Regula Schlaeppi
Workshop Montag, 15.6., 19:00h-20:00h Die ökologische Krise ist nicht nur eine Folge unseres Handelns, sondern auch unserer Sicht auf die Welt. Was einst als beseelt, eigenständig oder verwandt galt, erscheint heute meist nur noch als nutzbares Objekt.
Daran knüpft die Arbeit von Regula Schläppi an: Sie untersucht, wie sich unser Verhältnis zu Pflanzen verändert hat und wie eine andere Form der Begegnung denkbar werden könnte.
In der vorliegenden Ausstellung lädt sie uns ein, unseren Blick zu öffnen und dieses objektbezogene Bild zu hinterfragen. Anhand der Brennnessel untersucht sie Wachstum, Zeitrhythmus, Kommunikationsformen und ökologische Verflechtungen. Daraus entsteht die Suche nach einer neuen Beziehung.
Die Künstlerin nähert sich dem Thema tastend und verlässt dabei vertraute Ordnungen. Der Versuch, der Pflanze näherzukommen, führt uns zurück zu unserer eigene Wahrnehmung und Konstruktion von Identität.
Für einen Moment wird die Tür zur Welt der Pflanzen geöffnet. Dahinter liegen Fremdheit und die Möglichkeit, Beziehungen neu zu denken: durchlässiger, lebendiger, weniger hierarchisch.
Ein begleitender Workshop lädt dazu ein, die in der Arbeit aufgeworfenen Fragen weiterzuführen und eigene Formen der Annäherung an Pflanzen zu erproben.
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