG%20zum%20Pilotversuch%20mit%20dem%20Swiss%20Proximity-Tracing-System%20(SPTS).pdf\" target=\"_blank\">Stellungnahme vom 11. Mai 2020<\/a>&nbsp;erachtet&nbsp;der Datenschutzbeauftragte den&nbsp;Versuchsbetrieb der App nach&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/19920153\/index.html#a17a\" target=\"_blank\">Art. 17a Datenschutzgesetz (DSG)<\/a>&nbsp;als&nbsp;datenschutzrechtlich&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.edoeb.admin.ch\/edoeb\/de\/home\/aktuell\/aktuell_news.html#-506833604\" target=\"_blank\">zul\u00e4ssig<\/a>.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/wp-content\/blogs.dir\/632\/files\/sites\/3\/DE_SWISSCOVID-APP-1024x512.jpg\" alt=\"Mit diesen Argumenten will das BAG die Schweizer Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Swiss-Covid-App gewinnen. (Bild: EDA).  \" class=\"wp-image-8270\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/wp-content\/blogs.dir\/632\/files\/sites\/3\/DE_SWISSCOVID-APP-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/wp-content\/blogs.dir\/632\/files\/sites\/3\/DE_SWISSCOVID-APP-300x150.jpg 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/wp-content\/blogs.dir\/632\/files\/sites\/3\/DE_SWISSCOVID-APP-768x384.jpg 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/wp-content\/blogs.dir\/632\/files\/sites\/3\/DE_SWISSCOVID-APP-1536x768.jpg 1536w, https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/wp-content\/blogs.dir\/632\/files\/sites\/3\/DE_SWISSCOVID-APP-928x464.jpg 928w, https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/wp-content\/blogs.dir\/632\/files\/sites\/3\/DE_SWISSCOVID-APP.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Mit diesen Argumenten will das BAG&nbsp;die&nbsp;Schweizer Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;gewinnen.&nbsp;(Bild:&nbsp;EDA).&nbsp;<\/em>&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Identifikation m\u00f6glich&nbsp;<\/strong><strong>aufgrund pers\u00f6nlicher Erinnerungen&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn das notabene dezentrale System der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;technisch anonym funktioniert, ist gem\u00e4ss einer Feststellung des&nbsp;Datensch\u00fctzers&nbsp;eine pers\u00f6nliche Identifikation von Betroffenen nicht auszuschliessen.&nbsp;So besteht eine Wahrscheinlichkeit, dass bei der Benachrichtigung eine m\u00f6glicherweise gef\u00e4hrdete Person aufgrund ihrer Erinnerung an ihre Sozialkontakte der letzten Tage allenfalls R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Identit\u00e4t der infizierten Person ziehen kann.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Juristische&nbsp;<\/strong><strong>Be<\/strong><strong>urteilung<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong><strong>der&nbsp;SwissCovid-<\/strong><strong>App<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der rechtlichen Beurteilung der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;geht es prim\u00e4r um datenschutzrechtliche&nbsp;Aspekte. Werden dabei die&nbsp;<a href=\"https:\/\/digilaw.ch\/06-data-protection-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Prinzipien des Datenschutzgesetzes (DSG)<\/a>&nbsp;eingehalten?&nbsp;Gem\u00e4ss&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/19920153\/index.html#a3\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 3&nbsp;lit. a&nbsp;DSG<\/a>&nbsp;fallen unter den Schutz des Datenschutzgesetzes lediglich Personendaten.&nbsp;Da das System der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;mindestens technisch v\u00f6llig anonym funktioniert, k\u00f6nnte man sich auf den Standpunkt stellen, dass das System per se nicht unter das Datenschutzgesetz f\u00e4llt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Swiss-Covid-App&nbsp;<\/strong><strong>untersteht trotz Anonymit\u00e4t dem Datenschutzgesetz<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant&nbsp;ist&nbsp;indes, dass der&nbsp;Datensch\u00fctzer&nbsp;in&nbsp;seiner&nbsp;Stellungnahme&nbsp;vom 11. Mai 2020&nbsp;zu einem anderen Schluss kommt: Darin schreibt er,&nbsp;dass es sich bei der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;um&nbsp;komplexe automatisierte Bearbeitungen&nbsp;grosser Mengen&nbsp;von Daten aus Smart-Device-Quellen der Bev\u00f6lkerung&nbsp;handelt, die mit Meldungen&nbsp;und Code-Generierungen schweigepflichtiger&nbsp;Medizinalpersonen&nbsp;erg\u00e4nzt werden. Aufgrund&nbsp;des Bezugs dieser Datenquellen auf Personen und deren Gesundheit w\u00fcrden&nbsp;auch der Personenbezug&nbsp;und die datenschutzrechtliche Sensibilit\u00e4t des Vorhabens als Ganzes offensichtlich.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Obgleich die&nbsp;Teilnehmenden&nbsp;nicht identifiziert werden d\u00fcrften, bleibe das System der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;namentlich mit&nbsp;Re-Identifikationsrisiken&nbsp;verbunden, denen mit technischen Vorkehrungen&nbsp;zum Schutz der Privatsph\u00e4re und informationeller&nbsp;Selbstbestimmung der Betroffenen entgegengetreten werden&nbsp;m\u00fcsse.&nbsp;&nbsp;Darum unterstellt der&nbsp;Datensch\u00fctzer das&nbsp;Projekt&nbsp;dem Datenschutzgesetz&nbsp;und pr\u00fcft die Einhaltung der entsprechenden Prinzipien.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ist die&nbsp;<\/strong><strong>rechtliche Grundlage<\/strong><strong>&nbsp;gegeben<\/strong><strong>?<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/19920153\/index.html#a13\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 13&nbsp;Abs. 1&nbsp;DSG<\/a>&nbsp;verlangt&nbsp;f\u00fcr die Erfassung und Bearbeitung von personenbezogenen Daten entweder die Einwilligung des Betroffenen, ein \u00fcberwiegendes privates oder \u00f6ffentliches Interesse oder eine gesetzliche Grundlage.&nbsp;Die Anwendung der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;ist freiwillig. Interessierte werden&nbsp;vom&nbsp;BAG umfassend informiert und k\u00f6nnen bei einer allf\u00e4lligen Aktivierung der App&nbsp;frei und explizit zustimmen, ob sie einen Alarm empfangen oder ausl\u00f6sen wollen.&nbsp;Zudem basiert der Betrieb der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;auf einer Bundesrats-Verordnung, die voraussichtlich im Juni 2020 durch&nbsp;eine Anpassung des&nbsp;Epidemiengesetzes&nbsp;(EpG)&nbsp;durch das Parlament&nbsp;abgel\u00f6st wird. Damit ist&nbsp;zweifelsohne eine gen\u00fcgende rechtliche Grundlage gegeben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Datenschutzbeauftragte geht in seiner Stellungnahme vom 11. Mai 2020 davon aus, dass beim Projekt der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;vor allem die datenschutzrechtlichen Prinzipien der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit, der Zweckgebundenheit sowie der Datensicherheit relevant sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brisante&nbsp;<\/strong><strong>Schlussfolgerung:&nbsp;<\/strong><strong>Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit<\/strong><strong>&nbsp;ist&nbsp;<\/strong><strong>noch zu kl\u00e4ren<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das&nbsp;<a href=\"https:\/\/digilaw.ch\/prinzip-der-verhaeltnismaessigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Prinzip der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit<\/a>&nbsp;gem\u00e4ss&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/19920153\/index.html#a4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 4&nbsp;Abs. 2&nbsp;DSG<\/a>&nbsp;verlangt, dass&nbsp;der Zweck f\u00fcr&nbsp;die Erfassung und Bearbeitung klar und transparent kommuniziert,&nbsp;<em>notwendig<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em>geeignet<\/em>&nbsp;ist.&nbsp;Wie bereits dargelegt,&nbsp;ist&nbsp;dies in vielen Aspekten&nbsp;der Fall.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hingegen gibt es beim Prinzip der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit&nbsp;einen bislang nicht&nbsp;beachteten brisanten juristischen Aspekt: Die&nbsp;Tracing-App&nbsp;erf\u00fcllt ihren&nbsp;Zweck nur dann, wenn&nbsp;sie&nbsp;mindestens 60&nbsp;Prozent&nbsp;der Bev\u00f6lkerung&nbsp;auf ihrem&nbsp;Smartphone aktivieren.&nbsp;Laut einer&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zhaw.ch\/de\/ueber-uns\/aktuell\/news\/detailansicht-news\/event-news\/viele-schweizer-fuerchten-ueberwachung-durch-contact-tracing-app\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">repr\u00e4sentativen Umfrage<\/a>&nbsp;der&nbsp;Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften ZHAW&nbsp;war&nbsp;diese Bereitschaft im April&nbsp;2020&nbsp;noch&nbsp;hoch: Damals w\u00e4ren&nbsp;60&nbsp;Prozent&nbsp;der befragten Personen&nbsp;bereit gewesen, die&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;anzuwenden.&nbsp;Zwischenzeitlich sind die&nbsp;Zahlen&nbsp;der Neuinfektionen&nbsp;stark&nbsp;gesunken. Sollte dieser&nbsp;Trend anhalten,&nbsp;k\u00f6nnte die Bereitschaft der&nbsp;Bev\u00f6lkerung&nbsp;abnehmen,&nbsp;die&nbsp;App&nbsp;zu nutzen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hier liegt der Knackpunkt:&nbsp;Bei einer&nbsp;Bereitschaft, die&nbsp;deutlich unter 60&nbsp;Prozent&nbsp;liegt, k\u00f6nnte die App ihren&nbsp;Zweck&nbsp;nicht mehr erf\u00fcllen \u2013 damit w\u00e4re&nbsp;der Einsatz der App im Sinne von Art. 4 Abs. 2 DSG nicht mehr verh\u00e4ltnism\u00e4ssig&nbsp;und&nbsp;geeignet.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Empfeh<\/strong><strong>lung zum Verzich<\/strong><strong>t \u2013 sofern&nbsp;<\/strong><strong>die<\/strong><strong>&nbsp;Bev\u00f6lkerung&nbsp;<\/strong><strong>abwinkt<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was also soll geschehen, falls sich im Rahmen des&nbsp;Pilot- oder Vollbetriebs abzeichnen sollte, dass&nbsp;die&nbsp;Applikation die in sie gesetzten Erwartungen nicht erf\u00fcllen kann? In&nbsp;diesem&nbsp;Fall empfiehlt der&nbsp;Datensch\u00fctzer&nbsp;dem&nbsp;BAG&nbsp;ausdr\u00fccklich, auf die Aufnahme des Vollbetriebs oder dessen Fortf\u00fchrung zu verzichten&nbsp;(sic!).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einhaltung des Prinzips der Zweckbindung<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das&nbsp;<a href=\"https:\/\/digilaw.ch\/prinzip-der-zweckbindung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Prinzip der Zweckbindung<\/a>&nbsp;nach&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/19920153\/index.html#a4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 4 Abs. 3 DSG<\/a>&nbsp;besagt, dass Daten nur zu dem Zweck verwendet werden d\u00fcrfen, der den Betroffenen bei deren Erhebung klar und transparent kommuniziert wurde.&nbsp;Das BAG zeigt in seiner Dokumentation ausf\u00fchrlich auf, dass die von den App-Usern erhobenen Daten, sogar anonymisiert, ausschliesslich&nbsp;f\u00fcr den Betrieb eines Tracing-Systems verwendet und lediglich an Partner \u00fcbermittelt werden, die das System notwendigerweise unterst\u00fctzen. Zudem werden die Daten nach dem notwendigen Gebrauch nach relativ kurzer Zeit gel\u00f6scht.&nbsp;Damit kann festgestellt werden, dass das datenschutzrechtliche Prinzip der Zweckbindung bei der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;mit grosser Wahrscheinlichkeit eingehalten wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einhaltung des Prinzips der Datensicherheit<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/19920153\/index.html#a7\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 7 DSG<\/a>&nbsp;m\u00fcssen&nbsp;Personendaten durch angemessene technische und&nbsp;organisatorische Massnahmen gegen unbefugtes Bearbeiten gesch\u00fctzt werden.&nbsp;Aus den Unterlagen&nbsp;des&nbsp;BAG&nbsp;und des&nbsp;Datensch\u00fctzers&nbsp;geht&nbsp;hervor, dass&nbsp;das Tracing-System der&nbsp;Swiss-Covid-App&nbsp;einer umfangreichen technischen und organisatorischen Pr\u00fcfung unterzogen&nbsp;wurde. Dazu geh\u00f6rt auch&nbsp;eine Risikofolgenabsch\u00e4tzung sowie ein Data&nbsp;Protection&nbsp;Impact Assessment Report.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Datensch\u00fctzer<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong><strong>h\u00e4lt die App per se&nbsp;<\/strong><strong>f\u00fcr&nbsp;<\/strong><strong>datenschutzfreundlich<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Schlussendlich hat der&nbsp;Datenschutzbeauftragte&nbsp;bei seiner Pr\u00fcfung des Systems festgestellt, dass dessen Architektur auch der unter der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wichtigen \u00abPrivacy&nbsp;by&nbsp;Design\u00bb folgt und&nbsp;somit per se datenschutzfreundlich ist.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Weitere Informationen des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit finden Sie unter dem Titel\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.newsd.admin.ch\/newsd\/message\/attachments\/61463.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>\u00abTracing App des Bundes\u00bb Wissen, Einstellungen, Erkl\u00e4rungsfaktoren Studienbericht zur Bev\u00f6lkerungsbefragung<\/em><\/a><em>.<\/em><em>\u00a0<\/em><em>Unter diesem\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/dam\/bag\/de\/dokumente\/cc\/kom\/covid-19-faq-tracing-app.pdf.download.pdf\/200513_BAG_FAQ_SwissCovid_App.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Li<\/em><em>n<\/em><em>k<\/em><\/a><em>\u00a0beantwortet das BAG h\u00e4ufig gestellte Fragen zur\u00a0SwissCovid\u00a0App.<\/em>\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li><em>Unter folgenden Links werden die\u00a0<\/em><em>Swiss-Covid-App\u00a0<\/em><em>und deren Grundlagen ausf\u00fchrlich dokumentiert:\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/github.com\/DP-3T\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>https:\/\/github.com\/DP-3T\/<\/em><\/a><em>,\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/github.com\/DP-3T\/documents\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>https:\/\/github.com\/DP-3T\/documents<\/em><\/a><em>,\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/github.com\/admin-ch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>https:\/\/github.com\/admin-ch<\/em><\/a><em>.\u00a0<\/em>\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"blue-box\">\n\t<div class=\"row\">\n\t\t<div class=\"col-md-12\">\n\t\t\t<p><strong>Innert 5 Tagen knapp eine Million Nutzende&nbsp; <\/strong><\/p>\n<p>Dieser Blogbeitrag wurde am 10. Juni ver\u00f6ffentlicht. Die SwissCovid-App ist seit dem 25. Juni verf\u00fcgbar. Innert der ersten f\u00fcnf Tage haben \u00fcber 1,2 Millionen Menschen die App heruntergeladen. Seitdem hat sie <a href=\"https:\/\/www.experimental.bfs.admin.ch\/expstat\/de\/home\/innovative-methoden\/swisscovid-app-monitoring.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr als 915&nbsp;000 aktive Nutzerinnen und Nutzer<\/a> (Stand vom 30. Juni 2020).<\/p>\n<p>Mittlerweile ist unter Juristinnen und Juristen eine Kontroverse im Gang.&nbsp;Dabei geht es um die Frage, ab welchem Prozentsatz die App ihren Zweck und damit den datenschutzrechtlichen Grundsatz der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit erf\u00fcllt.&nbsp;Siehe dazu etwa diesen <a href=\"https:\/\/steigerlegal.ch\/2020\/06\/28\/swisscovid-app-60-prozent\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blogbeitrag<\/a>, der von einem \u00ab60-Prozent-Irrtum\u00bb spricht. Interessant betreffend der kritischen Masse ist auch eine <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/27\/corona-warn-app-kontaktverfolgung-ansteckungsgefahr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Grafik in der \u00abZeit\u00bb<\/a> (Quelle: Fachjournal \u00ab<a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1126\/science.abb6936\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Science<\/a>\u00bb), die aufzeigt, wie die digitale Kontaktverfolgung die Ausbreitung des Coronavirus eind\u00e4mmen kann.<\/p>\n<p>(Dieser Nachtrag wurde am 1. Juli 2020 verfasst)<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"blue-box\">\n\t<div class=\"row\">\n\t\t<div class=\"col-md-12\">\n\t\t\t<figure id=\"attachment_7426\" aria-describedby=\"caption-attachment-7426\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/wp-content\/blogs.dir\/632\/files\/sites\/3\/Ueli-Gr\u00fcter_Portr\u00e4t-e1582222006657.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-7426\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/wp-content\/blogs.dir\/632\/files\/sites\/3\/Ueli-Gr\u00fcter_Portr\u00e4t-e1582222006657-150x150.jpg\" alt=\"Ueli Gr\u00fcter\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7426\" class=\"wp-caption-text\">Ueli Gr\u00fcter<\/figcaption><\/figure>\n<p><b><span data-contrast=\"none\">Wachsamer<\/span><\/b><b><span data-contrast=\"none\">&nbsp;Datenschutz-Beobachter<\/span><\/b><span data-contrast=\"none\">:<\/span><span data-contrast=\"none\">&nbsp;<\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/ueli-grueter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">Ueli Gr\u00fcter<\/span><\/a><span data-contrast=\"none\">, LL.M., ist Rechtsanwalt und Dozent an der Hochschule Luzern. Dort leitet er unter anderem die Fachkurse im Bereich<\/span><span data-contrast=\"none\">&nbsp;<\/span><span data-contrast=\"none\">Digital Law &amp; Legal Tech<\/span><span data-contrast=\"none\">. Ueli Gr\u00fcter bloggt auf<\/span><span data-contrast=\"none\">&nbsp;<\/span><a href=\"http:\/\/www.digilaw.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">www.digilaw.ch<\/span><\/a><span data-contrast=\"none\">&nbsp;<\/span><span data-contrast=\"none\">und<\/span><span data-contrast=\"none\">&nbsp;<\/span><a href=\"http:\/\/www.juristenfutter.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">www.juristenfutter.ch<\/span><\/a>.<\/p>\n<p><b><span data-contrast=\"none\">Juristische Kompetenzen im digitalen Bereich:<\/span><\/b><span data-contrast=\"none\">&nbsp;<\/span><span data-contrast=\"none\">&nbsp;Erfolgreiche digitale Projekte basieren auf effizienter interdisziplin\u00e4rer&nbsp;<\/span><span data-contrast=\"auto\">Zusammenarbeit. Die<\/span><span data-contrast=\"auto\">&nbsp;<\/span><a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/informatik\/weiterbildung\/digital-value-creation\/fachkurse-digital-law-legal-tech\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">Fachkurse Digital Law &amp; Legal Tech<\/span><\/a><span data-contrast=\"none\">&nbsp;<\/span><span data-contrast=\"auto\">wurden speziell f\u00fcr Juristinnen und Juristen konzipiert. Die Kurse vermitteln technische Grundlagen und geben einen Einblick ins<\/span><span data-contrast=\"none\">&nbsp;Gesch\u00e4ftsfeld von&nbsp;Legal&nbsp;Technology.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;134233117&quot;:true,&quot;134233118&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:240}\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><b><span data-contrast=\"none\">Informiert bleiben<\/span><\/b><span data-contrast=\"none\">: Tipps, Trends und Neuigkeiten aus der Welt der Informatik, Portr\u00e4ts von Vordenkern, IT-Spezialistinnen und spannenden Menschen: Abonnieren Sie jetzt unseren<\/span><span data-contrast=\"none\">&nbsp;<\/span><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/informatik\/#newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">Informatik-Blog\u202f<\/span><\/a><span data-contrast=\"none\">&nbsp;<\/span><span data-contrast=\"none\">und bleiben Sie informiert.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;134233117&quot;:true,&quot;134233118&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:240}\">&nbsp;<\/span><\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Swiss-Covid-App gilt datenschutzrechtlich als zul\u00e4ssig. 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