{"id":22383,"date":"2026-09-21T08:48:46","date_gmt":"2026-09-21T06:48:46","guid":{"rendered":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/?p=22383"},"modified":"2026-09-21T08:48:48","modified_gmt":"2026-09-21T06:48:48","slug":"multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/","title":{"rendered":"Multirail Fraud: Warum Banken Betrug nicht mehr alleine bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Betrug auf dem Vormarsch \u2013 was die neuesten Zahlen bedeuten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die aktuellen Berichte zur Zahlungskriminalit\u00e4t zeichnen ein alarmierendes Bild: Betrug nimmt weltweit zu und auch Europa ist davon nicht verschont.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Grossbritannien: Sch\u00e4den in der H\u00f6he von \u00a3 1.28 Milliarden<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut dem <a href=\"https:\/\/www.ukfinance.org.uk\/policy-and-guidance\/reports\/annual-fraud-report-2026\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">UK Annual Fraud Report 2026 von UK Finance <\/a>beliefen sich die Betrugsverluste in Grossbritannien auf 1.28 Milliarden Pfund bei rund 4.1 Millionen erfassten F\u00e4llen (vgl. Abbildung 1).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"907\" height=\"382\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22384\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1.png 907w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1-300x126.png 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1-768x323.png 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1-600x253.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 907px) 100vw, 907px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Abbildung 1: Gesamtzahl der Betrugsf\u00e4lle und Schadenssumme (in Millionen Pfund; Quelle: UK Finance)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders auff\u00e4llig ist die Entwicklung bei den verschiedenen Betrugsarten: W\u00e4hrend klassischer Zahlungsbetrug \u2013 bei dem Kriminelle ohne Wissen des Opfers handeln, etwa mit gestohlenen Karten oder gehackten Zugangsdaten \u2013 zunimmt, geht sogenannter APP-Betrug (Authorised Push Payment Fraud) leicht zur\u00fcck. Beim APP-Betrug werden Opfer durch T\u00e4uschung dazu gebracht, Zahlungen selbst auszul\u00f6sen. Ein Grund f\u00fcr den R\u00fcckgang d\u00fcrfte die Versch\u00e4rfung der Erstattungspflichten in UK sein. Nach den j\u00fcngsten verf\u00fcgbaren Daten wurden im Rahmen des freiwilligen APP-Code etwas mehr als 59% der in den erfassten F\u00e4llen entstandenen Verluste an die Opfer zur\u00fcckerstattet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Europa: +17 % im Jahresvergleich<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Europ\u00e4ische Bankenaufsichtsbeh\u00f6rde (EBA) meldet in ihrem <a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/pr\/date\/2025\/html\/ecb.pr251215~e133d9d683.en.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Report on Payment Fraud 2025<\/a> f\u00fcr den Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum Betrugsverluste in der H\u00f6he von EUR 4.2 Milliarden (+17 % gegen\u00fcber dem Vorjahr). Die gr\u00f6ssten Schadensposten entfallen auf \u00dcberweisungen mit EUR 2.5 Milliarden (+16 %) und Kartenzahlungen mit EUR 1.3 Milliarden (+29 %).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Knapp drei Viertel (74 %) des Schadensvolumens bei Kredit\u00fcberweisungen entf\u00e4llt auf F\u00e4lle, in denen der Zahler manipuliert wird (\u201emanipulation of the payer\u201c bzw. APP-Betrug). Opfer werden dabei durch Social Engineering dazu gebracht, die Zahlung selbst auszul\u00f6sen. Bei Kartenzahlungen hingegen handeln Betr\u00fcger meist direkt, beispielsweise mit gestohlenen Zugangsdaten oder Karten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schweiz: Anstieg, aber Statistiken sehr rudiment\u00e4r<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Schweiz ist von dieser Entwicklung betroffen, wie der <a href=\"https:\/\/www.bacs.admin.ch\/dam\/de\/sd-web\/ZPDSPSd8mm4G\/2026-02-16_jahresbericht_2025_de.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jahresbericht 2025 des Bundesamts f\u00fcr Cybersicherheit (BACS) zeigt<\/a>. Im Jahr 2025 gingen beim BACS insgesamt 64&#8217;733 freiwillige Meldungen zu Cybervorf\u00e4llen ein, rund 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Betrugsversuche stellten dabei mit Abstand die h\u00e4ufigste Kategorie dar. Rund 90 Prozent der Meldungen stammten aus der Bev\u00f6lkerung, w\u00e4hrend 10 Prozent von Unternehmen, Vereinen und Beh\u00f6rden eingereicht wurden. Auff\u00e4llig ist zudem der zunehmende Einsatz k\u00fcnstlicher Intelligenz durch Cyberkriminelle, um Betrugsversuche realistischer und \u00fcberzeugender zu gestalten. <br>Generell ist aber von einer erheblichen Dunkelziffer auszugehen. Je nach Betrugsart sch\u00e4tzen Expert:innen drei- bis zehnmal mehr F\u00e4lle, als offiziell gemeldet werden. Bei Betrugsformen wie Romance Scams d\u00fcrfte sie sogar noch h\u00f6her liegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Scams m\u00fcnden h\u00e4ufig in den am h\u00e4ufigsten gemeldeten APP-Betrug, bei dem Kontoinhaber manipuliert werden, betr\u00fcgerische Zahlungen selbst auszul\u00f6sen. Diese werden oft gefolgt von sogenannten Recovery Scams, bei denen Opfer ein zweites Mal zur Kasse gebeten werden, unter dem Vorwand, ihnen bei der R\u00fcckforderung zu helfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zweitgr\u00f6sste Kategorie ist Phishing kombiniert mit Account Takeovers (ATOs). Besonders gef\u00e4hrlich ist dabei Real-Time-Phishing, bei dem Angreifer gestohlene Zugangsdaten sofort nutzen, um MFA-Codes abzufangen oder Ger\u00e4te mit Twint-Konten der Opfer zu verkn\u00fcpfen. Kriminelle zielen dabei bewusst auf Twint und Instant Payments ab, weil diese Zahlungen unmittelbar ausgef\u00fchrt werden und sich nur eingeschr\u00e4nkt r\u00fcckg\u00e4ngig machen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegensatz zu Grossbritannien und der EU gibt es in der Schweiz bislang keine vergleichbaren regulatorischen Eingriffe. Die Frage nach zahlungsspezifischen Statistiken und klaren Haftungsregeln bleibt offen. Aus meiner Sicht w\u00e4ren zumindest bessere Statistiken in Anbetracht der zunehmenden Zahlen und der hohen Bedeutung dieses Themas f\u00fcr unsere Volkswirtschaft w\u00fcnschenswert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Berichte zeigen, dass Betr\u00fcger ihre Vorgehensweisen an die verbesserten technischen Sicherheitsmassnahmen anpassen. W\u00e4hrend die starke Kundenauthentifizierung den klassischen unautorisierten Zahlungsbetrug wirksam begrenzt, verlagern sich Angriffe zunehmend auf Betrugsformen, bei denen Zahlende durch Social Engineering zur Autorisierung der Zahlung verleitet werden. Gleichzeitig werden bevorzugt Zahlungskan\u00e4le genutzt, bei denen ausgef\u00fchrte Transaktionen nur schwer oder gar nicht r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Betrugsbek\u00e4mpfung im Zahlungsverkehr wird (noch) komplexer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Betrugsbek\u00e4mpfung im Zahlungsverkehr steht damit vor einem grundlegenden Wandel. W\u00e4hrend Banken Betrug lange entlang einzelner Zahlungssysteme (sogenannte \u00abRails\u00bb, also z.B. Debitkartenzahlungen, Kreditkartenzahlungen, Twint oder Account-to-Account-Zahlungen wie z.B. Instant Payments oder klassische \u00dcberweisungen) betrachteten, nutzen Kriminelle heute gezielt mehrere Kan\u00e4le und Zahlungssysteme gleichzeitig. Dieses Ph\u00e4nomen wird als Multirail Fraud bezeichnet und entwickelt sich zunehmend zu einer sehr grossen Herausforderung im modernen Zahlungsverkehr. Zudem l\u00e4sst sich im Bereich der Cyberkriminalit\u00e4t zunehmend von einer Industrialisierung des Betrugs sprechen. Im Darknet werden unter dem Begriff Fraud-as-a-Service professionelle Dienstleistungen angeboten. Diese beinhalten von Phishing-Kits \u00fcber Malware bis hin zu kompromittierten Zugangsdaten oder Geldw\u00e4sche-Diensten. Dadurch m\u00fcssen T\u00e4ter heute h\u00e4ufig keine hochspezialisierten Hacker mehr sein, sondern k\u00f6nnen auf eine arbeitsteilig organisierte kriminelle Infrastruktur zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wenn Betr\u00fcger mehrere Rails kombinieren und das gesamte Verm\u00f6gen angreifen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Trennung nach Rails machen sich Kriminelle zunehmend zunutze. Bei einer Multirail-Attacke steht nicht mehr die einzelne Zahlung im Fokus, sondern die vollst\u00e4ndige \u00dcbernahme der Kundenbeziehung. Entsprechend ist auch der erwartete Schaden gr\u00f6sser als bei isolierten Angriffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein m\u00f6gliches Szenario ist dabei wie folgt: Ein Kunde wird auf eine gef\u00e4lschte E-Banking-Seite gelockt und gibt seine Zugangsdaten preis. Die Angreifer \u00fcbernehmen anschliessend das E-Banking und \u00e4ndern sicherheitsrelevante Einstellungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Registrierung neuer Ger\u00e4te<\/li>\n\n\n\n<li>\u00c4nderung der Mobiltelefonnummer<\/li>\n\n\n\n<li>Anpassung von Authentifizierungsverfahren<\/li>\n\n\n\n<li>Erh\u00f6hung von Zahlungslimiten<\/li>\n\n\n\n<li>Aktivierung oder \u00dcbernahme von Twint<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst danach werden verschiedene Zahlungskan\u00e4le kombiniert genutzt. Gelder werden beispielsweise \u00fcber Instant Payments transferiert, via Twint verschoben oder \u00fcber weitere Kan\u00e4le verteilt. Das Ziel ist also nicht mehr \u00abnur\u00bb der Betrug einzelner Transaktionen. Vielmehr versuchen Kriminelle, das gesamte Verm\u00f6gen eines Kunden m\u00f6glichst schnell abzuziehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum dieses Problem zunimmt und Multirail Fraud relevanter wird<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehrere Entwicklungen tragen dazu bei, dass Multirail Fraud zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit der Einf\u00fchrung von Instant Payments werden \u00dcberweisungen innerhalb weniger Sekunden ausgef\u00fchrt. Dadurch bleibt Banken nur wenig Zeit, verd\u00e4chtige Transaktionen zu erkennen und einzugreifen. Zudem sind die M\u00f6glichkeiten, Zahlungen allein aufgrund eines Betrugsverdachts zu blockieren, h\u00e4ufig rechtlich eingeschr\u00e4nkt. Gleichzeitig gewinnen digitale Identit\u00e4ten und mobile Endger\u00e4te als zentrale Zugangspunkte zu verschiedenen Zahlungsdiensten an Bedeutung. Wer die digitale Identit\u00e4t eines Kunden kompromittiert, erh\u00e4lt h\u00e4ufig Zugriff auf mehrere Zahlungskan\u00e4le gleichzeitig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt, dass Betr\u00fcger heute hochprofessionell und arbeitsteilig vorgehen. Spezialisierte Gruppen entwickeln Phishing-Kampagnen, andere \u00fcbernehmen kompromittierte Konten oder k\u00fcmmern sich um die Geldw\u00e4sche. K\u00fcnstliche Intelligenz versch\u00e4rft diese Entwicklung zus\u00e4tzlich, da sie die Erstellung t\u00e4uschend echter Phishing-Webseiten oder personalisierter Nachrichten mit deutlich geringerem Aufwand als noch vor wenigen Jahren erm\u00f6glicht. Zudem er\u00f6ffnen KI-generierte Audio- und Videoinhalte (Deepfakes) neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Social-Engineering-Angriffe, etwa durch die Nachahmung von Stimmen oder Personen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Traditionell werden (auch) in der Schweiz die einzelnen Kan\u00e4le (Rails) weitgehend unabh\u00e4ngig voneinander betrachtet. Jede Organisation optimiert ihre Betrugspr\u00e4vention innerhalb ihres eigenen Rails. Dieses Problem von \u00abMultirail Fraud\u00bb ist in der Schweiz aber angekommen, wie auch der k\u00fcrzlich von der SBA und der SIX durchgef\u00fchrte Swiss Anti-Fraud Summit gezeigt hat. Die Awareness f\u00fcr das Thema wird durch verschiedene Initiativen derzeit erh\u00f6ht. Auch die Entwicklung eines netzwerk\u00fcbergreifenden Risiko-Scores wird derzeit diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Betrugserkennung muss kanal- und instituts\u00fcbergreifend werden &#8211; Herausforderungen f\u00fcr Schweizer (Retail)Banken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Banken verf\u00fcgen heute \u00fcber leistungsf\u00e4hige Fraud-Systeme f\u00fcr einzelne Rails. Kredit- und Debitkarten profitieren beispielsweise von ausgereiften Netzwerkdiensten, Scheme-Scores und etablierten Fraud-Services der internationalen Kartensysteme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Account-to-Account-Bereich existieren vergleichbare M\u00f6glichkeiten bislang nur eingeschr\u00e4nkt. Mit der zunehmenden Verbreitung von Instant Payments entsteht hier jedoch Handlungsbedarf. Gerade kleinere und mittlere Banken stehen vor einer schwierigen Ausgangslage: Einerseits steigt der Druck, moderne Fraud-Prevention-L\u00f6sungen einzuf\u00fchren, andererseits fehlen standardisierte Netzwerkdienste oder etablierte Risiko-Scores. Bislang existiert auch nur wenig gemeinsame Infrastruktur f\u00fcr den Informationsaustausch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wichtiger Punkt k\u00f6nnte deshalb eine zentrale Customer Risk Engine sein, welche Kundenverhalten \u00fcber s\u00e4mtliche Kan\u00e4le hinweg analysiert, z.B. indem eine Mobiltelefonnummer-\u00c4nderung im E-Banking automatisch auch f\u00fcr verbundene Dienste wie Twint als Risikosignal ber\u00fccksichtigt wird. Solche kanal\u00fcbergreifenden Verkn\u00fcpfungen fehlen heute jedoch bei vielen Instituten weitgehend, wodurch bestehende, isolierte Schutzmassnahmen den zunehmend koordinierten Angriffen einen Schritt hinterherhinken<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Weg hin zu einer zentralen Multirail-Fraud-Erkennung erscheint daher sinnvoll, bringt aber erhebliche Investitions- und Integrationskosten mit sich. Da die Betrugsverluste f\u00fcr viele Institute derzeit noch vergleichsweise gering sind, l\u00e4sst sich der Business Case f\u00fcr entsprechende Investitionen oft nur schwer begr\u00fcnden. Gleichzeitig sprechen Entwicklungen wie Instant Payments und der zunehmende Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz durch Betr\u00fcger daf\u00fcr, dass Betrugsf\u00e4lle k\u00fcnftig h\u00e4ufiger, schneller und raffinierter auftreten werden. Gerade deshalb besteht die Herausforderung darin, rechtzeitig in Pr\u00e4ventionsmassnahmen zu investieren, bevor die Sch\u00e4den ein Ausmass erreichen, das ein nachtr\u00e4gliches Handeln deutlich teurer macht. Dar\u00fcber hinaus endet Betrug nicht an den Grenzen einer einzelnen Bank. Wirksame Multirail-Fraud-Erkennung setzt daher auch einen instituts\u00fcbergreifenden Austausch von Informationen und die Zusammenarbeit verschiedener Marktteilnehmer voraus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erste Entwicklungen in diese Richtung sind bereits sichtbar. So werden in der Schweiz derzeit auf Netzwerkdaten basierende Risik Scores f\u00fcr Twint und Account-to-Account-Zahlungen analysiert, entwickelt und pilotiert, welche Banken zus\u00e4tzliche Informationen f\u00fcr die Beurteilung von Zahlungen liefern sollen. Solche Ans\u00e4tze k\u00f6nnen ein wichtiger Baustein einer zuk\u00fcnftigen Multirail Fraud Prevention sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Betrugsbek\u00e4mpfung als \u00d6kosystem-Aufgabe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob die Verantwortung f\u00fcr Multirail Fraud \u00fcberhaupt prim\u00e4r bei den Banken liegen sollte. Viele Phishing-Kampagnen beginnen auf Suchmaschinen wie Google, Online-Marktpl\u00e4tzen (z.B. Ricardo) oder \u00fcber soziale Netzwerke wie Instagram oder Facebook. Eine <a href=\"https:\/\/www.lloydsbankinggroup.com\/media\/press-releases\/2023\/lloyds-banking-group-2023\/two-thirds-of-all-online-shopping-scams-now-start-on-facebook-and-instagram.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Analyse der Lloyds Banking Group<\/a> zeigt, dass im Jahr 2023 68% aller Online-Einkaufsbetrugsf\u00e4lle auf Facebook oder Instagram ihren Ursprung haben. Banken bilden damit h\u00e4ufig lediglich das letzte Glied in der Angriffskette, w\u00e4hrend der eigentliche Betrug bereits deutlich fr\u00fcher vorbereitet wird. Die Verantwortung f\u00fcr die Pr\u00e4vention stellt sich deshalb entlang der gesamten Angriffskette neu. Wer tr\u00e4gt die Verantwortung, wenn ein Angriff auf einer Plattform beginnt, \u00fcber einen Telekommunikationsanbieter weitergef\u00fchrt wird und schliesslich im Zahlungsverkehr endet? \u00abNur\u00bb die Banken?<br>Eine wirksame Betrugsbek\u00e4mpfung erfordert eine engere Zusammenarbeit zwischen Banken, Zahlungsdienstleistern, Plattformbetreibern, Technologiekonzernen und Telekommunikationsunternehmen. Ebenso entscheidend ist ein verbesserter Informationsaustausch innerhalb der Finanzbranche, damit insbesondere kleinere und mittlere Institute von gemeinsamen Erkenntnissen und Netzwerkdaten profitieren k\u00f6nnen. Multirail Fraud ist damit nicht nur ein Bankenthema, sondern eine Herausforderung f\u00fcr das gesamte digitale \u00d6kosystem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Reicht das heutige Engagement der Banken aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der steigenden Zahl erfolgreicher Betrugsf\u00e4lle r\u00fcckt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt, ob Banken heute genug gegen modernen Zahlungsbetrug unternehmen. Lange Zeit galt insbesondere bei APP-Betrug das Prinzip, dass Kundinnen und Kunden selbst verantwortlich seien, wenn sie eine Zahlung autorisiert hatten. Diese Sichtweise ger\u00e4t zumindest in ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkten zunehmend unter Druck. So hat Grossbritannien im Oktober 2024 einen neuen Weg eingeschlagen. F\u00fcr bestimmte APP-Betrugsf\u00e4lle gelten seither verbindliche Erstattungsregeln, wonach Zahlungsdienstleister den entstandenen Schaden grunds\u00e4tzlich gemeinsam tragen m\u00fcssen. Die Regulierung soll nicht nur den Kundenschutz st\u00e4rken, sondern auch Anreize schaffen, st\u00e4rker in Pr\u00e4vention und Betrugserkennung zu investieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in der Schweiz d\u00fcrfte diese Diskussion an Bedeutung gewinnen. Mit zunehmender \u00f6ffentlicher Aufmerksamkeit und steigenden Fallzahlen wird sich die Frage stellen, welche Erwartungen Kundinnen und Kunden k\u00fcnftig an ihre Banken richten d\u00fcrfen. Dabei gilt es allerdings, Augenmass zu bewahren. Ziel kann nicht sein, jede einzelne Betrugshandlung zu verhindern. Vielmehr geht es darum, angemessene Sicherheitsmassnahmen zu etablieren, Risiken kanal\u00fcbergreifend zu erkennen und die Zusammenarbeit innerhalb des gesamten \u00d6kosystems zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Multirail Fraud ver\u00e4ndert die Spielregeln der Betrugsbek\u00e4mpfung. W\u00e4hrend Betr\u00fcger ihre Angriffe l\u00e4ngst kanal\u00fcbergreifend planen, arbeiten viele Schutzmechanismen noch innerhalb einzelner Zahlungssysteme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei lassen sich drei zentrale L\u00fccken identifizieren, die es zu schliessen gilt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Unterschiedliche Reife der Rails:<\/strong> W\u00e4hrend Kartenzahlungen seit vielen Jahren von einem sehr ausgereiften internationalen \u00d6kosystem profitieren, befinden sich vergleichbare netzwerkbasierte L\u00f6sungen f\u00fcr neuere Zahlungssysteme wie Twint oder Instant Payments noch in einer fr\u00fcheren Entwicklungsphase. Gleichzeitig arbeiten verschiedene Marktteilnehmer bereits an entsprechenden L\u00f6sungen, beispielsweise an \u00fcbergreifenden Risiko Scores und verbesserten Informationsdiensten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fehlende Multirail-Sicht innerhalb der Banken:<\/strong> Einzelne Kan\u00e4le werden nach wie vor isoliert betrachtet, sodass sicherheitsrelevante Informationen, z.B. eine ge\u00e4nderte Mobiltelefonnummer im E-Banking, nicht automatisch auch f\u00fcr verbundene Dienste wie Twint ber\u00fccksichtigt werden, um kanal\u00fcbergreifende Betrugsmuster zu erkennen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fehlendes instituts\u00fcbergreifendes Netzwerk:<\/strong> Banken sehen heute prim\u00e4r nur ihre eigenen Daten, w\u00e4hrend Betrug selten an den Grenzen eines einzelnen Instituts endet. Ohne einen strukturierten Austausch sicherheitsrelevanter Daten und Signale k\u00f6nnen systematische Betrugsnetzwerke nur eingeschr\u00e4nkt erkannt und wirksam bek\u00e4mpft werden<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K\u00fcnftig wird es deshalb wichtig sein, Risiken nicht mehr pro Rail, sondern entlang der gesamten Customer Journey und bank\u00fcbergreifend zu erkennen. Nur eine ganzheitliche Sicht auf Kundenverhalten, Ger\u00e4te, Identit\u00e4ten und Zahlungsstr\u00f6me erm\u00f6glicht eine wirksame Verteidigung gegen die n\u00e4chste Generation digitaler und KI-unterst\u00fctzter Betrugsangriffe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pr\u00e4vention, st\u00e4rkere Authentifizierung und klare Haftungsregeln bleiben entscheidende Stellschrauben. Auf dem Schweizer Finanzplatz hat dieser Dialog zwar an Dynamik gewonnen, dennoch steht die Entwicklung noch am Anfang. Angesichts von Instant Payments, der zunehmenden Professionalisierung der Cyberkriminalit\u00e4t und der Verbreitung von Fraud-as-a-Service sowie K\u00fcnstlicher Intelligenz bleibt aber auch wenig Zeit, um geeignete Strukturen und Kooperationen aufzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Instant Payments, K\u00fcnstliche Intelligenz und Fraud-as-a-Service ver\u00e4ndern den Zahlungsbetrug grundlegend. W\u00e4hrend Betr\u00fcger ihre Angriffe l\u00e4ngst kanal\u00fcbergreifend planen, arbeiten viele Schutzmechanismen noch innerhalb einzelner Zahlungssysteme. Der Artikel zeigt, warum Multirail Fraud zu einer der gr\u00f6ssten Herausforderungen im modernen Zahlungsverkehr wird und wo der Schweizer Finanzplatz heute steht.<\/p>\n","protected":false},"author":165,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"19923,21006,4856,20229,2203,4643","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[420326,1041512,650798],"tags":[],"class_list":["post-22383","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cybercrime","category-fraud","category-oekosystem"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Multirail Fraud: Warum Banken Betrug nicht mehr alleine bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen - IFZ Retail Banking Blog<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Multirail Fraud: Warum Banken Betrug nicht mehr alleine bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen - IFZ Retail Banking Blog\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Instant Payments, K\u00fcnstliche Intelligenz und Fraud-as-a-Service ver\u00e4ndern den Zahlungsbetrug grundlegend. W\u00e4hrend Betr\u00fcger ihre Angriffe l\u00e4ngst kanal\u00fcbergreifend planen, arbeiten viele Schutzmechanismen noch innerhalb einzelner Zahlungssysteme. Der Artikel zeigt, warum Multirail Fraud zu einer der gr\u00f6ssten Herausforderungen im modernen Zahlungsverkehr wird und wo der Schweizer Finanzplatz heute steht.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"IFZ Retail Banking Blog\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-09-21T06:48:46+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-09-21T06:48:48+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"907\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"382\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"andreasdietrich\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"andreasdietrich\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"12\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"andreasdietrich\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/f3ca41731be775323fc03571e19d68a4\"},\"headline\":\"Multirail Fraud: Warum Banken Betrug nicht mehr alleine bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen\",\"datePublished\":\"2026-09-21T06:48:46+00:00\",\"dateModified\":\"2026-09-21T06:48:48+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/\"},\"wordCount\":2218,\"commentCount\":0,\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/7\\\/2026\\\/07\\\/image-1.png\",\"articleSection\":[\"Cybercrime\",\"Fraud\",\"\u00d6kosystem\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/\",\"name\":\"Multirail Fraud: Warum Banken Betrug nicht mehr alleine bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen - IFZ Retail Banking Blog\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/7\\\/2026\\\/07\\\/image-1.png\",\"datePublished\":\"2026-09-21T06:48:46+00:00\",\"dateModified\":\"2026-09-21T06:48:48+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/f3ca41731be775323fc03571e19d68a4\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/7\\\/2026\\\/07\\\/image-1.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/7\\\/2026\\\/07\\\/image-1.png\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Multirail Fraud: Warum Banken Betrug nicht mehr alleine bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/\",\"name\":\"IFZ Retail Banking Blog\",\"description\":\"News und Trends aus dem Retail Banking Markt Schweiz\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/hub.hslu.ch\\\/retailbanking\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/f3ca41731be775323fc03571e19d68a4\",\"name\":\"andreasdietrich\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/f643c7df11a0d664cc942a8e40e75c6de1d1b8898206fa2c11b192da2f27b408?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/f643c7df11a0d664cc942a8e40e75c6de1d1b8898206fa2c11b192da2f27b408?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/f643c7df11a0d664cc942a8e40e75c6de1d1b8898206fa2c11b192da2f27b408?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"andreasdietrich\"}}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Multirail Fraud: Warum Banken Betrug nicht mehr alleine bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen - IFZ Retail Banking Blog","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Multirail Fraud: Warum Banken Betrug nicht mehr alleine bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen - IFZ Retail Banking Blog","og_description":"Instant Payments, K\u00fcnstliche Intelligenz und Fraud-as-a-Service ver\u00e4ndern den Zahlungsbetrug grundlegend. W\u00e4hrend Betr\u00fcger ihre Angriffe l\u00e4ngst kanal\u00fcbergreifend planen, arbeiten viele Schutzmechanismen noch innerhalb einzelner Zahlungssysteme. Der Artikel zeigt, warum Multirail Fraud zu einer der gr\u00f6ssten Herausforderungen im modernen Zahlungsverkehr wird und wo der Schweizer Finanzplatz heute steht.","og_url":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/","og_site_name":"IFZ Retail Banking Blog","article_published_time":"2026-09-21T06:48:46+00:00","article_modified_time":"2026-09-21T06:48:48+00:00","og_image":[{"width":907,"height":382,"url":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1.png","type":"image\/png"}],"author":"andreasdietrich","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"andreasdietrich","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"12\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/"},"author":{"name":"andreasdietrich","@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/#\/schema\/person\/f3ca41731be775323fc03571e19d68a4"},"headline":"Multirail Fraud: Warum Banken Betrug nicht mehr alleine bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen","datePublished":"2026-09-21T06:48:46+00:00","dateModified":"2026-09-21T06:48:48+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/"},"wordCount":2218,"commentCount":0,"image":{"@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1.png","articleSection":["Cybercrime","Fraud","\u00d6kosystem"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/","url":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/","name":"Multirail Fraud: Warum Banken Betrug nicht mehr alleine bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen - IFZ Retail Banking Blog","isPartOf":{"@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1.png","datePublished":"2026-09-21T06:48:46+00:00","dateModified":"2026-09-21T06:48:48+00:00","author":{"@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/#\/schema\/person\/f3ca41731be775323fc03571e19d68a4"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/#primaryimage","url":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1.png","contentUrl":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/07\/image-1.png"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/multirail-fraud-warum-banken-betrug-nicht-mehr-alleine-bekaempfen-koennen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Multirail Fraud: Warum Banken Betrug nicht mehr alleine bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/#website","url":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/","name":"IFZ Retail Banking Blog","description":"News und Trends aus dem Retail Banking Markt Schweiz","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/#\/schema\/person\/f3ca41731be775323fc03571e19d68a4","name":"andreasdietrich","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f643c7df11a0d664cc942a8e40e75c6de1d1b8898206fa2c11b192da2f27b408?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f643c7df11a0d664cc942a8e40e75c6de1d1b8898206fa2c11b192da2f27b408?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f643c7df11a0d664cc942a8e40e75c6de1d1b8898206fa2c11b192da2f27b408?s=96&d=mm&r=g","caption":"andreasdietrich"}}]}},"featured_image_src":null,"featured_image_src_square":null,"author_info":{"display_name":"andreasdietrich","author_link":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/author\/andreasdietrich\/"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22383","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-json\/wp\/v2\/users\/165"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22383"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22383\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22564,"href":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22383\/revisions\/22564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22383"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22383"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22383"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}