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Birdy ‒ Sitzt du noch oder hockst du schon?

Birdy ‒ Sitzt du noch oder hockst du schon?

Manchmal hat eine Hämorrhoidenerkrankung auch was Gutes. Dann nämlich, wenn ein einfacher Toilettenhocker zur Behandlung eben dieser Erkrankung der Auslöser für ein Start-up ist. So passiert beim Team von Birdy. Sie haben es sich zur Mission gemacht, einen ästhetischen Toilettenhocker zur Erleichterung der Darmentleerung zu entwickeln.

Die Idee rund um Birdy entstand in einer Wohngemeinschaft in Luzern. Um einer Hämorrhoiden-Erkrankung entgegenzuwirken, wurde auf Geheissen des Hausarztes ein Untersatz für die Füsse unter die Toilette gestellt. Dieser Untersatz tat zwar seine Wirkung und wurde für alle Bewohner unentbehrlich, konnte jedoch optisch nicht überzeugen. So machten sich David Bürgisser und Raphael Amrein, die Gründer von Birdy, in die Werkstatt auf, um ihren persönlichen Holz-Hocker zu kreieren. Zusammen mit der Holzwerkstatt der Obwaldner Stiftung Rütimattli wurde das Design verfeinert und die Idee realisiert.

Sozial und ökologisch nachhaltig
Bei der Entwicklung des Toilettenhockers stand nicht nur die Ästhetik im Vordergrund. Den beiden Gründern war es auch wichtig, die Hocker sozial und ökologisch nachhaltig zu produzieren. So konnten durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung Rütimattli aus Obwalden dank Birdy Vollzeitstellen in der Holzwerkstatt der Stiftung sichergestellt werden. Zudem bestehen die Birdys aus Schweizer Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Dank der Fokussierung auf lokale Lieferanten können Emissionen auf ein Minimum begrenzt werden.

Wieso braucht es Birdy?
Seit der Erfindung der herkömmlichen Toiletten ist die Krankheitsrate von Darmkrankheiten rapide angestiegen. Mit dem Toilettenhocker von Birdy wird die natürliche Sitzhaltung wieder sichergestellt. Diese Sitzhaltung verhindert das Abklemmen des Enddarms und führt so zu einer gesunden und natürlichen Entleerung.

5 Fragen an das Birdy-Team:

Wie sieht euer Start-up Alltag aus?
Viel Chaos, Viel Whatsapp, Viele Aha-Erlebnisse, Viele Ouh-Shit-Erlebnisse und jede Menge Spass. In der jetzigen Phase dominiert ganz klar die intensive Kommunikation zwischen uns beiden und die Bekanntmachung des Produkts und unserer Absicht.

Wer ist euer Vorbild?
David: Yvon Chouinard
Raphael: Elon Musk, Yvon Chouinard, David Bürgisser, Galaxus (Marketing)

Was bringt euch so richtig auf die Palme?
David: Die Art und Weise wie die Globalisierung zur Profitmaximierung in finanzpolitisch stärkeren Gebieten ausgenutzt wird.
Raphael: Pessimismus und… wenn Früchte geschält werden, um sie danach in Plastik zu verpacken und ins Regal zu stellen, nur weil es Menschen gibt, die zu faul sind die Früchte selbst zu schälen.

Wovon träumt ihr?
David: Einem bewussteren Konsumverhalten der Menschen in ihrem Alltag und dass wieder mehr Wert auf Qualität und Herkunft von Produkten gelegt wird.
Raphael: Von Toiletten mit Birdy’s.

Was möchtet ihr angehenden Gründer*innen mit auf den Weg geben?
David: Überlegt euch bei jedem Produkt welches ihr herstellt, welchen Einfluss dies auf die Menschen und die Natur in der ganzen Produktionskette haben wird. Fragt euch: «wenn ihr euren Grosskindern davon erzählen werdet, könnt ihr mit Stolz und gutem Gewissen von euren Handlungen erzählen oder nicht?».
Raphael: Wer sich für die Selbständigkeit entscheidet, der darf auch deren Vorteile auskosten. Und Hater gone Hate – die gibt es immer! Ideen haben und Ideen umsetzen sind weit entfernte Zustände.

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