{"id":5800,"date":"2023-06-01T04:30:00","date_gmt":"2023-06-01T02:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hub.hslu.ch\/management-and-law\/?p=5800"},"modified":"2026-02-04T15:13:27","modified_gmt":"2026-02-04T14:13:27","slug":"der-digitale-nachlass-in-der-praxis-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hub.hslu.ch\/management-and-law\/2023\/06\/01\/der-digitale-nachlass-in-der-praxis-teil-ii\/","title":{"rendered":"Der digitale Nachlass in der Praxis (Teil II)"},"content":{"rendered":"\n<p>Im <a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/management-and-law\/2023\/05\/25\/der-digitale-nachlass-in-der-praxis-teil-i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ersten Teil dieses zweiteilige Blog-Beitrags<\/a> wurden diese und weitere Fragen vertieft er\u00f6rtert. Der vorliegende zweite Teil leitet nun auf dieser Basis zentrale Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Praxis ab.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Handlungsempfehlungen<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die im Folgenden f\u00fcr die einzelnen betroffenen Parteien je separat dargestellten konkreten Handlungsanweisungen und Empfehlungen sollen sich m\u00f6glichst resilient auch gegen\u00fcber k\u00fcnftigen Entwicklungen (sei es durch den Gesetzgeber oder die Entwicklung im Online-Bereich sowie nat\u00fcrlich auch im pers\u00f6nlichen Umfeld) verhalten und so eine m\u00f6glichst grosse Planungssicherheit gew\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Erblasserinnen und Erblasser<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Erblasserinnen und Erblasser m\u00fcssen zu jedem Zeitpunkt durch organisatorische und technische Massnahmen sicherstellen, dass die Erbinnen und Erben \u00fcber die notwendigen Informationen und Zugangsdaten verf\u00fcgen. Dabei liegt es auf der Hand, dass eine zentrale (gleichzeitig aber auch entsprechend gesicherte) Aufbewahrung der Daten mit einem zentralen Zugriff \u00fcber eine vertrauensw\u00fcrdige Stelle bzw. Fachperson den Erblasserinnen und Erblasser viel Arbeit und Verantwortung abnehmen kann. Neben den im <a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/management-and-law\/2023\/05\/25\/der-digitale-nachlass-in-der-praxis-teil-i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ersten Teil dieses Blogbeitrags<\/a> erw\u00e4hnten Onlinediensten, die zwar professionell erscheinen, daf\u00fcr aber sehr unpers\u00f6nlich sind und denen man grunds\u00e4tzlich \u00abblind\u00bb vertrauen muss, bieten sich in diesem Rahmen insbesondere die seit jeher mit der Planung und Umsetzung des Nachlasses befassten Personen und Institutionen an, die nachfolgend kurz einzeln beleuchtet werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Notariat<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon im Rahmen der Nachlassplanung und erst recht bei der konkreten Errichtung von letztwilligen Verf\u00fcgungen oder Erbvertr\u00e4gen kann das Notariat \u2013 insbesondere in jenen Kantonen, wo diese Aufgabe durch private Notarinnen und Notare und nicht durch ein Amtsnotariat wahrgenommen wird (vgl. <a href=\"https:\/\/snv-fsn.ch\/das-notariat\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schweizer Notarenverband<\/a>) \u2013 viele dieser Planungs- und Koordinationsaufgaben \u00fcbernehmen. Zu denken ist hier nur schon einleitend an den Hinweis \u00fcberhaupt, dass die planende Erblasserin bzw. der planende Erblasser den digitalen Nachlass in die Planung miteinbezieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Konkret kann ein Notariat als zus\u00e4tzliche Dienstleistung neben der Nachlassplanung und der Erstellung von Urkunden auch die zentrale Speicherung und Verwaltung von sensiblen Daten einschliesslich Zugangsdaten etc. anbieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Da meist schon eine eigene, sichere IT-Infrastruktur vorhanden ist, kann durch relativ einfache Erg\u00e4nzungen ein solches Angebot schon auf Ebene einer kleinen Kanzlei oder B\u00fcrogemeinschaft zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Aus dem reichen Fundus von m\u00f6glichen L\u00f6sungen aus dem Open Source Bereich bieten sich hier in erster Linie eigene, private Cloud-Server auf der Basis von <a href=\"https:\/\/nextcloud.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nextcloud<\/a> an, die f\u00fcr s\u00e4mtliche Plattformen Clients zur Verf\u00fcgung stellen und somit den Kundinnen und Kunden einen einfachen Zugang zum Online-Speicher beim Notariat erm\u00f6glichen. Wird zus\u00e4tzlich auch ein Passwort-Safe (wie schon erw\u00e4hnt z.B. <a href=\"https:\/\/keepassxc.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">KeePassXC<\/a>) in diesem Online-Speicher beim Notariat abgelegt und parallel dem Notariat die Schl\u00fcsseldatei samt Masterpasswort \u00fcbergeben, ist damit nicht nur schon automatisch ein Backup f\u00fcr die von den Kundinnen und Kunden bei sich selbst gespeicherten Daten vorhanden, sondern auch der zentrale Zugriff auf die sensiblen Daten durch eine vertrauensw\u00fcrdige Person, die man pers\u00f6nlich kennt und der man auch entsprechend vertrauen kann, sichergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>In entsprechenden letztwilligen Verf\u00fcgungen oder Erbvertr\u00e4gen kann z.B. eine Formulierung aufgenommen werden, um die betroffenen Personen auf die Bedeutung ihrer lebzeitigen Handlungen und Organisation im Umgang mit digitalen Daten aufmerksam zu machen (vgl. dazu Beispiel einer Formulierung in Vorsorgeauftr\u00e4gen, nachfolgend im Exkurs zu den Vorsorgeauftr\u00e4gen).<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Willensvollstreckung<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon oben zum Notariat erw\u00e4hnt, k\u00f6nnen freischaffende Notarinnen und Notare den k\u00fcnftigen Erblasserinnen und Erblassern den Zusatznutzen bieten, dass sie nicht nur bei der Beratung und Abfassung der Urkunden im Rahmen der Nachlassplanung f\u00fcr sie da sind, sondern durch Einsetzung als Willensvollstreckerinnen oder Willensvollstrecker auch \u00ab\u00fcber den Tod hinaus\u00bb den Willen und die gemeinsam besprochene Planung der Erblasserinnen und Erblasser umsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier ist es nat\u00fcrlich von zentraler Bedeutung, dass die k\u00fcnftig mit der Willensvollstreckung betrauten Personen nach M\u00f6glichkeit schon zu Lebzeiten und laufend \u00fcber die wesentlichen Rahmenbedingungen, Speicherorte und Zugangsdaten zum dereinstigen digitalen Nachlass informiert und dokumentiert werden. Wie schon beim Notariat bietet sich insbesondere auch f\u00fcr Willensvollstreckerinnen und Willensvollstrecker als sinnvolle Zusatzdienstleistung an, die Speicherung digitaler Daten und die sichere Aufbewahrung von Zugangsdaten auf der eigenen IT-Infrastruktur zur Verf\u00fcgung zu stellen (vgl. oben unter Notariat).<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Aufbewahrungsstellen nach <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_504\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 504 ZGB<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_505\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 505 Abs. 2 ZGB<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_504\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 504 ZGB<\/a> haben die Kantone daf\u00fcr zu sorgen, dass die mit der Beurkundung betrauten Beamten die Verf\u00fcgungen im Original oder in einer Abschrift entweder selbst aufbewahren oder einer Amtsstelle zur Aufbewahrung \u00fcbergeben. F\u00fcr eigenh\u00e4ndige letztwillige Verf\u00fcgungen sieht <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_505\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 505 Abs. 2 ZGB<\/a> ebenso vor, dass die Kantone daf\u00fcr sorgen, dass solche Verf\u00fcgungen offen oder verschlossen einer Amtsstelle zur Aufbewahrung \u00fcbergeben werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit w\u00fcrde es sich grunds\u00e4tzlich auch anbieten, dass diese Aufbewahrungsstellen ebenfalls die sichere Aufbewahrung digitaler Daten sowie der daf\u00fcr notwendigen Zugangsdaten zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnten. Abgesehen davon, dass daf\u00fcr wohl in den meisten F\u00e4llen die notwendige IT-Infrastruktur (noch) nicht vorhanden sein d\u00fcrfte, ist die konkrete Ausgestaltung und damit auch das Ausmass der zur Verf\u00fcgung stehenden M\u00f6glichkeiten den Kantonen \u00fcberlassen, was f\u00f6deralistische L\u00f6sungen erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p>So sieht zum Beispiel der Kanton Luzern vor, dass das Teilungsamt der Gemeinde am Wohnsitz der verf\u00fcgenden Person f\u00fcr die Aufbewahrung der Verf\u00fcgungen von Todes wegen (<a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_504\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 504<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_505\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">505 ZGB<\/a>) zust\u00e4ndig ist (<a href=\"https:\/\/srl.lu.ch\/app\/de\/texts_of_law\/200\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00a7 9 Abs. 2 lit. b EG-ZGB, SRL Nr. 200<\/a>). Gest\u00fctzt darauf k\u00f6nnen im Kanton Luzern jegliche Verf\u00fcgungen von Todes wegen (teilweise gegen eine Geb\u00fchr) beim Teilungsamt am aktuellen Wohnsitz hinterlegt und damit auch sicher aufbewahrt werden. Im Todesfall erh\u00e4lt dieses Teilungsamt am letzten Wohnsitz der verstorbenen Person auch automatisch eine Mitteilung, weshalb so auch gew\u00e4hrleistet ist, dass die Verf\u00fcgungen von Todes wegen in jedem Fall er\u00f6ffnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kanton Z\u00fcrich befindet sich diese Stelle bei den staatlichen Notariaten. Diese gew\u00e4hrleisten eine sichere Aufbewahrung und sorgen im Todesfall auch daf\u00fcr, dass die Verf\u00fcgung von Todes wegen zur Er\u00f6ffnungsbeh\u00f6rde (Gericht) gelangt (vgl. <a href=\"https:\/\/www.zh.ch\/de\/politik-staat\/gesetze-beschluesse\/gesetzessammlung\/zhlex-ls\/erlass-211_1-2010_05_10-2011_01_01-113.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 28 Abs. 2 ZPO, \u00a7 137 lit. c GOG ZH<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.notariate-zh.ch\/deu\/notariat\/erbrecht\/testamentseroeffnung-shy-deposition\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Info der Notariate Z\u00fcrich<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine verbindliche Regelung m\u00fcssten aber die Kantone entsprechende Gesetze oder Verordnungen in Kraft setzen und die f\u00fcr die IT-Infrastruktur notwendigen Investitionen t\u00e4tigen, was wohl eher darauf hinauslaufen d\u00fcrfte, dass ein umfassendes Angebot zur sicheren Aufbewahrung des digitalen Nachlasses und der daf\u00fcr notwendigen Zugangsdaten durch staatliche Stellen in absehbarer Zeit nicht zur Verf\u00fcgung stehen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Immerhin bietet der Schweizer Notarenverband SNV ein zentrales Testamentenregister (ZTR) auf der Basis einer EDV-Anlage an. Dieses enth\u00e4lt Angaben zum Aufbewahrungsort von erbrechtlich relevanten \u00f6ffentlichen Urkunden und handschriftlichen Testamenten, die von Notariaten und Anwaltskanzleien in der Schweiz sowie von schweizerischen Amtsstellen\/Beh\u00f6rden angemeldet und aufbewahrt werden. Auf Anfrage erteilt das Testamentenregister im Todesfall Auskunft \u00fcber den Aufbewahrungsort von angemeldeten Verf\u00fcgungen. So kann der letzte Wille einer verstorbenen Person unter Umst\u00e4nden aufgefunden und vollzogen werden (vgl. <a href=\"https:\/\/snv-fsn.ch\/das-notariat\">Schweizer Notar<\/a><a href=\"https:\/\/snv-fsn.ch\/das-notariat\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">e<\/a><a href=\"https:\/\/snv-fsn.ch\/das-notariat\">nverband<\/a>). Eine Plattform f\u00fcr die gleichzeitige sichere Speicherung des digitalen Nachlasses sowie der daf\u00fcr notwendigen Zugangsdaten steht hier aber ebenfalls (noch) nicht zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Es bleibt zu hoffen, dass die \u00f6ffentliche Hand im Rahmen der Verpflichtungen, die aus <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_504\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 504<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_505\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art.&nbsp;505 Abs.&nbsp;2 ZGB<\/a> fliessen, k\u00fcnftig auch L\u00f6sungen f\u00fcr den sicheren Umgang mit dem digitalen Nachlass und den Zugangsdaten anbieten werden. F\u00fcr viele vorausplanende Personen w\u00e4re ein solches Angebot von unabh\u00e4ngiger staatlicher Seite w\u00fcnschenswert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Exkurs: Vorsorgeauftrag nach <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_360\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 360 ff. ZGB<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die bisherigen Ausf\u00fchrungen und Handlungsempfehlungen betrafen ausschliesslich die Regelungen und offenen Fragen beim Tod eines Erblassers oder einer Erblasserin.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute nimmt jedoch auch der Zeitraum bis zum Tod einer Person, in welchem sie aufgrund des hohen Alters oder wegen gesundheitlicher Einschr\u00e4nkungen nicht mehr in der Lage ist, selbst zu entscheiden und zu handeln, immer h\u00e4ufiger eine sehr wichtige Rolle ein und dauert oft Jahre. Auch in solchen Konstellationen, wenn ein Internetnutzer pl\u00f6tzlich etwa durch Krankheit oder Unfall gesch\u00e4ftsunf\u00e4hig wird, m\u00fcssen Angeh\u00f6rige und Gesch\u00e4ftspartner wissen, wie sie mit den digitalen Daten im Computer, den Webseiten, der E-Post usw. umzugehen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gesetzgeber hat auf diese Entwicklung in der Schweiz mit der Einf\u00fchrung des Vorsorgeauftrages nach <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_360\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 360 ff. ZGB<\/a> ab dem 1. Januar 2013 reagiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine handlungsf\u00e4hige Person kann nach diesen Bestimmungen eine nat\u00fcrliche oder juristische Person beauftragen, im Fall ihrer Urteilsunf\u00e4higkeit die Personensorge oder die Verm\u00f6genssorge zu \u00fcbernehmen oder sie im Rechtsverkehr zu vertreten. Auch Kombinationen dieser Bereiche sind zul\u00e4ssig und sinnvoll. Wichtig ist, dass die Aufgaben, die der beauftragten Person \u00fcbertragen werden sollen, genau umschrieben und auch Weisungen f\u00fcr die Erf\u00fcllung dieser Aufgaben erteilt werden (<a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_360\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 360 Abs. 2 ZGB<\/a>). F\u00fcr den Fall, dass die beauftragte Person f\u00fcr die Aufgaben nicht geeignet ist, den Auftrag nicht annimmt oder ihn k\u00fcndigt, k\u00f6nnen Ersatzverf\u00fcgungen getroffen werden (<a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_360\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 360 Abs. 3 ZGB<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Begriff: Digitaler Vorsorgeauftrag<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon beim Begriff des \u00abdigitalen Nachlasses\u00bb (vgl. Teil I dieses Blogbeitrags) wird auch hier unter dem Begriff des \u00abdigitalen Vorsorgeauftrages\u00bb nicht die digitale Abfassung eines Vorsorgeauftrages verstanden, sondern die Abfassung eines normalen Vorsorgeauftrages mit der ausdr\u00fccklichen Regelung, Umschreibung und Erteilung von Weisungen bez\u00fcglich digitaler Daten (und allenfalls auch digitaler Verm\u00f6genswerte) sowie (Online-)Konten und Zugangsdaten der betroffenen Person.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Vorsorgeauftrag kann im Eidgen\u00f6ssischen Zivilstandsregister (Infostar; \u00fcber das zust\u00e4ndige Zivilstandsamt) registriert oder als Teil des DOCUPASS-Dossiers bei Evita hinterlegt werden. Allerdings zeigt sich hier einmal mehr ein zentrales Risiko bei Onlinediensten: <a href=\"https:\/\/www.prosenectute.ch\/de\/dienstleistungen\/beratung\/docupass\/evita-Beendigung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">die Dienstleistung, den Docupass bei evita zu hinterlegen, wird laut Mitteilung der Pro Senectute per August 2023 eingestellt<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Flexibilisierung und Formvorschriften<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorsorgeauftrag ist nach <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_361\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 361 ZGB<\/a> entweder eigenh\u00e4ndig zu errichten oder \u00f6ffentlich zu beurkunden. Es empfiehlt sich, die vorsorgebeauftragten Personen in Abh\u00e4ngigkeit der zu umschreibenden Vorsorgebereiche (vgl. oben, <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de#art_360\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 360 Abs. 1 ZGB<\/a>) zu definieren und gleichzeitig auch Ersatzverf\u00fcgungen zu treffen, falls diese Personen einen solchen Auftrag nicht annehmen k\u00f6nnten oder m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Umschreibung der Aufgaben<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist Erwachsenen \u2013 egal welchen Alters \u2013 zu empfehlen, eine Vorsorgevollmacht zu erstellen, auch f\u00fcr den Fall, dass man handlungsunf\u00e4hig wird. Bei Handlungsunf\u00e4higkeit oder Tod k\u00f6nnen wichtige Gesch\u00e4fte im Gang sein (z.B. Versteigerungen, Bestellungen und E-Rechnungen auf dem E-Mail-Konto). Sowohl im privaten wie insbesondere auch im gesch\u00e4ftlichen Umfeld muss deshalb so gut wie m\u00f6glich daf\u00fcr gesorgt werden, dass im Falle der Handlungsunf\u00e4higkeit die Stellvertretung durch eine vorsorgebeauftragte Person funktionieren kann. Dies ist nur bei konsequenter Dokumentation und Sicherung der laufenden Gesch\u00e4fte samt aller dazu notwendigen Zugangsdaten zu gew\u00e4hrleisten, einschliesslich des Zugriffs auf allf\u00e4llige f\u00fcr die 2FA (Zwei-Faktor-Authentisierung) notwendigen Ger\u00e4te (Smartphone, YubiKey etc.; vgl. dazu das illustrative Beispiel im <a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/management-and-law\/2023\/05\/25\/der-digitale-nachlass-in-der-praxis-teil-i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ersten Teil dieses Blogbeitrags<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Wie f\u00fcr den Fall des digitalen Nachlasses sind deshalb auch beim Vorsorgeauftrag m\u00f6glichst alle relevanten Schritte zur Erlangung des Zugriffs festzuhalten und die f\u00fcr den Zugriff notwendigen Daten zu sichern. Im \u00dcbrigen kann auf das dort Dargelegte verwiesen werden (vgl. oben).<\/p>\n\n\n\n<p><em>Weisungen f\u00fcr die Erf\u00fcllung der Aufgaben<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Analog zu den vorg\u00e4ngig erl\u00e4uterten Weisungen an die Erben oder die Willensvollstreckung k\u00f6nnen auch beim Vorsorgeauftrag detaillierte Anweisungen und Handlungsvorgaben festgelegt werden.  Auch hier gilt es aber, das Augenmass zu wahren und nicht jedes kleinste Detail zu regeln, da der Handlungsspielraum der vorsorgebeauftragten Person(en) nicht unn\u00f6tig eingeschr\u00e4nkt werden sollte, um in jedem Fall ein Eingreifen der Erwachsenenschutzbeh\u00f6rde (KESB) vermeiden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>So ist insbesondere im Zusammenhang mit dem Umgang mit digitalen Daten eine klare Regelung sinnvoll, mit der die betroffene Person auf die Notwendigkeit und Bedeutung einer kontinuierlichen Verwaltung und Sicherung der digitalen Daten sowie insbesondere auch des sicheren Zugriffs auf diese Daten samt aller Passw\u00f6rter etc. aufmerksam gemacht wird. Eine solche Formulierung k\u00f6nnte wie folgt aussehen:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\"><em>\u00abDie beauftragte Person kann insbesondere auch s\u00e4mtliche digitalen Daten, die mir geh\u00f6ren oder auf meinen Namen registriert sind, im Rahmen dieses Vorsorgeauftrages verwenden und sich den Zugriff auf diese Daten einr\u00e4umen lassen, falls die Zugangsdaten (Benutzernamen und Passw\u00f6rter) nicht mehr vorhanden oder bekannt sein sollten; die jeweiligen Betreiber der digitalen Dienste entbinde ich ausdr\u00fccklich von allf\u00e4lligen Datenschutz- oder Sicherheitsverpflichtungen und weise diese an, gegen\u00fcber der beauftragten Person s\u00e4mtliche Zugangsdaten und in den Diensten vorhandene Daten offen zu legen;<strong> ich bem\u00fche mich, laufend s\u00e4mtliche Zugangsdaten sicher in einem Passwortsafe <\/strong>(KeePassXC [https:\/\/keepassxc.org] oder \u00e4hnlich) <strong>zu speichern und der beauftragten Person den Speicherort sowie auch das Masterpasswort zug\u00e4nglich zu machen bzw. bekannt zu geben.<\/strong>\u00bb<\/em><\/pre>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Durch die grafische Hervorhebung kann schon im Stadium der Beratung erreicht werden, dass die entsprechenden Fragen diskutiert und tragf\u00e4hige L\u00f6sungen implementiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ersatzverf\u00fcgungen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt, empfiehlt es sich, f\u00fcr die vorsorgebeauftragten Personen mindestens je eine Ersatzperson festzulegen, falls der Auftrag nicht angenommen werden k\u00f6nnte oder diese Person ihn nicht annehmen m\u00f6chte (z.B. wegen des eigenen hohen Alters). Dabei ist darauf zu achten, dass bei der Einsetzung mehrerer vorsorgebeauftragten Personen die Entscheidungsf\u00e4higkeit sichergestellt bleibt (also z.B. ungerade Anzahl) und somit keine Patt-Situationen m\u00f6glich sind.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis hat sich hier auch eine Formulierung bew\u00e4hrt, die \u2013 \u00e4hnlich wie bei der Willensvollstreckung \u2013 eine Vertrauensperson benennt (z.B. den Notar bzw. die Notarin) und diese dann im Rahmen der Auftragsumschreibung verpflichtet, auf die W\u00fcnsche und Ideen der Angeh\u00f6rigen (Ehepartner, Nachkommen etc.) R\u00fccksicht zu nehmen und, wenn immer m\u00f6glich, einstimmige Entscheidungen herbeizuf\u00fchren und umzusetzen. Die Benennung einer solchen zentralen Vertrauensperson erm\u00f6glicht dann auch die einfache und privatrechtliche Dienstleistung zur sicheren Aufbewahrung des digitalen Nachlasses sowie der Zugangsdaten samt Informationsaustausch zu Lebzeiten (vgl. oben zum Notariat bzw. zur Willensvollstreckung).<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fazit<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>In Literatur und Praxis fehlt es an einer verbindlichen Definition des \u00abdigitalen Nachlasses\u00bb. Versteht man den \u00abdigitalen Nachlass\u00bb allerdings umfassend als Gesamtheit der Rechtsverh\u00e4ltnisse betreffend informationstechnische Systeme und auf den gesamten elektronischen Datenbestand der verstorbenen Person, wobei das Hauptaugenmerk weniger auf die digitalen Verm\u00f6genswerte an sich gelegt wird, dr\u00e4ngen sich schon heute verschiedene Massnahmen auf, die von den ihren Nachlass planenden Personen zwingend schon ab sofort zu Lebzeiten zu ber\u00fccksichtigen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den Empfehlungen f\u00fcr m\u00f6gliche Vorkehrungen zu Lebzeiten muss dabei insbesondere auch eine einfache und zukunftsgerichtete L\u00f6sung f\u00fcr die sichere Aufbewahrung der digitalen Daten (Back-up) und f\u00fcr den sicheren Zugriff auf die daf\u00fcr n\u00f6tigen Zugangsdaten getroffen werden. Von den heute zur Verf\u00fcgung stehenden Personen und Beh\u00f6rden bieten sich in diesem Zusammenhang insbesondere die privaten Notariate und die Willensvollstreckerinnen und Willensvollstrecker an, um ihren Klientinnen und Klienten nicht nur eine umfassende Beratung und die darauf basierende Erstellung von Urkunden zur Verf\u00fcgung zu stellen, sondern auch \u00fcber eine einfache IT-Infrastruktur die sichere Speicherung digitaler Daten sowie der daf\u00fcr notwendigen Zugangsdaten anzubieten. So wird die Nachlassplanung zu einer echten Leistung \u00abaus einer Hand\u00bb und kann den \u00abdigitalen Nachlass\u00bb ohne weiteres miteinbeziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gesamte Planung steht und f\u00e4llt aber mit der m\u00f6glichst fr\u00fchzeitigen und danach stetig anzupassenden, rollenden Regelung des dereinstigen Nachlasses durch die vorausschauende Person selbst.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung, die immer mehr Lebensbereiche erfasst, pflegen und speichern wir Daten und Informationen zunehmend auch oder gar nur noch virtuell. Folglich gewinnt auch der digitale Nachlass im Sinne der Daten und Informationen, die eine Person bei ihrem Tod hinterl\u00e4sst, an Bedeutung. Mit Blick auf die Sicherheitsaspekte ist es insbesondere notwendig, einerseits den postmortalen Zugang zu gew\u00e4hrleisten, und andererseits, das Schutzniveau aufrechtzuerhalten. Wie ist damit im Rahmen der eigenen Nachlassplanung umzugehen? Wie kann der Staat die einzelnen Personen in dieser Hinsicht optimal unterst\u00fctzen? Welche Regeln und Rahmenbedingungen m\u00fcssen ber\u00fccksichtigt werden, um allen Akteuren Planungssicherheit und Zuverl\u00e4ssigkeit bieten zu k\u00f6nnen? 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