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Start-up Week 2020 – Studierende treffen offline und online Entrepreneurs aus Berlin, Stuttgart, Zürich und Hongkong

Start-up Week 2020 – Studierende treffen offline und online Entrepreneurs aus Berlin, Stuttgart, Zürich und Hongkong

In diesem Blogbeitrag berichtet Ueli Grüter über die corona-bedingt etwas andere, aber nicht minder spannende Start-up Week vom 7. bis 11. September 2020. Die Bildergalerie unten gibt zudem auch visuelle Impressionen aus dieser grossartigen Woche.

von Ueli Grüter

Über 60 Studierende der Hochschule Luzern – Wirtschaft haben sich für die Start-up Week 2020 angemeldet, 25 konnten wegen beschränkter Platzzahl daran teilnehmen. Wegen «Corona» fand die Start-up Week diesen Spätsommer nicht, wie geplant, in Berlin statt. Bei den Workshops in Luzern, im Technopark in Root und in Zürich waren aber Entrepreneurs aus Berlin, Stuttgart und Hongkong per Videokonferenz zugeschaltet.

Ziel der Start-up Week ist es, dass die Studierenden innerhalb einer Woche in Gruppe von vier bis fünf Personen eine Geschäftsidee finden, entwickeln und am Schluss der Woche in einem Wettbewerb mittels Pitch präsentieren. Daraus kürt eine Jury das Siegerprojekt. Zur Erreichung ihres Ziels erhalten die Studierenden von Beratern von Start-ups das handwerkliche Rüstzeug sowie laufend Inspirationen durch den Einblick in Start-ups und ihren Erfahrungen.

Startschuss im Zentralschweizer Start-up Hotspot

Los ging es mit der Start-up Week im Zentralschweizer Hotspot für Entrepreneurs, dem Technopark Luzern in Root. Hansruedi Lingg, Geschäftsführer des Technopark informierte über die «Cornerstones» die Start-ups erfüllen müssen, damit sie in das inspirierende Ökosystem und Förderprogramm der schweizweit aktiven Technopark-Allianz aufgenommen werden. Danach faszinierten die Studierenden drei bereits erfolgreiche Start-ups, Signifikant Solutions und deren Co-Gründer Cornel Schmid, Cowa Thermal Solutions mit Co-Founder Simon Maranda sowie yamo und deren Co-Gründer Tobias Gunzenhauser. Diese Start-ups waren für die Studierenden besonders motivierend, da sie alle aus Projekten der Hochschule Luzern heraus entstanden sind. An der Hochschule Luzern ein Start-up mit Zukunft zu gründen, ist also nicht nur eine Fiktion, sondern Realität.

Hands-on Inputs und Coaching bei der Entwicklung eigener Geschäftsideen

Isabelle Oehri vom Förderprogramm für Innovation, Unternehmertum und Selbständigkeit an der Hochschule Luzern, «Smart-up», vermittelte den Studierenden das Start-up Werkzeug des «Lean Canvas», der auch Teil des Smart-up Ideation Booklet ist («In 4h zur eigenen Firma!»).

Dass Recht nicht nur ein «notwendiges Übel», sondern neben der Geschäftsidee, deren Entwicklung sowie Finanzierung, ein wichtiger Pfeiler eines Start-ups ist, merken Gründer in der Regel ganz früh im Projekt. Aus seiner Erfahrung bei Smart-up entwickelte darum Ueli Grüter, Rechtsanwalt, Dozent und Start-up Coach einen Guide mit den «Rechtlichen Hotspots für Start-ups», die er den Studierenden mit zahlreichen Praxisbeispielen erläuterte.

In der heissen Phase der Entwicklung ihrer Geschäftsidee erhielten die Studierenden mit Mike Schwede, Entrepreneur, Start-up-Coach und Dozent, einen gleichzeitig erfahrenen und coolen Sparringpartner. Mike gab des Studierenden in Workshops Inputs und begutachtete laufend die Gruppen und ihre Start-up-Projekte.

Per Videoschaltungen nach Berlin…

Die erste Videoschaltung machten wir zur Partner-Hochschule in Berlin, der Hochschule für Wirtschaft und Recht HWR Berlin. Online begrüssten wir Dörte Busch sowie Prof. Sven Ripsas, der den Studierenden zeigte, dass «Corona» nicht nur eine Krise, sondern gerade für Start-ups auch eine Chance ist um Probleme aufzugreifen und daraus eine Geschäftsidee zu entwickeln.

Aus Berlin zugeschaltet war uns dann auch Louis Heinz, der als Investment-Manager beim High-Tech Gründerfonds HTGF den Studierenden in Hinblick auf ihr Pitch – im eigentlichen Sinn des Wortes – wertvolle Tipps gab, wie sie Geldgeber von ihren Ideen begeistern können.

…über Hongkong…

Immer wieder begeistert sind unsere Studierenden in der Start-up Week vom Schweizer Serien-Gründer Christoph Burgdorfer und dessen Erfahrungen mit seinem Start-up «This Place» in London. Dieses Jahr besuchten wir Christoph nicht in London. Er war uns per Video aus Honkong zugeschaltet, wohin er weitergezogen ist und von wo aus insbesondere im Hardware-Hotspot Shenzen nach neuen Geschäftsideen sucht.

…nach Stuttgart…

Weil wir, nicht wie geplant, die Schweizer Botschaft in Berlin und deren Swiss Business Hub besuchen konnten, war uns deren Leiterin Britta Thiele-Klapproth per Video aus Stuttgart zugeschaltet. Britta Thiele zeigte in eindrücklicher Art, wie sie als Vertreterin der offiziellen Schweiz Start-ups in ganz Deutschland Türen, ja sogar Tore öffnen kann. Der Swiss Business Hub funktioniert somit und nicht nur in Deutschland, sondern weltweit als eigentlicher Start-up-Turbo.

«The default state of start-ups is failure». Mit diesem Satz holte Oliver Flückiger unsere Studierenden nach verschiedenen Höhenflügen wieder auf den Boden der Realität der meisten Start-ups. Denn mehr als 90 % der Gründer scheitern mit ihren Ideen. Dabei ging es jedoch nicht darum, mit den Erfahrungen von Oliver unsere Studierenden zu demotivieren, sondern viel mehr ihnen die Fallstricke bei der Unternehmensgründung zu zeigen, damit unsere Studierenden sich in diesen – hoffentlich – nicht verheddern.

Einen anderen Blickwinkel vermittelte unseren Studierenden Semir Jahic, ebenfalls ein Absolvent der Hochschule Luzern. Dieser stieg als Europäer in das US-amerikanische Start-up Clari ein.

…und wieder zurück nach Zürich

Zum Schluss der Start-up Week verbrachten wir mit unseren Studierenden einen faszinierenden Tag in der Start-up-Szene von Zürich. Wir starten den Tag beim FinTech Incubator & Accelerator F10, der an der namensgebenden Förrlibuckstrasse 10 vom Finanzdienstleister Six initiiert wurde, zwischenzeitlich aber auch Niederlassungen in Singapur und Madrid hat. Eingeführt wurden wir durch Geschäftsleiter Gerrit Sindermann und Senior Advisor Marc Lussy. Till Haug stellte und das von ihm mitentwickelte Analysetool für Versicherungen, Veezoo, und Habib Gzara sein Start-up Lyyna, eine B2B2C-Vertriebsplattform für Einzelversicherungen, vor.  

Pitches und Bier als traditioneller Start-up Week Höhepunkt

Ziel und Höhepunkt der Start-up Week sind die Pitches der von den Studierenden gesuchten und entwickelten Geschäftsideen. Dieses Jahr gab es sechs Gruppen. Diese präsentierten einen Laptop-Tisch für unterwegs, eine Tausch-App, Hardware as a Service, eine App, mit der sich Gleichgesinnte zur Freizeitaktivitäten finden, eine Gastro-App sowie einen Alkoholomat. Das Rennen als beste Geschäftsidee und beste Präsentation machte schlussendlich der Alkoholomat mit dem sinnigen Brand «Choose Booze»!

Gefeiert haben wir den Sieger der Start-up Week beim Lunch beim Verpflegungs-Dienstleister FELFEL. Dabei erzählte uns die Co-Gründerin Daniela Steiner die unglaubliche Erfolgsgeschichte dieses Food-Start-ups mit mittlerweile über 100 Mitarbeitenden und einer Niederlassung in Lausanne.

In London wurde es zur Tradition, dass wir die Start-up Week in einem Pub abschliessen. In Zürich hätte es sicherlich auch einen Pub gegeben. Aber vis-à-vis des FELFEL fanden wir die tolle Location von Binz & Kunz, wo wir in Corona-sicherer Umgebung im Garten mit Bier, aber auch mit anderen coolen Drinks auf eine weitere, äusserst inspirierende Woche anstossen konnten. Cheers!

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