Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz
Konkrete Massnahmen, Checklisten und Beispiele aus der Praxis: Eine neue Wegleitung der Hochschule Luzern und suissetec zeigt, wie die Branche zirkuläre Anlagen und Systeme entwickelt.
Die Herstellung gebäudetechnischer Anlagen erfordert eine Vielzahl von wertvollen Ressourcen: So werden beispielsweise metallische Rohstoffe u.a. für Rohrleitungen, Legierungen, Armaturen oder elektrische Komponenten verwendet, oder Kunststoffe u.a. für Isolationsmaterialien, Dämmstoffe, Rohre oder Verkleidungen. Viele der eingesetzten Rohstoffe sind dabei endlich, weshalb wir darauf achten sollten, diese möglichst lang im Kreislauf zu halten.
Im Auftrag von suissetec hat das Institut für Gebäudetechnik und Energie der HSLU – T&A eine Wegleitung erarbeitet, die die Integration von Kreislaufwirtschaft in der Gebäudetechnik anhand konkreter Massnahmen, Checklisten und Projektbeispiele thematisiert. Die Wegleitung zeigt anhand der 10 R’s der Kreislaufwirtschaft auf, wie gebäudetechnische Systeme künftig flexibler, langlebiger und rückbaubar geplant werden können.

Gerade für die Wiederverwendung von Bauteilen gibt es noch viele Herausforderungen, die ebenfalls in der Wegleitung thematisiert werden. Diese sind:
Die Hindernisse zeigen: Kreislaufwirtschaft in der Gebäudetechnik ist nicht nur eine Materialfrage. Sie betrifft Planung, Normen, Dokumentation, Geschäftsmodelle und die Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft, Planung, Ausführung, Betrieb und Herstellern.

«Der grösste Hebel für mehr Kreislaufwirtschaft in der Gebäudetechnik liegt in den frühen Planungsphasen», sagt Sina Büttner von der HSLU, die an der Wegleitung mitgewirkt hat.
Entscheidungen darüber, wie viel Technik tatsächlich nötig ist, welche Materialien verwendet werden oder wie flexibel ein Gebäude später genutzt werden kann, beeinflussen die Umweltwirkung über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Die Wegleitung bleibt dazu bewusst praxisnah. Neben Grundlagen und Checklisten enthält sie zahlreiche Projektbeispiele aus der Schweiz. Beispiele für Massnahmen sind:

«Die Branche bewegt sich – und mit ihr entstehen neue Geschäftsmodelle, neue Kooperationen und neue Planungsansätze», sagt Sina Büttner.
Die Wegleitung gibt dazu Beispiele und beschreibt drei neue Geschäftsfelder, die sich mit einem wachsenden Markt zirkulärer Gebäudetechnik entwickeln. Diese sind:
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