{"id":6452,"date":"2024-05-17T11:21:02","date_gmt":"2024-05-17T09:21:02","guid":{"rendered":"https:\/\/hub.hslu.ch\/management-and-law\/?p=6452"},"modified":"2026-02-04T11:45:54","modified_gmt":"2026-02-04T10:45:54","slug":"asbest-verjaehrung-und-menschenrechte-ein-schwieriges-verhaeltnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hub.hslu.ch\/management-and-law\/2024\/05\/17\/asbest-verjaehrung-und-menschenrechte-ein-schwieriges-verhaeltnis\/","title":{"rendered":"Asbest, Verj\u00e4hrung und Menschenrechte &#8211; ein schwieriges Verh\u00e4ltnis?"},"content":{"rendered":"\n<p>In einem gesetzgeberischen Mammutprojekt wurde zwischen 2013 und 2018 das Schweizer Verj\u00e4hrungsrecht revidiert. Die Revision war nicht zuletzt durch das Bekanntwerden des&nbsp;Schicksals zahlreicher Asbestgesch\u00e4digter ausgel\u00f6st und befeuert worden: Bei ihnen hatte die&nbsp;Anwendung&nbsp;der alten Verj\u00e4hrungsregeln zur Folge, dass ihre&nbsp;Forderungen verj\u00e4hrt waren, lange bevor die asbestbedingte Krankheit \u00fcberhaupt ausbrach. Diese stossende Rechtslage bei sogenannten Langzeitsch\u00e4den, die bereits 2014 zu einer Verurteilung der Schweiz durch den Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte (EGMR) f\u00fchrte (vgl. <a href=\"https:\/\/hudoc.echr.coe.int\/eng#{%22appno%22:[%2252067\/10%22],%22itemid%22:[%22001-141567%22]}\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">EGMR-Urteil vom 11. M\u00e4rz 2014 i.S. Howald et al. vs. Schweiz, Nr. 52067\/10 und 41072\/11<\/a>),&nbsp;sollte mit der Gesetzesrevision beseitigt werden. Doch dies gelang nicht: Knapp zehn Jahre nach dem Howald Moor-Fall verurteilte der EGMR die Schweiz im Februar 2024 erneut (vgl. <a href=\"https:\/\/hudoc.echr.coe.int\/fre#{%22itemid%22:[%22001-230856%22]}\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">EGMR-Urteil vom 13. Februar 2024 i.S. Jann-Zwicker und Jann vs. Schweiz, Nr. 4976\/20<\/a>). Dieses Urteil ist nun unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Darin nimmt der EGMR auch auf das revidierte Verj\u00e4hrungsrecht Bezug und macht klar, dass die Gesetzesrevision die EMRK-Widrigkeit nicht ausger\u00e4umt hat.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die relevanten verj\u00e4hrungsrechtlichen Bestimmungen vor und nach der Gesetzesrevision<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Bevor nachfolgend auf das neue EGMR-Urteil und dessen Folgen f\u00fcr die Schweiz eingegangen wird, ganz kurz zu den gesetzlichen Verj\u00e4hrungsregeln, die im vorliegenden Kontext relevant sind: <\/p>\n\n\n\n<p>Das alte Verj\u00e4hrungsrecht sah vor, dass Anspr\u00fcche aus Deliktshaftung ein Jahr ab Kenntnis des Schadens und der Person des Ersatzpflichtigen (relative Verj\u00e4hrungsfrist) und jedenfalls zehn Jahre ab der sch\u00e4digenden Handlung (absolute Verj\u00e4hrungsfrist) verj\u00e4hren (<a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/27\/317_321_377\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 60 Abs. 1 aOR<\/a>). In der Verj\u00e4hrungsrevision wurde die relative Frist, welche beim subjektiven Wissensstand des Gesch\u00e4digten ansetzt, von einem auf drei Jahre verl\u00e4ngert (<a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/27\/317_321_377\/de#art_60\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 60 Abs. 1 OR<\/a>). Die absolute Verj\u00e4hrungsfrist wurde grunds\u00e4tzlich bei zehn Jahren belassen (<a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/27\/317_321_377\/de#art_60\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 60 Abs. 1 OR<\/a>), aber f\u00fcr Forderungen bei T\u00f6tung eines Menschen oder K\u00f6rperverletzung auf zwanzig Jahre verl\u00e4ngert (<a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/27\/317_321_377\/de#art_60\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 60 Abs. 1<sup>bis<\/sup> OR<\/a>). Nach wie vor markiert der Zeitpunkt der sch\u00e4digenden Handlung bzw. deren Ende den Beginn der absoluten Verj\u00e4hrungsfrist. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine umfassende Darstellung der Verj\u00e4hrungsrevision sei auf den Beitrag <a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/management-and-law\/2018\/10\/04\/das-neue-verjaehrungsrecht-kommt-referendumsfrist-abgelaufen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">&#171;Das neue Verj\u00e4hrungsrecht kommt &#8211; Referendumsfrist abgelaufen&#187;<\/a> verwiesen, der hier auf dem Management  &amp; Law-Blog im Oktober 2018 ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-management-and-law-blog wp-block-embed-management-and-law-blog\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"t0oGj5wQm9\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/management-and-law\/2018\/10\/04\/das-neue-verjaehrungsrecht-kommt-referendumsfrist-abgelaufen\/\">Das neue Verj\u00e4hrungsrecht kommt &#8211; Referendumsfrist abgelaufen<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#171;Das neue Verj\u00e4hrungsrecht kommt &#8211; Referendumsfrist abgelaufen&#187; &#8212; Management and Law Blog\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/management-and-law\/2018\/10\/04\/das-neue-verjaehrungsrecht-kommt-referendumsfrist-abgelaufen\/embed\/#?secret=H2dJ9018Ui#?secret=t0oGj5wQm9\" data-secret=\"t0oGj5wQm9\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Typischer Asbest-Fall<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Sachverhalt, welcher dem neusten EGMR-Urteil gegen die Schweiz zugrunde liegt, war noch unter altem Verj\u00e4hrungsrecht zu beurteilen. Es ging um einen typischen Asbest-Fall: Der 1953 geborene Marcel Jann war in seiner Kindheit w\u00e4hrend Jahren dem Einfluss von Asbest ausgesetzt, da er neben einem Fabrikgel\u00e4nde aufwuchs, auf dem das giftige Material t\u00e4glich im Einsatz war. 32 Jahre sp\u00e4ter, im Herbst 2004, wurde bei ihm ein mutmasslich asbestinduzierter Tumor diagnostiziert, der 2006 zum Tod f\u00fchrte. In den Gerichtsverfahren, die Marcel Jann kurz vor seinem Tod eingeleitet hatte und die dann von seinen Erben fortgef\u00fchrt wurden, wurden unter anderem deliktische Schadenersatzanspr\u00fcche gegen das auf dem Fabrikgel\u00e4nde ans\u00e4ssige Bauunternehmen erhoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl vor den kantonalen Gerichten als auch vor Bundesgericht war der Schadenersatzklage kein Erfolg beschieden: Da die letzte geltend gemachte Asbestexposition im Jahr 1972 stattgefunden hatte, urteilten alle Instanzen in Anwendung von <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/27\/317_321_377\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 60 Abs. 1 aOR<\/a>, dass allf\u00e4llige Anspr\u00fcche bereits 1982 &#8211; d.h. 22 Jahre vor Ausbruch der Krankheit &#8211; verj\u00e4hrt gewesen waren (vgl. <a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/clir\/http\/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-III-25%3Ade&amp;lang=de&amp;zoom=&amp;type=show_document\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BGE 146 III 25<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Dagegen erhoben die klagenden Parteien unter Berufung auf <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/1974\/2151_2151_2151\/de#art_6\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 6 Abs. 1 der Europ\u00e4ischen Menschenrechtskonvention (EMRK)<\/a> Beschwerde an den EGMR. Diese Bestimmung gew\u00e4hrt unter dem Titel &#171;Recht auf ein faires Verfahren&#187; jeder Person den Zugang zu einem unabh\u00e4ngigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht, das \u00fcber die geltend gemachten Anspr\u00fcche in einem fairen Verfahren innert angemessener Frist und grunds\u00e4tzlich \u00f6ffentlich entscheidet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie im Howald Moor-Fall machte auch die Kl\u00e4gerschaft in Sachen Jann-Zwicker prim\u00e4r geltend, dass die Anwendung von absoluten Verj\u00e4hrungsfristen bei Asbestsch\u00e4den die Geltendmachung von Ersatzanspr\u00fcchen verunm\u00f6gliche, weil sich Erkrankungen wegen der langen Latenzzeiten regelm\u00e4ssig erst nach Fristablauf manifestierten. Dabei beriefen sich die Kl\u00e4ger auch auf das Howald Moor-Urteil des EGMR. In ihrer Stellungnahme f\u00fchrte die Schweiz aus, der EGMR habe im Howald Moor-Fall absolute Verj\u00e4hrungsfristen nicht generell als EMRK-widrig bezeichnet, denn sie w\u00fcrden ein berechtigtes Ziel verfolgen. Das Bundesgericht pr\u00fcfe in jedem Einzelfall, ob die Anwendung der absoluten Verj\u00e4hrungsfristen verh\u00e4ltnism\u00e4ssig sei, und sei vorliegend zu Recht zum Ergebnis gelangt, dass dies mehr als 37 Jahre nach der behaupteten Pflichtverletzung der Fall sei. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>EGMR-Urteil &#8211; zwar unter altem Verj\u00e4hrungsrecht, aber mit G\u00fcltigkeit auch nach der Revision <\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der EGMR r\u00e4umte in seinem Entscheid ein, dass das Recht auf Zugang zum Gericht nicht absolut sei. Beschr\u00e4nkungen seien zul\u00e4ssig, solange sie den Kerngehalt nicht antasteten, ein legitimes Ziel verfolgten und verh\u00e4ltnism\u00e4ssig seien, wobei den EMRK-Mitgliedstaaten ein gewisser Ermessensspielraum zukomme. Zwar verfolge die Schweiz mit ihren der Rechtssicherheit dienenden Verj\u00e4hrungsfristen ein durchaus berechtigtes Ziel. Jedoch verletze sie vorliegend den Zugang zum Recht, da sie einem Rechtssuchenden eine Verj\u00e4hrungsfrist zu einem Zeitpunkt entgegenhalte, in dem die erlittene Rechtsgutverletzung objektiv noch \u00fcberhaupt nicht erkennbar sei. Wo wissenschaftlich erwiesen sei, dass eine Person nicht wissen k\u00f6nne, dass sie an einer bestimmten Krankheit leide, m\u00fcsse diesem Umstand im Kontext der Verj\u00e4hrung Rechnung getragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits das EGMR-Urteil in Sachen Howald Moor erging auch der Jann-Zwicker-Entscheid noch unter altem Verj\u00e4hrungsrecht. Allerdings ist den Ausf\u00fchrungen des EGMR deutlich zu entnehmen, dass das Urteil auch unter neuem Recht nicht anders ausgefallen w\u00e4re. <\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der langen Latenzzeiten d\u00fcrften asbestbedingte Anspr\u00fcche nicht nur bei Anwendung der fr\u00fcheren zehnj\u00e4hrigen (<a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/27\/317_321_377\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 60 Abs. 1 aOR<\/a>), sondern regelm\u00e4ssig auch der neuen zwanzigj\u00e4hrigen (<a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/27\/317_321_377\/de#art_60\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 60 Abs. 1<sup>bis<\/sup> OR<\/a>) absoluten Verj\u00e4hrungsfrist verj\u00e4hrt sein. Problematisch ist gem\u00e4ss EGMR mithin nicht die Verj\u00e4hrungsfrist an sich bzw. ob diese zehn, zwanzig, dreissig oder noch mehr Jahre betr\u00e4gt, sondern vielmehr, dass der Beginn dieser Frist bei der Pflichtverletzung bzw. deren Ende ansetzt und dadurch EMRK-widrige Folgen zeitigt. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sp\u00e4tschadensproblematik mit der Verj\u00e4hrungsrevision nicht beseitigt &#8211; was nun?<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Verurteilung der Schweiz im Jann-Zwicker-Fall war sp\u00e4testens nach dem Howald Moor-Fall nicht \u00fcberraschend. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund war der Gesetzgeber bestrebt, mit der Verj\u00e4hrungsrevision sowohl die Problematik der Langzeitsch\u00e4den als auch die EMRK-Widrigkeit zu beheben. Die Voten der parlamentarischen Beratungen zeigen aber auch, dass bereits im Gesetzgebungsverfahren Zweifel daran bestanden, ob dies allein mit der blossen Verl\u00e4ngerung der absoluten Verj\u00e4hrungsfrist gel\u00e4nge (vgl. zur parlamentarischen Debatte die <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20130100\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00dcbersicht zum Gesch\u00e4ft 13.100<\/a>). Dass der Gesetzgeber gleichwohl davon absah, das Problem an der Wurzel zu packen, d\u00fcrfte das Ergebnis erfolgreicher Lobbying-Aktivit\u00e4ten gewesen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun steht definitiv fest, dass der Gesetzgeber mit der Verj\u00e4hrungsrevision die Sp\u00e4tschadensproblematik nicht wirklich gel\u00f6st hat und dass somit auch unter dem neuen Verj\u00e4hrungsrecht in analog gelagerten F\u00e4llen eine Verurteilung der Schweiz wegen Verletzung von <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/1974\/2151_2151_2151\/de#art_6\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 6 Ziff. 1 EMRK<\/a> droht. Wie ist damit umzugehen? <\/p>\n\n\n\n<p>Die juristische Lehre sieht die L\u00f6sung des Problems verbreitet in einer Anwendung von <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/27\/317_321_377\/de#art_134\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 134 Abs. 1 Ziff. 6 OR<\/a>: Gem\u00e4ss dieser Bestimmung beginnt die Verj\u00e4hrung nicht zu laufen bzw. steht still, solange eine Forderung aus <em>objektiven <\/em>Gr\u00fcnden vor keinem Gericht geltend gemacht werden kann. Das Bundesgericht hatte die Anwendung von <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/27\/317_321_377\/de#art_134\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art. 134 Abs. 1 Ziff. 6 OR<\/a> zwar bislang in Asbestf\u00e4llen (unter altem Verj\u00e4hrungsrecht) verneint, da bei Sp\u00e4tsch\u00e4den nur das <em>subjektive <\/em>Unwissen den Betroffenen daran hindere, ans Gericht zu gelangen (vgl. <a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/clir\/http\/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-III-25%3Ade&amp;lang=de&amp;zoom=&amp;type=show_document\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BGE 146 III 25, E. 3.1<\/a>). Dies \u00fcberzeugt allerdings gem\u00e4ss hier vertretener Ansicht nicht, ist doch dort, wo eine Rechtsgutverletzung wissenschaftlich belegt nicht erkennbar ist, ein Hindernis von objektiver Natur anzunehmen. <\/p>\n\n\n\n<p>In jedem Fall bleibt zu hoffen, dass im Lichte der nunmehr zwei EGMR-Urteile gegen die Schweiz zuk\u00fcnftig f\u00fcr gleichgelagerte F\u00e4lle eine sachgerechte L\u00f6sung gefunden werden kann &#8211; ob die Gerichte hierzu mittels einer EMKR-konformen Auslegung der geltenden Bestimmungen gelangen oder ob der Gesetzgeber aktiv werden muss, wird sich zeigen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weitere Informationen und Quellen:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>EGMR-Urteile gegen die Schweiz:<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/hudoc.echr.coe.int\/eng#{%22appno%22:[%2252067\/10%22],%22itemid%22:[%22001-141567%22]}\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">EGMR-Urteil vom 11. M\u00e4rz 2014 i.S. Howald Moor et al. vs. Schweiz, Nr. 52067\/10 und 41072\/11<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/clir\/http\/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-187%3Ade&amp;lang=de&amp;zoom=&amp;type=show_document\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BGE 136 II 187 (Howald Moor)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/hudoc.echr.coe.int\/fre#{%22itemid%22:[%22001-230856%22]}\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">EGMR-Urteil vom 13. Februar 2024 i.S. Jann-Zwicker und Jann vs. Schweiz, Nr. 4976\/20<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/clir\/http\/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-III-25%3Ade&amp;lang=de&amp;zoom=&amp;type=show_document\">BGE 146 III 25 (Jann-Zwicker)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Widmer L\u00fcchinger, C. (2024). Verj\u00e4hrung und Asbest: Die Schweiz wird erneut durch den Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte verurteilt. In: <em>Jusletter vom 8. April 2024.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li>M\u00fcller, C. (2024). Bis repetita placent: Der Europ\u00e4ische Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte verurteilt die Schweiz erneut wegen der absoluten Verj\u00e4hrung der Anspr\u00fcche von Asbestopfern. In: <em>Jusletter vom 8. April 2024.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Verj\u00e4hrungsrevision:<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/federal-gazette\/2014\/235.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Botschaft zur \u00c4nderung des Obligationenrechts (Verj\u00e4hrungsrecht) vom 29.&nbsp;November 2013<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20130100\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00dcberblick \u00fcber das Gesetzgebungsverfahren<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Krauskopf, F. &amp; M\u00e4rki, R. (2018). Wir haben ein neues Verj\u00e4hrungsrecht! In: <em>Jusletter vom 2. Juli 2018.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 2020 hat die Schweiz ein neues Verj\u00e4hrungsrecht. Dieses sollte unter anderem die stossende Rechtslage bei Langzeitsch\u00e4den etwa von Asbestopfern beseitigen, die h\u00e4ufig bereits verj\u00e4hrten, bevor sie erkennbar waren. Doch dies gelang nicht, wie ein neues Urteil des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs f\u00fcr Menschenrechte gegen die Schweiz zeigt, das diese Woche unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist. 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