2. Juli 2013

IFZ in den Medien,

Kolumne

Ein Alleingang der Schweiz endet im Bankrott

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von Prof. Dr. Monika Roth
Dozentin und Studienleiterin am Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

Im Zusammenhang mit der unendlichen Geschichte um Steuerhinterziehung und den Aktivitäten von Finanzplätzen müsste man beim letzten Hahn im Hühnerhof Schweiz angekommen sein – (das Bild habe ich von einem sehr erfahrenen Kollegen; er hat mir diesbezüglich zutreffend geschrieben, dass ihn die Schweiz gegenwärtig mehr an einen Hühnerhof als an eine geordnete Wertegemeinschaft erinnere): Ein Alleingang der Schweiz unter dem Titel Weissgeldstrategie endet im Bankrott. Man kann nämlich alle Dilemma-Situationen so erledigen, dass man einen exzellenten Ruf hat, aber nichts mehr zu beissen, während die andern schlemmen. Das heisst: All das klappt nur, wenn es – so nennt man die gleich langen Spiesse in der Business-Sprache – ein «level playing field» gibt. Das gilt nicht nur hier. Damit ethisch-moralische Dimensionen nicht bloss vordergründig und leicht gesagt eine Rolle spielen, müssen sie für alle gelten und bei allen durchgesetzt werden. Es wird heute wohl kaum jemand sagen, er sei dagegen – auch wenn er nicht dafür ist. Können Sie sich noch an den Besuch von Wirtschaftsbundesrat Johann Schneider-Ammann in Kasachstan erinnern?

 

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Für ihn stand bei seinem Besuch ein Freihandelsabkommen im Fokus. Angesprochen auf Geldwäscherei, Korruption, kriminelle Organisationen (im Zusammenhang mit politisch exponierten Personen) und den langen Arm des dortigen Regimes, welche beispielsweise die Justiz in Genf beschäftigen, brachte der Bundesrat in einem Interview mit der Sendung «Rundschau» unter Hinweis auf die in der Schweiz (nicht in Kasachstan) herrschende Gewaltentrennung vor, dass die politische Zusammenarbeit durch diese Fälle nicht gestört werden dürfe.

Interesse geweckt?
Lesen Sie weiter – die gesamte Kolumne von Prof. Dr. Monika Roth aus der Zentralschweiz am Sonntag finden Sie hier

 

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