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Smart-up X female founders luncheon – Gründen als Karriereoption?

Smart-up X female founders luncheon – Gründen als Karriereoption?

Am 25. März 2021 fand der erste Smart-up X female founders luncheon statt. Das Thema des Events: «Entspricht die Gründung eines eigenen Unternehmens deinem Karriereweg?» Um den Teilnehmerinnen einen tiefgründigen Einblick in die Startup-Welt zu geben haben wir Eugenie Nicoud, COO und Co-Founder von Sedimentum AG, als Gastreferentin eingeladen. Sie schilderte den Teilnehmerinnen die Gründe, die sie zum Aufbau des eigenen Startups bewegt hatten, teilte ihre grössten Learnings und verriet den jungen Ladies, mit welchen Methoden sie es schaffte, das Zeitmanagement und ihre Produktivität zu steigern.

Eugenie studierte berufsbegleitend und war im Arbeitsleben die meiste Zeit dafür zuständig, etwas zu implementieren und aufzubauen. Vom Aufbau eines Onlineshops bis hin zum Aufbau der Marketingabteilung in einer der grössten Bäckereien. Der Gedanke, etwas aufzubauen und umzusetzen, begleitet Eugenie demnach schon lange.

Doch was hat sie dazu bewegt, zusammen mit ihren Co-Foundern, ihr eigenes Unternehmen zu gründen?

🧑‍🤝‍🧑Mit Menschen zusammenzuarbeiten, mit denen man die gleiche Werte teilt
In ihrem Start-Up hat Eugenie die Möglichkeit, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die die gleichen Ambitionen, Ziele und Werte teilen. Das eingespielte Team arbeitet Tag für Tag daran, ihre Version Wirklichkeit werden zu lassen.

👉Sinnstiftende Arbeit
Das Produkt von Sedimentum löst ein reales Problem, Eugenie sieht deshalb zu 100% den Zweck ihrer Tätigkeit. Sie kann dazu beitragen, das Leben von schutzbedürftigen Personen sicherer und autonomer zu machen und investiert damit in ihre eigene Zukunft, in die Zukunft ihrer Kinder und die ihrer Familie.

📈Output der eigenen Produktivität
Startups erreichen die Meilensteine durch ihre flexible Organisation häufig schneller als Konzerne mit eingefahrenen Strukturen und Abläufen. Sie schaffen es, Dinge schneller und schlanker umzusetzen und ihre Ziele besser und effizienter zu erreichen. Der eigene Output ist stets ersichtlich und messbar.

Am 1.Mai 2019 gründete Eugenie Nicoud, zusammen mit ihren Co-Foundern Sandro Cilurzo, Immanuel Zerbini und Roman Böhni, die Unternehmung Sedimentum AG, welche eine kontaktlose Lösung zur Sturz- und Notfallerkennung im Gesundheitswesen entwickelt hat, ohne dabei die Privatsphäre zu gefährden. Auf dem Weg in die Selbstständigkeit haben Eugenie drei Learnings begleitet:

⚖️Emotionale Balance
Der Aufbau eines Startups entspricht einer emotionalen Achterbahnfahrt. An gewissen Tagen erreicht man die Meilensteine und erhält Zusagen, an anderen Tagen muss man sich Herausforderungen stellen, erhält Absagen und für den Moment bricht alles zusammen. Am Anfang eines Startups dreht sich alles um’s Lernen, Wachsen und Bestehen. Jeder Tag ist anders und hat andere Herausforderungen. Diese Ungewissheit löst eine emotionale Achterbahnfahrt aus.

🧑‍🤝‍🧑 Team is everything
In einem gut funktionierenden Team zu arbeiten ist zum einen für den Erfolg, zum anderen aber auch für das Wohlbefinden und das Arbeitsklima von Bedeutung. Es ist wichtig, dass man dem Team blind vertrauen kann, die gleichen Werte und Ambitionen teilt und immer offen und ehrlich zueinander ist.
Stabiles Team = stabiles Startup.

💸Materielle Unabhängigkeit
Eugenie und ihre Co-Founder haben auch ihr Privatleben darauf ausgerichtet, ein Startup aufzubauen. Die privaten Fixkosten wurden deshalb möglichst tief gehalten, damit sie einen längeren Atem haben, wenn es finanziell schwieriger wird.

Das Team von Sedimentum hat diverse Unterstützungsangebote in Anspruch genommen. Beispielsweise arbeitet das Start-Up eng mit dem Smart-up Team der HSLU zusammen, welches dem Jungunternehmen ermöglichte, sehr attraktive Büros zu unglaublich freundlichen Start-Up Konditionen zu bekommen. Des Weiteren profitiert Sedimentum von den Coaching Programmen von Innosuisse, dem Förderprogramm des Bundes.

Diese Unterstützungsprogramme ermöglichen dem Unternehmen eine gute Integrierung in das Start-Up Ökosystem und unterstützen bei Herausforderungen oder bei der Expertensuche. Doch wie meisterte Eugenie Nicoud den «Start-Up workload»? Dazu hat Eugenie zwei Methoden in ihr Arbeitsleben und Privatleben implementiert:

🐸Iss den Frosch
Wer morgens als Allererstes den grössten Frosch zum Frühstück verspeist, hat die unangenehmste Aufgabe hinter sich gebracht und kann beruhigt durch den Tag gehen. Deshalb erledigt Eugenie die wichtigsten Aufgaben am Anfang des Tages und macht die Aufgaben zuerst, die sie als mühsam empfindet. Dank dieser Technik ist «Procastinating» kein Thema für sie.

📅5min Regel
Eugenie nimmt sich jeden Tag (auch Samstag und Sonntag) 1-2 Stunden Zeit, um alle Aufgaben zu erledigen, die nur 5-10 Minuten in Anspruch nehmen. Innerhalb dieser Zeitspanne kann sie sehr viele Dinge abarbeiten und hat am Ende der Woche keine Ansammlung an «kleinen» Aufgaben, die dann vergessen gehen könnten.

Wie der Titel dieses Blogbeitrags bereits verrät, richtet er sich an Frauen (aber auch an Männer!), die sich gerade in der Entscheidungsphase befinden, ob die Gründung eines Unternehmens dem eigenen Karriereweg entspricht. Eugenie möchte diesen Menschen folgende drei Dinge ans Herz legen:

1: Mache nicht etwas, nur damit dein Lebenslauf gut aussieht, weil «es sich so gehört» oder wegen dem Lohn. Langfristig wird dich das unglücklich machen und das Sinnstiftende geht dabei völlig verloren.

2: Gründen, einfach um etwas zu gründen ist nicht zielführend und nicht sinnvoll. Wenn du eine Nische, ein Problem oder eine Chance entdeckt hast, dann go for it!

3: Folge deinem Herzen!

Vielen Dank für deinen wertvollen Input und deine Zeit, liebe Eugenie! Deine Tipps und Methoden werden vielen Menschen die Entscheidung, ob die Gründung eines Unternehmens ihrem Karriereweg entspricht, erleichtern!

Du möchtest die nächsten Smart-up X female founders lucheons nicht verpassen? Dann melde dich gleich für den nächsten Event an!

Es warten weitere, interessante Gastreferenten auf dich!

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