9. Juni 2026

Smart-up Portraits

RÜM Studio: Räume, die man nicht nur sieht, sondern erlebt

Wie wird aus einem Ort ein Erlebnis, das nicht nur sichtbar, sondern spürbar wird? RÜM Studio hat die Antwort darauf. Das junge Designkollektiv von Jacqueline Balosetti, Julian Gander und Saskia Morgenegg gestaltet multisensorische Räume, die Geschichten erzählen, Atmosphäre schaffen und in Erinnerung bleiben. Was während des Bachelor Spatial Design der HSLU Design Film Kunst als gemeinsame Projektarbeit begann, ist heute ein eigenes Studio mit einem klaren Anspruch: Räume so zu gestalten, dass Menschen sie mit mehreren Sinnen erleben können.

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RÜM Studio: Räume, die man nicht nur sieht, sondern erlebt
Räume, die Geschichten erzählen

RÜM Studio entwickelt Ausstellungen, Aussenräume und öffentliche Orte. Im Zentrum steht dabei nicht nur die Frage, wie ein Raum aussieht, sondern was Menschen darin wahrnehmen, fühlen und mitnehmen. Dafür denkt RÜM Studio Räume als Ganzes: vom ersten Konzept über die Gestaltung vor Ort bis zu digitalen Elementen und dem visuellen Auftritt auf der Webseite.

Jacqueline, Julian und Saskia möchten Projekte umsetzen, hinter denen eine klare Idee steht. Gestaltung soll bei ihnen nicht dekorativ wirken, sondern zum Inhalt, zum Ort und zu den Menschen passen, die den Raum nutzen oder besuchen. So entstehen Räume, die Orientierung geben, Neugier wecken und auch nach dem Besuch präsent bleiben.

Vom Studienprojekt zum eigenen Studio

Der Anfang von RÜM Studio liegt in einem Ideenwettbewerb während des Studiums. Gemeinsam entwickelten Jacqueline, Julian und Saskia das Projekt «Geruchszeitreise im Waschhüsli» in St. Ottilien, Buttisholz. Statt einen Ort nur visuell zu inszenieren, machten sie Geschichte über Gerüche, Erinnerungen und Atmosphäre erlebbar. Mit diesem Ansatz gewannen sie den Wettbewerb. Aus diesem Projekt und der daraus gewonnenen Erfahrung zeigte sich ihnen, dass sie die Freiheit reizt, eigene Ideen zu verfolgen und Projekte nach ihrem Verständnis zu entwickeln.

Zwischen Idee, Ort und Umsetzung

Die Arbeit an einem Projekt beginnt oft mit dem Eintauchen in einen Ort oder ein Thema. In der Konzeptphase recherchiert, analysiert, skizziert und visualisiert das Team. Es geht darum, die Geschichte hinter einem Raum zu verstehen und daraus ein Erlebnis zu entwickeln, das nicht beliebig wirkt.

Sobald ein Projekt in die Umsetzung geht, wird die Arbeit konkreter und koordinativer. Dann braucht es Absprachen mit externen Firmen, Offerten, Organisation und Administration. Gerade diese Mischung aus kreativen Ideen auf der einen und Struktur auf der anderen prägt RÜM Studio sehr.

Sichtbarkeit als Herausforderung

Die aktuell grösste Herausforderung ist es, neue Kund:innen und passende Projekte zu finden.
Spannend findet das Team Projekte, bei denen man von Beginn an in der Analyse- und Konzeptphase involviert ist. Spatial Design ist allerdings vielen noch wenig vertraut und Unternehmen, Gemeinden oder Institutionen wissen oft nicht, welchen Mehrwert Spatial Designer:innen ihnen bieten können. Deshalb gehört es für das Team auch dazu, die eigene Arbeit verständlich sichtbar zu machen und zu zeigen, welche Vorteile multisensorische Gestaltung schafft.

Drei Gründer:innen, ein gemeinsames Ziel

RÜM Studio lebt von der Zusammenarbeit der drei Gründer:innen. Da alle das Studio neben weiteren Verpflichtungen führen, braucht es klare Absprachen, Vertrauen und eine gute Aufgabenteilung. Gleichzeitig ist Flexibilität wichtig, damit Ideen gemeinsam geschärft und Projekte je nach Situation schnell vorangebracht werden können.

Was das Team von RÜM Studio anderen Gründer:innen mit auf den Weg gibt ist: nicht warten, bis alles perfekt ist. Einfach anfangen und auch kleine Projekte ernst nehmen. Vieles lernt man erst, wenn man es wirklich macht. Wer nebenbei starten kann, sollte diese Möglichkeit nutzen und Geduld mitbringen. Gleichzeitig lohnt es sich, Feedback früh einzuholen und die eigene Arbeit sichtbar zu machen.

3 weitere Fragen:

  1. Welche Eigenschaften sind euch bei anderen Personen besonders wichtig?
    Offene und ehrliche Kommunikation. Dazu gehört, Kritik annehmen zu können und neuen Ideen gegenüber offen zu bleiben. Am wichtigsten ist gegenseitige Wertschätzung, im Team genauso wie gegenüber Kund:innen.
  2. Was sind eure liebsten Teambuilding-Aktivitäten?
    Wir treffen uns auch privat gerne. Besonders bewährt haben sich Escape Rooms und Spielecafés, weil man dort gemeinsam tüftelt, lacht und als Team unterwegs ist.
  3. Was würdet ihr rückblickend anders machen?
    Die eigene Arbeit früher und konsequenter dokumentieren und teilen, auf Social Media, aber auch im persönlichen Gespräch. Man denkt oft, etwas sei noch nicht interessant oder nicht perfekt genug. Das Feedback ist aber meistens positiver als erwartet. Es lohnt sich, früh sichtbar zu werden.

 

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