{"id":522,"date":"2017-01-12T08:30:53","date_gmt":"2017-01-12T07:30:53","guid":{"rendered":"https:\/\/hslu-soziale-arbeit.test\/?p=522"},"modified":"2026-01-21T15:22:40","modified_gmt":"2026-01-21T14:22:40","slug":"spiel-als-kreative-methode-in-der-soziokulturellen-animation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hub.hslu.ch\/soziale-arbeit\/spiel-als-kreative-methode-in-der-soziokulturellen-animation\/","title":{"rendered":"Spiel als kreative Methode in der Soziokulturellen Animation"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Prozess war teilweise sehr anspruchsvoll, da gemeinsame Entscheidungen getroffen werden sollten und unterschiedliche Ansichten diskutiert werden mussten: ein grosses Lernfeld f\u00fcr alle Beteiligten. Durch die Erfahrung, Teil eines Kulturprojektes zu sein, gewannen die Studierenden wertvolle Erkenntnisse f\u00fcr die Berufspraxis. W\u00e4hrend des Prozesses wurde konstruktiv diskutiert und man stimmte immer wieder \u00fcber gewisse Entscheidungen ab. Durch die immer gr\u00f6ssere Identifikation mit dem Projekt nahm auch die Motivation und Eigenverantwortung der Gruppenmitglieder gegen\u00fcber dem Prozess zu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Stellenwert von kreativen Methoden<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Kreative Methoden wurden im Modul verschieden eingesetzt. Die Gruppe, die sich zu der Gestaltung der R\u00e4ume Gedanken machte, hat zum Beispiel mit Klebeband ihre Ideen 1:1 auf dem Boden skizziert. Die so entstandene \u00c4sthetik gefiel allen dermassen gut, dass man beschloss, diese Form auch bei der Auff\u00fchrung beizubehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff Spiel, verstanden auch als offenes, freies Denken fern von bekannten Strukturen und Gesetzen, bereicherte die Arbeit. Laut <a href=\"https:\/\/www.brandeins.de\/archiv\/2006\/spielen\/die-spielregel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wolf Lotter<\/a>,&nbsp;deutsch-\u00f6sterreichischer Journalist und Autor, gibt es beim spielen nicht viele Regeln, ausser vielleicht, dass man die Grundhaltung \u00abThinking outside the box\u00bb befolgen soll, wenn man dies \u00fcberhaupt als Regel bezeichnen darf. Der Mut zur Innovation ist bei jedem Spiel ein wichtiges Element. Der Einsatz von \u00abSpiel\u00bb und kreativen Methoden im Unterricht war wichtig, da man dabei \u00fcber das Diskutieren hinaus ins Handeln kam, spielte und ausprobierte. Dadurch konnten auch Schwierigkeiten oder Sackgassen \u00fcberwunden werden. Gerade zu Beginn war es schwierig, die einzelnen Themen (Spiel, Tag der offenen T\u00fcr, Flughafen, Fl\u00fcchtlingsthematik) auf spielerische Weise in Verbindung zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Anfang des Moduls verhielt man sich wie in einem normalen Schulzimmer, geordnet und angepasst. Doch mit der Zeit wurde man mutiger, man liess mehr kreatives Denken zu, die Arbeitsweise wurde zusehends leichter und lustvoller. Denn \u00abeine spielerische Haltung\u00bb ver\u00e4ndert laut Heinz Gubler, Dozent im Modul, die Arbeitssituation unter Menschen, eine andere Sinnlichkeit wird gelebt und es kommt zu Ganzheitlichkeit zwischen K\u00f6rper und Kopf, andere Impulse werden an den Kopf gesendet, sodass eine Wechselwirkung zwischen Kopf und K\u00f6rper entsteht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Lernprozesse<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wir haben erfahren, dass man in einem Prozess einfach mal draufloszuarbeiten kann, ohne diesen im Voraus mit seinen eigenen Vorstellungen einzuschr\u00e4nken. Das Konzept kann sich so langsam entwickeln und die Essenz kristallisiert sich allm\u00e4hlich heraus. Dies sind wichtige Erfahrungen im Kontext eines oftmals zielorientierten Projekt- bzw. Kulturmanagement. Man lernt dabei, bei schwierigen Thematiken genauer hinzuschauen und evtl. andere Wege zu finden. Eine Irritation kann zum Beispiel eine verfahrene Situation auflockern oder aufheben. Auch wurden verschiedene Methoden erlernt, welche Studierende in ihrem Arbeitsalltag verwenden k\u00f6nnen, zum Beispiel Methoden wie \u00abPaper Prototyp\u00bb oder \u00abTwine\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter lernten wir Spielkonzeptionen nach K. Salen und E. Zimmerman (2003) kennen. Alle drei Modelle (Game Play, Ludic Activities und Being Playful) k\u00f6nnen wunderbar auch im Alltag einer Sozialarbeiterin, eines Sozialarbeiters, einer Sozialp\u00e4dagogin oder eines Sozialp\u00e4dagogen eingesetzt werden. \u00abBeing playful\u00bb hat nicht direkt mit einem Spiel zu tun, sondern bedeutet, dass man mit einer spielerischen Leichtigkeit durchs Leben geht. Ludic Activities sind Spiele im \u00f6ffentlichen Raum, die praktisch ohne Regeln auskommen oder spontan erfunden werden (z.B. freie Frisbee- oder Ballspiele). Game Play sind hoch reglementierte Spiele (Schach, Fussball etc.).<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Gabi Mojzes, Dozentin im Modul, sind sich Kultur und Soziokultur sehr nahe, da Kultur in ihrem Ursprung Pflege und Aus\u00fcben von menschlichen und gesellschaftlichen T\u00e4tigkeiten ist. Es ist Aufgabe der Soziokulturellen Animation, allen Menschen in unserer Gesellschaft kulturelle Teilhabe zu erm\u00f6glichen. Laut Heinz Gubler ist der Zusammenhang zwischen Kulturarbeit und Soziokultureller Animation sehr eng. Seiner Meinung nach darf man diese Disziplinen nicht trennen, da Soziokulturelle Animation Kulturarbeit ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Modulauff\u00fchrung \u00abUnder Construction\u00bb findet am Montag, 16. Januar 2017 um 19.19 Uhr an der Hochschule Luzern \u2013 Sozialen Arbeit (Werftestrasse 4, Luzern) statt. Die Auff\u00fchrung ist \u00f6ffentlich.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Text von Julia Fl\u00fchler, Studentin der Soziokultur und Teilnehmerin Modul \u00abKreativwerkstatt\u00bb, bearbeitet von Reto St\u00e4heli, Modulleitung \u00abKreativwerkstatt\u00bb, Dozent und Projektleiter am Institut f\u00fcr Soziokulturelle Entwicklung<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>von: Reto St\u00e4heli<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer grossen Gruppe gemeinsam eine Veranstaltung zu planen war der Auftrag des Moduls \u00abKreativwerkstatt\u00bb, in dem ca. 20 Studierende mit drei Dozierenden gemeinsam die performative Versuchsanlage \u00abUnder Construction\u00bb planten. <\/p>\n","protected":false},"author":111,"featured_media":2646,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"12076,12063,11979,12011,11879,11828","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[20],"tags":[96,98],"class_list":["post-522","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-soziokultur","tag-bachelor-in-sozialer-arbeit","tag-kultur-und-soziokultur"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Spiel als kreative Methode in der Soziokulturellen Animation &#8211; 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