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Was Basel III für die UBS geheissen hätte

von Armin Jans und Prof. Dr. Marco Passardi,
Dozent und Projektleiter am Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

Die Rettung der Grossbank UBS im Jahr 2008 war ein Novum in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Die Hintergründe die dazu führten waren manigfaltig: In den Jahren 2007–2009 wurden Verluste von kumuliert rund CHF 27,5 Mrd. ausgewiesen. Massgeblich verantwortlich dafür war, dass die UBS von Anfang 2007 bis Mitte 2009 auf ihren Engagements in den USA Abschreibungen im Umfang von USD 53 Mrd. vornehmen musste. Im Jahre 2008 wurde das Eigenkapital durch Pflichtwandelanleihen, die von neuen Investoren (Staatsfonds Singapur und NN aus der Golfregion) übernommen wurden, und einer Erhöhung des Aktienkapitals um insgesamt CHF 28,6 Mrd. aufgestockt. Dies genügte gerade, um die ausgewiesenen Jahresverluste wettzumachen. Die Bilanzsumme wurde ab 2008 markant verringert, vor allem im Investment Banking. Ende 2008 gab es gegenüber Ende 2007 Rückzüge von über 27% bei den Kundeneinlagen, dazu kamen spürbare Abflüsse im Vermögensverwaltungsgeschäft. Erstere konnten 2009, Letztere erst im Jahre 2010 stabilisiert werden.

 

Mitte Oktober 2008 wurde die UBS unterstützt mit einem Hilfspaket des Bundes, der SNB und der Finanzmarktaufsicht (Finma), bestehend aus einer Übernahme von illiquiden Aktiven im Umfang von USD 38,7 Mrd. (zum damaligen Wechselkurs rund CHF 44 Mrd.) in den StabFund der SNB und einer Pflichtwandelanleihe des Bundes im Betrag von CHF 6 Mrd. Im Folgenden wird untersucht, ob die UBS die Verluste in den Jahren 2007–2009 aus eigener Kraft hätte auffangen können, falls sie bereits Ende 2006 (also vor Ausbruch der Finanzkrise) die strengeren Eigenkapitalanforderungen, welche die neuen Regeln von Basel III und der voraussichtliche «Swiss Finish» ab 2019 vorschreiben, eingehalten hätte.

Prof. Dr. Marco Passardi untersuchte ob die UBS die Verluste in den Jahren 2007–2009 aus eigener Kraft hätte auffangen können, falls sie bereits Ende 2006 (also vor Ausbruch der Finanzkrise) die strengeren Eigenkapitalanforderungen, welche die neuen Regeln von Basel III und der voraussichtliche «Swiss
Finish» ab 2019 vorschreiben, eingehalten hätte.

Soviel vorweg: Die Bank wäre 2008 mit mehr  Kapital wohl «mit einem blauen Auge» davongekommen

Interesse geweckt?
Lesen Sie weiter – den gesamten Artikel aus dem Schweizer Treuhändern mit detaillierten Ergebnissen finden Sie hier. Ein zusammenfassender Artikel aus der Finanz und Wirtschaft finden Sie hier

Mehr zum Thema:
Spannender Dokumentarfilm von SF TV über die Akte UBS

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Wann & Wo:

26. September 2012 in Zürich, weitere Details erfahren sie hier
7. November 2012 in Zug, weitere Details erfahren Sie hier
9. Januar 2013 in Zürich, weitere Details erfahren Sie hier

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