Vom 6. bis 8. März reisten acht Teilnehmende des CAS Industriedesign in die Sonnenstube der Schweiz. In Locarno fand das Abschlussseminar des Lehrgangs statt – ein intensiver Schlusspunkt mit Fokus auf Präsentation, Austausch und praktisches Arbeiten.
Der CAS Industriedesign vermittelt grundlegende Kompetenzen des Industriedesigns. Die Teilnehmenden lernen, Produkte nach formalen und ergonomischen Kriterien zu analysieren, zu bewerten und zu gestalten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, Nutzerbedürfnisse systematisch in den Entwicklungsprozess zu integrieren, um funktionale und überzeugende Lösungen zu schaffen.
Das Abschlussseminar bot Raum, um erarbeitete Projekte zu präsentieren, Prototypen zu testen und neue Methoden kennenzulernen. Gleichzeitig stand der fachliche Austausch im Zentrum: Diskussionen, Feedbackrunden und gemeinsames Reflektieren ermöglichten es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und voneinander zu lernen.


Während im regulären Unterricht die Wissensvermittlung im Vordergrund steht, ging es im Seminar bewusst um Vernetzung und Dialog. In entspannter Atmosphäre – bei frühlingshaften Temperaturen, einem Espresso und mit Blick auf den Lago Maggiore – fiel es leicht, Kontakte zu vertiefen und Erfahrungen zu teilen.

Neben dem Austausch wurde auch neuer Input vermittelt. Programmleiter Norbert Meier führte in Techniken wie freies, natürliches Zeichnen, Handrendering und das Zeichnen von Glas ein. Im Gegensatz zum präzisen, analytischen Zeichnen setzen diese Methoden auf Beobachtung und Intuition. Motive aus der Natur – etwa Tiere, Wasser oder Pflanzen – dienen dabei als Inspirationsquelle. Ziel ist es, Zeichnen nicht nur als Werkzeug, sondern als Kommunikationsform zu verstehen. Die Teilnehmenden konnten die Techniken direkt vor Ort auf der Piazza praktisch erproben.


Auch aktuelle Entwicklungen in der Branche wurden thematisiert. Industriedesign wird häufig missverstanden: Es geht nicht primär um Ästhetik oder Marketing, sondern um das Lösen konkreter Probleme. Die Rolle von Künstlicher Intelligenz wird dabei weiterhin beobachtet – im aktuellen Kurs spielt sie bislang jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
Der CAS Industriedesign bildet die Grundlage für eine weiterführende Spezialisierung. Er eröffnet Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten des Designs – insbesondere an den Schnittstellen von Kommunikation und Produktentwicklung. Wer dieses Potenzial vertiefen und in der Praxis umsetzen möchte, kann den Lehrgang zum MAS Designingenieurwesen ausbauen. Dafür sind zwei weitere CAS, etwa in Design Management oder Applied Design, sowie ein Mastermodul erforderlich.
Spannend? Hier gibt’s mehr Infos zum CAS Industriedesign:
CAS Industriedesign
Start: 18. September 2026
Online-Infoveranstaltung am 10. Juni ->Hier anmelden!
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