Studium

Zwei Direktorinnen, ein neuer Campus

Seit Februar ist der Neubau Perron belebt: Die Studierenden der Departemente Wirtschaft und Soziale Arbeit haben ihren neuen Campus bezogen. Dorothee Guggisberg, Direktorin Soziale Arbeit, und Christine Böckelmann, Direktorin Wirtschaft, sprechen über Zusammenarbeit, neue Lernwelten und darüber, wo sie sich im neuen Gebäude am liebsten aufhalten.

Zwei Direktorinnen, ein neuer Campus
Christine Böckelmann (links), Direktorin des Departements Wirtschaft, und Dorothee Guggisberg (rechts), Direktorin des Departements Soziale Arbeit

Dorothee Guggisberg und Christine Böckelmann, was bedeutet der Neubau Perron für die Entwicklung der HSLU und die Zentralschweizer Kantone?

Dorothee Guggisberg: Der Neubau Perron ist ein weiterer Meilenstein für die Ausstrahlung und Visibilität der HSLU. Er ermöglicht eine engere Zusammenarbeit innerhalb der HSLU und stärkt zugleich die Vernetzung mit den Kantonen sowie Praxispartnerinnen und -partnern. Der offene und attraktive Bau steht für Begegnung und Kooperation.

Christine Böckelmann: Die Rahmung des Bahnhofs Luzern durch zwei HSLU-Gebäude verleiht uns eine starke Aussenwirkung. Für das Departement Wirtschaft ist die Standortkonzentration besonders wichtig: Statt vier Standorten haben wir nun nur noch zwei. Das stärkt die Zusammenarbeit und eröffnet neue Entfaltungsmöglichkeiten.

Die wichtigsten Meilensteine

  • Jahreswechsel 2025/2026: Bezug der neuen Büros durch Mitarbeitende der Departemente Soziale Arbeit und Wirtschaft
  • 16. Februar 2026: Start des ersten Semesters am Campus Luzern Bahnhof
  • 20. Juni 2026: Tag der offenen Tür – entdecke den neuen Campus

Mehr Infos zum Campus Luzern Bahnhof

Was zeichnet den Neubau Perron aus?

Christine Böckelmann: Das Gebäude strahlt architektonisch Offenheit und Transparenz aus – sinnbildlich für unsere enge Verbindung mit der Wirtschaft und der Gesellschaft. Es ist lichtdurchflutet, warm gestaltet und lädt zum Arbeiten und zum Austausch ein.

Dorothee Guggisberg: Der Neubau erfüllt hohe Nachhaltigkeitsstandards und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Zusammen mit der Zentralstrasse 9 bildet er einen offenen Campus, der nicht nur für Studierende und Mitarbeitende, sondern auch für die Bevölkerung zugänglich ist, etwa durch Veranstaltungen, Vermietungen oder das Gastronomieangebot.

Welche Vorteile bringt der Neubau sonst noch?

Dorothee Guggisberg: Der Neubau ist kein geschlossener Hochschulkomplex, sondern ein offener Ort der Begegnung. Dank der zentralen Lage ist er auch ein Eingangstor zum neuen Quartier in der Rösslimatt.

Christine Böckelmann: Die Bahnhofsnähe ist für Studierende und Weiterbildungsteilnehmende ein grosser Vorteil. Die Balkone verleihen dem Gebäude eine besondere Lebendigkeit – man sieht schon vom Zug aus, dass dort gearbeitet und gelernt wird. Das ist eine neue Art der Fassadengestaltung.

Das erwartet Studierende und Besucher:innen

Am Campus Luzern Bahnhof entsteht ein Ort, der Bildung, Forschung und Begegnung miteinander verbindet. Studierende, Weiterbildungsteilnehmende und Gäste profitieren von modernen Lernräumen, kurzen Wegen und einem inspirierenden Umfeld mitten in Luzern.

Studieren

  • Bachelor- und Masterstudiengänge in Sozialer Arbeit, Wirtschaft und Pflege
  • Moderne Lehr- und Lernräume, die offenes, vernetztes Denken fördern und flexible Unterrichtsformen ermöglichen

Weiterbilden

Forschen

  • Interdisziplinäre Kooperationsmöglichkeiten zwischen Sozialer Arbeit, Wirtschaft und Gesundheit
  • Raum für Praxisforschung, die gesellschaftliche Herausforderungen aktiv mitgestaltet

Begegnen und Vernetzen

  • Offene Lernzonen, Cafés und Aufenthaltsräume fördern den Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und Gästen
  • Zahlreiche Veranstaltungen und öffentliche Events stärken die Verbindung von Hochschule und Gesellschaft

Verpflegung und Bewegung

  • Fitness- und Sportmöglichkeiten des Hochschulsports direkt vor Ort für Ausgleich und Wohlbefinden
  • Zwei Mensen mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot – offen auch für die Öffentlichkeit

Worauf wurde bei den Lern- und Lehrwelten besonders geachtet?

Dorothee Guggisberg: Zentral war eine möglichst hohe Flexibilität in der Raumnutzung. Der Neubau wurde gemeinsam mit der Zentralstrasse 9 geplant, sodass unterschiedliche Raumgrössen und Lernwelten entstanden sind, die sich gegenseitig ergänzen.

Christine Böckelmann: Auch die Möblierung ist flexibel: Tische und Stühle lassen sich einfach verschieben, Tischinseln fördern Kollaboration und Diskussion. Die Lernwelten bieten vielfältige Arbeitssettings für unterschiedliche Bedürfnisse.

Lernraum_2
Lernraum im 4. Stock
Lernraum
Lernraum
Bistro
Das Bistro im EG
Bibliothek_2
Die Bibliothek im 3. Stock
Bibliothek
Passerelle
Passerelle
Lernraum_2
Lernraum im 4. Stock
Lernraum
Lernraum
Bistro
Das Bistro im EG
Bibliothek_2
Die Bibliothek im 3. Stock
Bibliothek
Passerelle
Passerelle

Was bedeutet der gemeinsame Standort für das interdisziplinäre Arbeiten?

Dorothee Guggisberg: Wir führen an einem gemeinsamen Ort zum einen die Zusammenarbeit weiter, die seit vielen Jahren zwischen unseren Departementen beispielsweise in den Themenbereichen Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung, Gesundheitsmanagement und -versorgung oder Sozialversicherungen stattfindet. Nun werden die Wege kürzer. Es gibt Räume, in denen man sich treffen und austauschen kann. Spannend wird auch das Zusammenspiel der Studierenden sein und wie sie voneinander lernen können.

Christine Böckelmann: Gemeinsame Orte wie Terrasse, Lounge oder Mensa fördern den informellen Austausch – der bekannte «Kafi-Maschinen-Effekt». Das stärkt bestehende Kooperationen und bringt neue Impulse.

Was ist euer Lieblingsort?

Dorothee Guggisberg: Die Lounge im fünften Stock mit Blick auf See und Berge, viel Licht und Raum für kreatives Arbeiten.

Christine Böckelmann: Der Blick Richtung Bahnhof mit Treppen, Passerellen und Geleisen. Ein lebendiger Ort mit Industriecharme – faszinierend, mittendrin zu sein.

Soziale Arbeit studieren – Vielfalt, Innovation und Perspektiven

Das Studium der Sozialen Arbeit an der Hochschule Luzern bietet drei Vertiefungsrichtungen:

  • Sozialarbeit – Beratung und Unterstützung in herausfordernden Lebenssituationen
  • Sozialpädagogik – Begleitung und Förderung in pädagogischen Einrichtungen
  • Soziokultur – Gestaltung von Räumen für Teilhabe, Begegnung und kulturelles Leben

Neu gibt es zusätzlich den Bachelor in Sozialer Arbeit – neue Konzepte und Innovation. Hier gestalten die Studierenden ihr Studium aktiv mit und bestimmen ihren Weg zur Berufsbefähigung stärker selbst.

Infoveranstaltungen: Hier anmelden

Interview von: Brigitte Hächler
Fotos: Diego Lingg, Claudia Troger, Eyan Limacher
Veröffentlicht: 24. Februar 2026

Weiterbildung: Berufliche Spezialisierung in elf Themenbereichen
Die Weiterbildungsangebote der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit unterstützen Fachpersonen dabei, ihre Praxis zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Im Sinne des lebenslangen Lernens vermitteln sie anwendungsorientiertes Wissen und fördern individuelle fachliche Kompetenzen.

Mehr Informationen: Webseite Weiterbildung

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