Chatbot gegen Steuerberaterin: Wer hat recht?

Die Steuererklärung ist eine jährliche Pflichtübung. Was passiert, wenn man sie einem KI-Chatbot überlässt?

Chatbot gegen Steuerberaterin: Wer hat recht?

Ueli Grüter, Rechtsanwalt und Dozent an der Hochschule Luzern, hat den Selbstversuch gewagt: Er liess seine private Steuererklärung 2025 von «Claude» erstellen, ganz selbständig im Online-Portal eSteuern.LU der Dienststelle Steuern des Kantons Luzern.

Belege sichten, Abzüge klären, Formularfelder ausfüllen, Fehlermeldungen beheben, die geschuldeten Steuern vorab berechnen: Vieles lief verblüffend reibungslos und an einer Stelle korrigierte sich der Chatbot sogar selbst. Die entscheidende Prüfung kam zum Schluss. Bevor eingereicht wurde, ging die Arbeit zur unbefangenen Kontrolle an die langjährige Steuerberaterin der Familie. Sie hatte zwei Einwände. Wer behielt recht: der Chatbot oder die Fachfrau mit jahrelanger Erfahrung in der Luzerner Veranlagungspraxis?

Die Antworten und ein ehrliches Fazit dazu, wie viel Arbeit hinter dem vermeintlichen Knopfdruck steckt, finden Sie im vollständigen Erfahrungsbericht auf dem Juristenfutter-Blog: «Claude» ersetzt die Steuerberaterin nicht

Recht und Technologie zusammendenken: neu im Bachelor

Der Selbstversuch zeigt exemplarisch, was der Einsatz von KI in Recht und Steuern verlangt: juristisches Urteilsvermögen, ein Gespür für die Möglichkeiten und Grenzen der Technologie, sowie die Fähigkeit, beides in konkreten Arbeitsprozessen zu verbinden. Hier setzt der neue Bachelorstudiengang Business Law & LegalTech der Hochschule Luzern an, der im Herbstsemester 2027 erstmals durchgeführt wird. Digitale Kompetenzen, die gezielt auf die Anforderungen der modernen Arbeitswelt ausgerichtet sind, bilden einen integralen Bestandteil dieses schweizweit pionierhaften Studiengangs.

Mehr zum neuen Studiengang erfahren Sie hier: hslu.ch/business-law-and-legaltech

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