{"id":22643,"date":"2026-11-03T09:04:43","date_gmt":"2026-11-03T08:04:43","guid":{"rendered":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/?p=22643"},"modified":"2026-11-03T09:04:45","modified_gmt":"2026-11-03T08:04:45","slug":"was-ist-der-private-banking-kundschaft-wichtig-anlagepraeferenzen-gruende-fuer-die-bankwahl-und-marktanteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/was-ist-der-private-banking-kundschaft-wichtig-anlagepraeferenzen-gruende-fuer-die-bankwahl-und-marktanteile\/","title":{"rendered":"Was ist der Private Banking-Kundschaft wichtig? Anlagepr\u00e4ferenzen, Gr\u00fcnde f\u00fcr die Bankwahl und Marktanteile"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Verm\u00f6gende in der Schweiz verteilen ihr Geld im Schnitt auf mehr als drei Banken. Zudem hat jede vierte befragte Person in den letzten f\u00fcnf Jahren ihre Haupt-Anlagebank gewechselt. Sie kennen sich in Finanzfragen gut aus und sch\u00e4tzen den pers\u00f6nlichen Kontakt zur Bank. Und: Praktisch alle verm\u00f6genden Personen legen an. Diese und weitere Erkenntnisse liefert unsere neue Private Banking-Studie. Im Blog geben wir einen Einblick in die wichtigsten Erkenntnisse.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/privatebanking\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Link zum Studien-Download<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ergebnisse der Studie \u00abPrivate Banking Anlageverhalten, Erwartungen und Zufriedenheit verm\u00f6gender Personen\u00bb basieren auf einer Befragung von insgesamt 307 in der Schweiz wohnhaften Personen im Alter zwischen 38 und 90 Jahren mit einem frei verf\u00fcgbaren Verm\u00f6gen von mehr als CHF 1 Million. Die Erhebung wurde im Mai 2026 online durch das Marktforschungsinstitut intervista durchgef\u00fchrt. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der <a href=\"https:\/\/www.lukb.ch\/private-banking\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Luzerner Kantonalbank<\/a> erstellt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Praktisch alle Verm\u00f6genden legen an<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Schweizer Bev\u00f6lkerung investiert etwa jede zweite Person in Wertschriften (<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/hochschule-luzern\/ueber-uns\/medien\/medienmitteilungen\/2025\/11\/11\/vorsorgen-und-anlegen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">siehe dazu unsere Studie aus dem Vorjahr<\/a>). Dabei zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Verm\u00f6gen und der Wahrscheinlichkeit von Wertschriftenanlagen. Unter den Personen mit einem Verm\u00f6gen von weniger als CHF 20&#8217;000 investierte im Jahr 2025 rund jede vierte Person in Wertschriften. Bei Personen mit einem Verm\u00f6gen von mehr als CHF 250\u2019000 belief sich der Anteil auf 83 Prozent. Die nun erhobenen Daten zu Personen mit einem Verm\u00f6gen von mehr als CHF 1 Million zeigen, wenig \u00fcberraschend, ein noch deutlicheres Bild. Praktisch alle Befragten investieren in Wertschriften (99%, vgl. Abbildung 1).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"510\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-1-1024x510.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22644\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-1-1024x510.png 1024w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-1-300x149.png 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-1-768x382.png 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-1-1536x764.png 1536w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-1-928x462.png 928w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-1-600x299.png 600w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-1.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 1: Anteil Wertschriften-Anlegerinnen und -Anleger in der Schweizer Bev\u00f6lkerung (Erhebung 2025) vs. Private Banking-Kundschaft (Erhebung 2026)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verm\u00f6gende haben weniger Angst vor Verlusten und interessieren sich st\u00e4rker f\u00fcr den Finanzmarkt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen der H\u00f6he des Verm\u00f6gens, der Risikobereitschaft bei Investitionen sowie dem Interesse und dem Wissen \u00fcber Finanzthemen besteht eine wechselseitige Beziehung. Einerseits kann ein h\u00f6heres Verm\u00f6gen finanzielle Verluste leichter verkraftbar machen und damit die Risikoscheu reduzieren. Zugleich kann die Verwaltung eines gr\u00f6sseren Verm\u00f6gens dazu anregen, sich intensiver mit Finanzthemen auseinanderzusetzen. Andererseits k\u00f6nnen eine h\u00f6here Risikobereitschaft, ein hohes Interesse an Finanzthemen und ein gr\u00f6sseres Finanzwissen zu fundierten Anlageentscheidungen f\u00fchren und damit langfristig zur Bildung eines (noch) gr\u00f6sseren Verm\u00f6gens beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Befragung zeigt, dass sich die Private Banking-Kundschaft st\u00e4rker f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte interessiert, ihr Finanzwissen als \u00fcberdurchschnittlich einsch\u00e4tzt und sich von kurzfristigen Verlusten weniger aus der Ruhe bringen l\u00e4sst. Dies widerspiegelt sich auch im Anlageverhalten der verm\u00f6genden Personen (vgl. Abbildung 2). 90 Prozent der Private Banking-Kundinnen und Kunden legen in Aktien an, 68 Prozent in Anlagefonds und 39 Prozent auch in Derivate. Dazu investieren 24 Prozent in Renditeliegenschaften und 12 Prozent direkt in Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1002\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-2-1024x1002.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22645\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-2-1024x1002.png 1024w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-2-300x293.png 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-2-768x751.png 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-2-1536x1502.png 1536w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-2-714x698.png 714w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-2-600x587.png 600w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-2.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abbildung 2: Anteil Private-Banking-Kundinnen und -Kunden mit Investitionen in die entsprechenden Anlageklassen<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00abDen einen\u00bb oder \u00abdie eine\u00bb Private Banking-Kund\/in gibt es nicht<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Investieren ist f\u00fcr Verm\u00f6gende also selbstverst\u00e4ndlich, aber nicht alle setzen die gleichen Schwerpunkte in Bezug auf die Anlageklassen. Basierend auf den gew\u00e4hlten Anlageklassen identifizieren wir vier Typen von Private Banking-Kundinnen und Kunden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Konventionelle Anlegerinnen und Anleger:<br><\/strong>Dieser Private Banking-Typ zeichnet sich durch einen Schwerpunkt auf traditionellen Anlageklassen aus. Im Vordergrund stehen dabei klassische und liquide Anlageinstrumente. Illiquidere Anlageklassen und komplexere Instrumente mit h\u00f6heren Eintrittsschwellen werden von dieser Gruppe weniger verwendet.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Immobilienorientierte Anlegerinnen und Anleger:<\/strong><br>Dieser Private Banking-Typ kombiniert klassische Anlageinstrumente mit einem ausgepr\u00e4gten Fokus auf Renditeimmobilien. Mit durchschnittlich rund sechs unterschiedlichen Anlageklassen nutzt diese Gruppe eine vergleichsweise geringe Bandbreite an Anlageformen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Unternehmerische Anlegerinnen und Anleger:<br><\/strong>Diese Gruppe zeichnet sich durch eine hohe Beteiligung an unternehmerischen und privaten Anlageformen abseits der \u00f6ffentlichen Kapitalm\u00e4rkte aus. Mit durchschnittlich neun unterschiedlichen Anlageklassen nutzt sie das breiteste Spektrum an Anlageklassen. 86 Prozent der Personen in dieser Gruppe halten Direktbeteiligungen an anderen Unternehmen, 68 Prozent vergeben Darlehen an Unternehmen und 64 Prozent sind an einem eigenen Unternehmen beteiligt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Kapitalmarktorientierte <\/strong>Anlegerinnen und Anleger<strong>:<br><\/strong>Personen in dieser Gruppe lassen sich als finanzmarktaffin charakterisieren. Sie nutzen ein breites Spektrum an klassischen und komplexeren Anlageinstrumenten. Mit durchschnittlich rund acht unterschiedlichen Anlageklassen weisen sie nach den unternehmerischen Kundinnen und Kunden die zweitgr\u00f6sste Bandbreite an Anlageformen auf. Besonders deutlich zeigt sich dies bei komplexeren und alternativen Instrumenten: Optionen, weitere Derivate und strukturierte Produkte werden von 75 Prozent genutzt, Private Debt\/Equity von 63 Prozent. Auch bei klassischen Anlagen wie Obligationen und Anlagefonds liegt diese Gruppe deutlich \u00fcber dem Durchschnitt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abbildung 3 zeigt die unterschiedlich zusammengesetzten Anlageportfolios der vier Typen und stellt f\u00fcr jede Anlageklasse dar, wie stark deren Nutzung innerhalb der einzelnen Gruppen vom Durchschnitt der gesamten Private Banking-Stichprobe abweicht. Die ausgewiesenen Werte entsprechen den Abweichungen vom Durchschnitt in Prozentpunkten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"688\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-3-1024x688.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22646\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-3-1024x688.png 1024w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-3-300x202.png 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-3-768x516.png 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-3-1536x1032.png 1536w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-3-928x624.png 928w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-3-600x403.png 600w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-3.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 3: Anlageklassen pro Private Banking-Typ: Prozentpunktabweichung vom Durchschnitt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>UBS und Kantonalbanken sind im Private Banking besonders stark positioniert<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die befragten Kundinnen und Kunden verteilen ihr Verm\u00f6gen auf mehrere Institute. Sie unterhalten durchschnittlich 3.3 Bankbeziehungen. Nur bei rund der H\u00e4lfte ist die Hauptbank f\u00fcr den Zahlungsverkehr gleichzeitig auch die wichtigste Bank f\u00fcr Anlagen (vgl. Abbildung 4). Besonders stark im Anlagegesch\u00e4ft positioniert sind die UBS und die Kantonalbanken, die zusammen f\u00fcr fast die H\u00e4lfte der Befragten (48 Prozent) die Haupt-Anlagebank sind. Banken mit einer starken Verankerung im Retailgesch\u00e4ft spielen somit auch im Private Banking eine bedeutende Rolle.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-4.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"582\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-4-1024x582.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22647\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-4-1024x582.png 1024w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-4-300x171.png 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-4-768x437.png 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-4-1536x873.png 1536w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-4-928x527.png 928w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-4-600x341.png 600w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-4.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 4: Marktanteil als Hauptbank und Haupt-Anlagebank pro Bankengruppe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bereitschaft zum Bankwechseln ist vorhanden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Knapp 30&nbsp;Prozent der befragten Private Banking-Kundschaft haben ihre Haupt-Anlagebank noch nie gewechselt, 34&nbsp;Prozent zuletzt vor mehr als 10 Jahren. Trotzdem bewegt sich der Markt. Rund ein Viertel hat die Haupt-Anlagebank in den letzten f\u00fcnf Jahren gewechselt. Ein m\u00f6glicher Erkl\u00e4rungsansatz daf\u00fcr ist die enge Bindung zwischen Private Banking-Kundinnen und -Kunden und ihrer Beratungsperson. Wechselt diese Beratungsperson die Bank, folgt ihr manchmal ein Teil der Kundschaft. Im Einzelfall betrifft dies zwar jeweils nur wenige Kundinnen und Kunden. Kumuliert \u00fcber die Zeit kann sich daraus jedoch ein relevanter Anteil an Bankwechseln ergeben. Zus\u00e4tzlich d\u00fcrfte auch der Wegfall der Credit Suisse einen Teil der in den vergangenen Jahren erfolgten Wechsel erkl\u00e4ren<strong>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vergleichsweise hohe Wechselaktivit\u00e4t unterstreicht, wie wichtig eine konstant hohe Beratungs- und Servicequalit\u00e4t ist, um bestehende Kundinnen und Kunden zu halten. Gleichzeitig bietet dies Banken auch eine Chance, neue Kundschaft zu gewinnen, sofern sie mit ihrem Angebot und ihrer Betreuung zu \u00fcberzeugen wissen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fachliche Kompetenz und Vertrauensbasis sind f\u00fcr Zufriedenheit am wichtigsten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie Abbildung 5 zeigt, sind f\u00fcr die Zufriedenheit der Private Banking-Kundschaft verschiedene Eigenschaften der Bank, der Anlageberaterin beziehungsweise des Anlageberaters sowie des Produkt- und Dienstleistungsangebots wichtig. Insgesamt bewerteten die Befragten 28 verschiedene Eigenschaften von Banken, Beratung und Dienstleistungen auf einer Skala von 1 (unwichtig) bis 5 (sehr wichtig). Abbildung 5 zeigt die 15 wichtigsten Eigenschaften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zwei wichtigsten Eigenschaften sind die Fachkompetenz der Beraterin beziehungsweise des Beraters sowie die Vertrauensbasis zu dieser Person. Beide Faktoren erhielten eine durchschnittliche Wichtigkeit von 4.6 Punkten. Danach folgen ein \u00abbenutzerfreundliches E-Banking\u00bb, die finanzielle Stabilit\u00e4t der Bank sowie die Transparenz in Bezug auf Kosten und Risiken mit jeweils 4.4 Punkten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit ist besonders interessant, dass diejenige des E-Bankings als wichtiger beurteilt wird als diejenige des Mobile Bankings (4.6 vs. 3.9 Punkte). Besonders im Retailbanking gilt bei der Entwicklung des digitalen Angebots hingegen h\u00e4ufig die Devise \u00abMobile First\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-5.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"814\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-5-1024x814.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22648\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-5-1024x814.png 1024w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-5-300x238.png 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-5-768x611.png 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-5-1536x1221.png 1536w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-5-878x698.png 878w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-5-600x477.png 600w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-5.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 5: Wichtigkeit ausgew\u00e4hlter Eigenschaften der Bank, der Anlageberatung sowie des Produkt- und Dienstleistungsangebots<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der pers\u00f6nliche Austausch mit der Anlageberaterin oder dem Anlageberater ist der Private Banking-Kundschaft wichtig. Dies zeigt sich in der gew\u00fcnschten Kontaktfrequenz (vgl. Abbildung 6). Mehr als ein Drittel der Befragten w\u00fcnscht sich, dass die Anlageberaterin oder der Anlageberater mindestens einmal pro Quartal Kontakt aufnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je nach Beratungs- und Verm\u00f6gensverwaltungsmodell unterscheiden sich die Kontaktbed\u00fcrfnisse der Kundinnen und Kunden. Personen, welche sich prim\u00e4r zu Anlageentscheiden beraten lassen, haben den h\u00f6chsten Kontaktbedarf. Fast die H\u00e4lfte (47%) w\u00fcnscht sich einen quartalsweisen Austausch, weitere 18&nbsp;Prozent sogar eine mindestens monatliche oder gar w\u00f6chentliche Kontaktaufnahme. Von den Private Banking-Kundinnen und -Kunden, die vorwiegend ein Verm\u00f6gensverwaltungsmandat nutzen, bevorzugt jeweils rund ein Drittel einen quartalsweisen beziehungsweise halbj\u00e4hrlichen Austausch. 9 Prozent w\u00fcnschen sich mindestens eine monatliche Kontaktaufnahme, w\u00e4hrend f\u00fcr 22&nbsp;Prozent ein j\u00e4hrlicher Austausch ausreicht. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass auch Kundinnen und Kunden, die ihre Anlageentscheide selbstst\u00e4ndig treffen, den Kontakt zur Bank sch\u00e4tzen: 40&nbsp;Prozent der \u00abExecution-only\u00bb-Gruppe w\u00fcnschen sich mindestens einen halbj\u00e4hrlichen Kontakt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die unterschiedlichen Kontaktbed\u00fcrfnisse verdeutlichen, dass es keine f\u00fcr alle Kundinnen und Kunden passende Kontaktfrequenz gibt. F\u00fcr Banken ist es deshalb wichtig, die individuellen Bed\u00fcrfnisse der Kundinnen und Kunden zu kennen und den pers\u00f6nlichen Austausch darauf abzustimmen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-6.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"532\" src=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-6-1024x532.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22649\" srcset=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-6-1024x532.png 1024w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-6-300x156.png 300w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-6-768x399.png 768w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-6-1536x798.png 1536w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-6-928x482.png 928w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-6-600x312.png 600w, https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2026\/10\/Abbildung-6.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 6: Gew\u00fcnschte H\u00e4ufigkeit der Kontaktaufnahme durch den Berater \/ die Beraterin<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fazit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die befragten Private Banking-Kundinnen und -Kunden haben eines gemeinsam: Sie verf\u00fcgen \u00fcber ein hohes Verm\u00f6gen und investieren praktisch alle in Wertschriften. Wie sie anlegen und welche Betreuung sie w\u00fcnschen, unterscheidet sich jedoch deutlich. F\u00fcr Banken lohnt sich deshalb ein Blick \u00fcber die Verm\u00f6gensh\u00f6he hinaus. Vor allem das Anlageverhalten, das Finanzinteresse und der individuelle Kontaktbedarf liefern wichtige Anhaltspunkte f\u00fcr eine passende Betreuung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei aller Vielfalt zeigen sich aber auch klare gemeinsame Priorit\u00e4ten. Gefragt sind vor allem eine hohe fachliche Kompetenz, eine vertrauensvolle Beziehung, finanzielle Stabilit\u00e4t sowie eine hohe Transparenz. Benutzerfreundliche digitale Angebote erg\u00e4nzen diese Grundlagen, w\u00e4hrend exklusive Zusatzleistungen weniger wichtig sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass die Private Banking-Kundschaft durchschnittlich 3.3 Bankbeziehungen unterh\u00e4lt und ein Viertel dieser Personen in den letzten f\u00fcnf Jahren die Bank gewechselt hat, zeigt, dass der Markt umk\u00e4mpft ist. Eine bestehende Kundenbeziehung ist damit eine gute Ausgangslage, aber keine Garantie f\u00fcr eine starke Position im Anlagegesch\u00e4ft. Entscheidend ist, die individuellen Erwartungen zu verstehen und ihnen sowohl in der pers\u00f6nlichen Beratung als auch mit dem digitalen Angebot gerecht zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/hub.hslu.ch\/retailbanking\/privatebanking\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Studie kann hier heruntergeladen werden.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verm\u00f6gende in der Schweiz verteilen ihr Geld im Schnitt auf mehr als drei Banken. Zudem hat jede vierte befragte Person in den letzten f\u00fcnf Jahren ihre Haupt-Anlagebank gewechselt. Sie kennen sich in Finanzfragen gut aus und sch\u00e4tzen den pers\u00f6nlichen Kontakt zur Bank. Und: Praktisch alle verm\u00f6genden Personen legen an. 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