Solar Butterfly – ein Tiny-House mit grosser Mission

Solar Butterfly – ein Tiny-House mit grosser Mission

Innovativ, zukunftsorientiert und weltbewegend. So beschreiben Projektbeteiligte das mobile Tiny-House namens Solar Butterfly, das mit seiner Mission – und ausschliesslich mittels Solarstrom – bald um die Welt reist. An der Umsetzung massgeblich beteiligt sind auch HSLU-Studierende des Bereichs Technik und Architektur.

Netto-Null Emissionen heisst das Klimaziel, das bis im Jahre 2050 erreicht werden will. Mit praxisorientierten Projekten ist auch das HSLU-Departement Technik und Architektur motiviert, einen Beitrag zur Begrenzung der weltweiten Klimaerwärmung zu leisten. So tüfteln Studierende zusammen mit Expertinnen und Experten aktuell an einem mobilen und energieautarken Tiny-House namens Solar Butterfly. Noch in diesem Jahr soll der auffällige PKW-Anhänger mittels Solarstrom um die Welt reisen, um auf das Thema Erneuerbare Energien aufmerksam zu machen. Und auch, um Klimapionieren aus 80 Ländern eine Bühne für ihre Ideen zu bieten. Für die Umsetzung war und ist das Fachwissen aus den Disziplinen Maschinen- und Gebäudetechnik sowie Innenarchitektur gefragt.

Funktional und auffällig
Lanciert wurde das Projekt vom Luzerner Umweltaktivisten Louis Palmer. Für ihn ist klar: Eine Lösung zur Bekämpfung des Klimawandels ist mit der Solarenergie theoretisch bereits gegeben. Der Solar Butterfly soll auf seiner Tour also nicht nur für Aufmerksamkeit sorgen, sondern gleich als Beispiel dienen, wie nachhaltiges Wohnen und Leben in der Praxis aussehen und funktionieren kann. Doch wie lassen sich auf kleinstem Raum neben Schlafplätzen auch eine Nasszelle und Küche unterbringen? Wie wird genügend Energie mittels Photovoltaik gewonnen, damit auch das Zugfahrzeug damit versorgt wird? Und wie lässt sich bei all seinen Auszieh- und Ausklappfunktionen die Stabilität des Fahrzeuges garantieren?

Ein herausforderndes Projekt
Diesen Fragestellungen gingen die Studierenden aus den Bereichen Innenarchitektur, Maschinen- und Gebäudetechnik nach und haben disziplinübergreifend an Teilprojekten gearbeitet, die zum Schluss zusammengefügt wurden. Ein innovatives Projekt für die Zukunft zu planen, heisst auch, unbekannte Wege zu gehen, an neuen Techniken und Integrationen zu tüfteln. Stephen Wittkopf, Leiter Wissens- und Innovationstransfer WIT unterstütze das Projekt in der frühen Konzeptphase und in der Planung durch Vermittlung von Dozierenden und Studierendenprojekten auch über die Departementsgrenzen hinaus. Der Einsatz des gesamten Projektteams wird belohnt: Wenn alles klappt, startet die Welttournee des Solar Butterfly bereits im Mai 22 in der Schweiz und führt danach durch alle Kontinente.

Die finale Destination ist übrigens schon fix eingeplant: 2025, pünktlich zum zehnjährigen Geburtstag der Pariser Klimakonferenz, soll der Solar Butterfly in Paris vorfahren.

Wer das Projekt und später die Tour mitverfolgen möchte, findet auf der Website aktuelle Informationen: solarbutterfly.org

Bild: © 2022 Solar Butterfly

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