Datenbasierte Prozesse und Automatisierung,
Energiesysteme und -effizienz,
Mit dem Smart Meter Rollout in der Schweiz, entstehen viele neue Energie Daten. Doch was bringen diese? Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur erforscht, wie diese Daten ökologisch und ökonomisch nutzbar gemacht werden können.
Mit dem Smart Meter Rollout in der Schweiz, entstehen viele neue Energie Daten. Doch was bringen diese? Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur erforscht, wie diese Daten ökologisch und ökonomisch nutzbar gemacht werden können.
Das Stromnetz ist unter Druck. Immer mehr erneuerbare Energien speisen unregelmäßig ein, während gleichzeitig der Strombedarf steigt – etwa durch Elektromobilität oder Wärmepumpen. Besonders problematisch sind sogenannte Lastspitzen, die hohe Netzkapazitäten erfordern und die Stabilität der Versorgung gefährden. Doch Netzverstärkungen sind teuer. Die Hoffnung liegt jetzt bei den Smart Metern, die per Gesetz flächendeckend in der Schweiz installiert werden. Smart Meter senden alle 15 Minuten Daten des elektrischen Verbrauchs von Gebäuden an die Energieversorger. Doch was können diese mit den Energiedaten Sinnvolles machen? Und was ist ökonomisch wertvoll?
Auftritt Energy Data Science. Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur entwickelt Algorithmen, um die Beiträge einzelner elektrischer Geräte aus den Smart Meter Daten herauszufiltern. Das funktioniert etwa für:
Aus diesen detaillierten Informationen können den Energieversorgern mit Lösungen der HSLU verschiedene Vorteile erwirtschaften:
Für die flexible Steuerung hat die HSLU ermittelt, dass insbesondere eine Verschiebung von Wärmeerzeugung und Ladevorgängen für Elektromobilität einen effektiven Beitrag leisten kann, um Lastspitzen im Netz zu glätten. Konkret ergaben Feldtests: Wenn die privaten E-Ladestationen gemäss Werkvorschriften bei Bedarf zwischen 17 und 21 Uhr gestaffelt abgeschaltet werden, können dadurch Engpässe bei einzelnen Transformatorenstationen vermieden werden.

Grosses Potenzial bietet auch die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser im Gebäude. Diese können zusammen bis zu 80 Prozent der Gesamtenergie für Haushalte ausmachen. Die HSLU-Algorithmen optimieren Laufzeiten von Wärmepumpen und Warmwasserboilern so, dass der Energieverbrauch auf Zeiten tieferer Netzlast (und damit niedriger Kosten) verschoben wird. Und das ohne Komfortverlust der Bewohnenden, nämlich unter Ausnutzung der thermischen Trägheit des Gebäudes.
Für Energieversorger sind die Kosteneinsparungen durch Glättung von Lastspitzen dank Energy Data Science gross:
Für Hauseigentümer:innen ergeben sich mit Energy Data Science neue Sparmöglichkeiten. Wie ein Markt für Flexibilität von Strom in der Praxis funktioniert, testet die HSLU aktuell im Rahmen der Projekte ENFLATE und Ekoflex.
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