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Klein, aber fein – Chatbots für das kleine Budget

Klein, aber fein – Chatbots für das kleine Budget

Chatbots eignen sich mittlerweile für jedes Unternehmen – und besonders Start-ups können mit Chatbots häufig grosse Erfolge erzielen. In diesem Blogbeitrag gibt HSLU-Alumna und KI-Spezialistin Sophie Hundertmark einen spannenden Einblick.


Das Beste gleich vorweg: Webinar “Chatbots für Startups” am 2. April 2020 zu Vorzugskonditionen

Am kommenden Donnerstag, 2. April 2020, 09.00-10.30 Uhr, veranstaltet Sophie Hundertmark ein Webinar zum Thema “Chatbots für Startups”. Für Leser*innen unseres Smart-up Blogs gibt es dazu einen Rabattcode: Mit dem Code startchat02 könnt ihr für nur CHF 15 anstatt CHF 25  am Webinar teilnehmen.

Zur Anmeldung geht’s hier!

Und wenn du dich jetzt fragst, ob das Thema Chatbots für dich als Jungunternehmer*in überhaupt relevant ist, dann lies nachfolgend, was Sophie dazu schreibt.


Chatbots für Start-ups? – Ja!

Vielen Unternehmen denken immer noch, dass sich Chatbots erst ab einer gewissen Mitarbeiter-, Kunden- oder Umsatzgrösse lohnen. Und das die Entwicklung eines Chatbots viel zu viel Budget und Zeit einnimmt, als das es jeder mal testen könnte. Dies war vielleicht am Anfang der Fall – aber das hat sich längst geändert.

Die Anwendungsfälle, die Umsetzungsmöglichkeiten und die Kunden-Akzeptanz von Chatbots haben sich in den letzten Jahren so verändert, dass nun auch kleine Unternehmen oder sogar Einzelunternehmen genau überlegen sollten, ob sie nicht doch in einen Chatbot investieren sollten.

Beispiele für Chatbots

Betrachten wir mal die breiten Möglichkeiten von Anwendungsfällen:

1.Chatbot statt Leadformular

Anstatt User über das klassische Lead-Formular zur Newsletter-Registrierung zu bringen, können Sie Ihre Leads auch innovativ via Chatbot generieren. Das Schweizer Startup „Systemcredit“ setzt seit einigen Monaten einen Chatbot ein, der ihnen qulifizierte Leads bringen soll. Der Bot Liquido fragt die User nach ihren Kreditpräferenzen und nach der E-Mail Adresse und generiert im Hintergrund sogar direkt einen neuen Lead-Kontakt im CRM System Zoho.

2. Chatbots statt Popup

Nervige Pop-ups, die nach XX Minuten auf Ihrer Website aufploppen und die User zu einer Conversion motivieren sollen, sind schon lange veraltet. Doch jetzt können Sie die Pop-ups durch kleine motivierende Chatbots ersetzen. Die Bots geben den Usern das Gefühl, direkt angesprochen zu werden und mit Hilfe der passenden Chatbot-Persönlichkeit gelingt die Konversion sicher. Auf der Website meiner ai-zurich Community habe ich im „Ticket-Bereich“ einen Chatbot integriert. Er soll alle User abholen, die kurz vor der Entscheidung stehen, sich ein Konferenz-Ticket zu bestellen, aber dennoch etwas zögern. Ich habe mich bewusst entschieden, den Chatbot erst hier zu zeigen. User haben so zunächst die Chance sich „in Ruhe“ auf der Website umzuschauen und wenn Programm und Speaker sie überzeugt haben und sie auf der letzten Seite sind, dann möchte ich sie mittels Bot abholen. Ich konnte die Zahl der Conversions, also der Ticketbestellungen bereits in der ersten Woche positiv steigern.

3. Beantwortung der häufigsten Fragen

Ihr bietet eine Dienstleistung an oder habt einen Standort vor Ort? Eure Website Besucher werden immer wieder nach den Öffnungszeiten oder Preisen fragen. Diese Fragen könnt ihr schnell und einfach automatisiert durch einen Chatbot abwickeln.

4. Vereinbaren von Terminen

Tools, wie Doodle Meetme oder Calendly zeigen erste Ansätze, wie User direkt selbst einen freien Termin bei Ihnen „buchen“ können. Doch viele User scheuen diese neuen Tools noch. Es ist ihnen nicht wohl beim Gedanken „im Kalender des anderen zu stöbern“. Kein Problem lasst doch einfach euren Chatbot sprechen und er zeigt den Interessierten, wo noch freie Termine sind und verschickt sogar direkt Termineinladungen.

Wir könnten diese Reihe von Usecases unendlich lange weiter führen – fest steht, auch für kleine Betriebe gibt es Chatbot-Usecases und erfolgreiche Umsetzungsoptionen.

Umsetzung von Chatbots

Nun schauen wir noch die Umsetzungsmöglichkeiten an. Die ersten Chatbots mussten alle individuell entwickelt werden und haben daher viel Zeit und Budget gekostet. Wenn ihr heute einen einfachen Usecase umsetzen wollt, dann gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Chatbot-Tools, mit denen ihr euch selbst einen „Bot bauen“ können, ohne dass ihr eine Zeile Code versteht. Seit Kurzem gibt es sogar einen Schweizer Anbieter für einfache Chatbots – aiaibot fokussiert sich mit seinen Funktionalitäten und dem Preissystem bewusst auf kleine und einfache Usecases bzw. Unternehmen. (Für komplexe Usecases werden meist noch Eigenentwicklungen benötigt).

Abgesehen vom Tooling empfiehlt es sich unbedingt das Konzept genau zu durchdenken und hier allenfalls mal einen Experten um Rat zu fragen. Ich habe dazu das Chatbot Canvas entwickelt. Mehr dazu findet ihr hier

Wenn es im die Akzeptanz von Chatbots geht, so zeigen Studien immer wieder, dass Chatbots immer mehr Wertschätzung seitens der User erhalten und „die Angst“ vor dem Umgang mit einem Chatbot verschwindet. Ich bin gespannt, wie Ihr nächster Chatbot Usecase aussieht – wie wär es direkt mit einem Chatbot zur einfachen Lead-Generierung oder für die Beantwortung der häufigsten Fragen?


Über die Autorin:

Sophie Hundertmark ist ehemalige Studentin der Hochschule Luzern und gehört zu den ersten Masterstudentinnen in der Schweiz, die zu Chatbots geforscht haben und hat sogar den Best Paper Award an der IWW Internet Conference 2018 in Portugal gewonnen. Heute ist sie selbstständige Beraterin für die strategische Begleitung sowie Umsetzung von Chatbot Projekten.

Zudem ist Sophie Gründerin von ai-zurich und unterstützt damit die AI for Business Community in Zürich und im Raum DACH. Mit ai-zurich organisiert Sophie regelmässige Meetups und Konferenzen zum Thema AI for Business.

Alle weiteren Infos zu Sophie und ihrem Angebot hier: www.hundertmark.ch

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