Studium

Virtueller Campus: Internationalisierung «at home»

Wer aus familiären, beruflichen oder finanziellen Gründen kein Austauschsemester im Ausland machen kann, muss nicht auf internationale Erfahrungen verzichten: Mit VirCampus, einem virtuellen Campus diverser europäischer Hochschulen für Soziale Arbeit, können Bachelor-Studierende von zu Hause aus internationale Perspektiven der Sozialen Arbeit kennenlernen und sich europaweit vernetzen. Die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit ist die erste und bislang einzige Schweizer Partnerschule.

Virtueller Campus: Internationalisierung «at home»

Studentin Anna sitzt in einer Vorlesung. Diese findet auf Englisch statt. Das Thema des Kurses lautet: «Social Work from an international perspective». Heute geht es um unterschiedliche Sozialhilfe-Modelle in verschiedenen Ländern Europas. Anschliessend tauscht sich Anna in einer Arbeitsgruppe mit Studierenden aus Potsdam, Madrid oder Bergen darüber aus, wie die diversen Sozialhilfe-Modelle ihre Arbeit als Professionelle der Sozialen Arbeit beeinflussen.

Das Besondere daran: Anna muss für diese internationale Erfahrung keinen einzigen Kilometer reisen. Während der Vorlesungen und Gruppenarbeiten ist sie stets zu Hause in Luzern vor dem Bildschirm ihres Laptops. Möglich macht das VirCampus, ein virtueller Campus von acht verschiedenen europäischen Hochschulen für Soziale Arbeit. Er ermöglicht es angehenden Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen und Soziokulturellen Animator:innen, internationale Erfahrungen von zu Hause aus zu sammeln. Die Hochschule Luzern ist seit Herbst 2025 als Partnerschule mit dabei und bietet gemeinsam mit Hochschulen in Belgien, Deutschland, Norwegen und Spanien vier Module an, die eine internationale Perspektive auf die Soziale Arbeit ermöglichen.

VirCampus – a Virtual Campus without Borders

Die Anmeldung für VirCampus erfolgt laufend. Interessierte Studierende melden sich für ein Erstgespräch bei Johannes Küng. Erfolgreich abgeschlossene Module im VirCampus werden seitens der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit im M-Bereich angerechnet.

Weitere Informationen:

Neue Option für Eltern, Berufstätige und Austauschstudierende

«Wir freuen uns sehr darüber, mit VirCampus erstmals an unserem Departement ein englischsprachiges Programm anbieten zu können», sagen Annette Dietrich und Johannes Küng.  «Es kommt nicht nur unseren eigenen Studierenden zugute, sondern auch Austauschstudent:innen, die mit noch begrenzten Deutschkenntnissen von unseren Partnerhochschulen zu uns kommen.» Annette Dietrich hat die neue Kooperation als Leiterin Ausbildung an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit in die Wege geleitet. Johannes Küng ist als Exchange Programme Coordinator die erste Ansprechperson für Studierende, die sich für eine Teilnahme an VirCampus interessieren.

VirCampus ist offen für alle, die einen Bachelor-Studiengang am Departement Soziale Arbeit belegen und mindestens über Englischkenntnisse auf Niveau B2 des europäischen Referenzrahmens verfügen. Das ist wichtig, damit keine sprachlichen Barrieren die Teilnahme an den englischsprachigen Vorlesungen und Arbeitsgruppen behindern.

«Ich weise bei den Erstgesprächen auch darauf hin, dass man sich gut selbstständig organisieren können sollte», erklärt Johannes Küng. Denn die VirCampus-Module sind als Blended-Learning-Programme organisiert. Online-Präsenzveranstaltungen wechseln sich mit angeleitetem Selbststudium ab, was ein sehr flexibles Studieren ermöglicht, aber einiges an Eigenleistung und Selbstdisziplin voraussetzt.

«VirCampus ist eine interessante Option für Studierende mit familiären oder beruflichen Verpflichtungen, für die ein Austauschsemester im Ausland nicht möglich ist», sagen Dietrich und Küng. «Es eignet sich aber auch für Studierende im Auslandpraktikum, die nebenbei mit VirCampus ECTS-Punkte sammeln und internationale Themen vertiefen möchten.»

Ein Campus ohne Grenzen

In den nächsten Monaten werden Dozierende der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit eigene Lehrangebote für VirCampus erarbeiten. «Es gibt bereits viele Interessierte für die E-Pädagogik-Kurse auf VirCampus», freuen sich Dietrich und Küng. «Damit können sich die Dozent:innen nicht nur in den Lehrformaten der Zukunft weiterbilden, sondern sich auch international vernetzen.» Genauso wie die Studierenden – und das, ganz ohne die Schweiz verlassen zu müssen. «Internationalisation at home» – ein Gewinn über Grenzen hinweg.

Von: Eva Schümperli-Keller
Veröffentlicht: 13. Januar 2026

Soziale Arbeit studieren – Vielfalt, Innovation und Perspektiven

Das Studium der Sozialen Arbeit an der Hochschule Luzern bietet drei Vertiefungsrichtungen:

  • Sozialarbeit – Beratung und Unterstützung in herausfordernden Lebenssituationen
  • Sozialpädagogik – Begleitung und Förderung in pädagogischen Einrichtungen
  • Soziokultur – Gestaltung von Räumen für Teilhabe, Begegnung und kulturelles Leben

Neu gibt es zusätzlich den Bachelor in Sozialer Arbeit – neue Konzepte und Innovation. Hier gestalten die Studierenden ihr Studium aktiv mit und bestimmen ihren Weg zur Berufsbefähigung stärker selbst.

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