E-Commerce Take Aways 1 und 2 – erfolgreiche Umsetzung einer E-Commerce Business Strategie

E-Commerce Take Aways 1 und 2 – erfolgreiche Umsetzung einer E-Commerce Business Strategie

Autor: Michael M. Nussbaumer

Dozent und Leiter des CAS E-Commerce Management am Institut für Kommunikation und Marketing IKM. Er ist Co-Autor des E-Commerce Canvas und Gründer der E-Commerce-Agentur M8 GmbH.
+41 79 296 46 83 michael.nussbaumer@hslu.ch

Im Rahmen des CAS E-Commerce Management an der Hochschule Luzern schreiben die Teilnehmenden über ihr persönliches E-Commerce Take Away, ein Wissens-Snack direkt aus dem Unterricht. Zu Beginn des CAS E-Commerce Management erfahren die Teilnehmenden wie Strategien und Konzepte im Digital Business erfolgreich erarbeitet und umgesetzt werden. Was sie dabei lernen und für sich mitnehmen, halten sie in ihrem persönlichen Beitrag fest.

Deine Strategie zum erfolgreichen E-Commerce Business! | E-Commerce Take Away

Thema: Strategieentwicklung & Geschäftsmodelle im Digital Business

Dozent: Dr. Markus Meierer, Assistant Professor in Marketing Analytics bei University of Geneva

Die Strategie bzw. das Geschäftsmodell muss an die neue digitale Welt angepasst werden und es ist von essentieller Relevanz, die Customer Journey der eigenen Kundschaft zu kennen, um erfolgreiches E-Commerce Management zu betreiben #relevance

Derzeit erleben wir folgende Trends in Zusammenhang mit E-Commerce:

  • SoLoMo: Social + Local + Mobile
    Social Media als game changer und stufenweiser Prozess. Geofencing & Geoconquesting zunehmend. Das Mobile revolutioniert Retail erneut und über 50% vom E-Commerce Business wird übers Mobile getätigt.
  • Bricks & Clicks: Omnichanel bzw. Verknüpfung E-Commerce & physische Distribution
  • Profitability: Einführung Eigenmarken (bsp. Amazon)

Erst 25% des gesamten Retail-Umsatzes ist E-Commerce Business. Wir konnten nicht vollumfänglich den positiven Trend durch Corona weiterführen und befinden uns derzeit wieder bei der normalen Entwicklung («Gewohnheitstier»).

In zahlreichen Ländern sind wir abhängig von gewissen Apps wie bspw. Wechat (Tencent) in China mit 700 Millionen aktiven Users pro Monat. Wechat ermöglicht u.a. Shopping, Food Order, Streaming, Bezahlung (sogar über Gesichtserkennung), Kommunikation und vieles mehr.

Der grosse Challenge heutzutage ist, die diversen Channels funktionsfähig zu koordinieren: Cross-Channel / Omni-Channel. Kunden-Loyalität durch: Qualität, Marke/Emotionen, Kundenbeziehung.

Exkurs Breitling / NFT: Proof of Overnship / Smart Contracts. Blockchain Technologie | Breitling CH

Lediglich 10% der Einkäufe basieren auf rationalen Entscheidungen. Wir bleiben bei unserer Routine (Bsp. Versicherung, welche wir nach zwei Jahren nicht mehr wechseln). Corona war eine Chance, neue Habits der Kundschaft zu formen. Jedoch waren die Habits vor Corona zu stark verankert, um das Kaufverhalten signifikant zu verändern bzw. weiter zu digitalisieren. Sehr viele unserer Entscheidungen basieren auf Vertrauen, um kognitive Belastung zu reduzieren.»

Dr. Markus Meierer

Interessiert wie der Beitrag von Steven Biedert (Managing Director bei Breitling Switzerland AG) weitergeht?

Lesen Sie die ausführliche Version des Artikels auf Linkedin.

Im Strategieprozess einen Schritt zurück gehen, ist Anlauf nehmen | E-Commerce Take Away

Thema: Erarbeitung von Strategien & Konzepte im Digital Business

Dozent: Malte Polzin, E-Commerce Dozent, Speaker und Berater seit 1999

Im Modul «Erarbeitung und Umsetzung von Strategien & Konzepte im Digital Business» des CAS E-Commerce Management hat Dozent Malte Polzin die gängigen E-Commerce Geschäftsmodelle und deren Unterschiede, das 8C Modell und mögliche Vorgehen zu einer Strategieerstellung präsentiert.

Die Geschäftsmodelle

Mehr als 15 Geschäftsmodelle mit passenden Onlineshops wurden als Beispiele angeführt. Klassische Onlineshops, Marktplätze, Subscription Commerce oder auch Preisvergleiche kennen wir alle. Richtig spannend wird es aber bei den «neueren» Modellen, die sich aktuell etablieren: Das neue Liveshopping ist das DING in Asien. Im Unterschied zum klassischen TV-Shopping bieten hier Influencer – statt «einfacher» Verkäufer – Waren zum Kauf an. Die Nutzung von beliebten Chat- und mobile Zahlungsplattformen wie WeChat dürfen zum raschen Aufschwung des Live-E-Commerce beigetragen haben. Stellt sich nun die Frage, wann dieser Trend Europa erobern wird…

Die diskutierten Geschäftsmodelle wurden mit Praxisbeispielen einiger Mitstudierenden angereichert. Ich habe vom Unterricht einen Denkanreiz bekommen und mache mir bereits Gedanken zu möglichen Mischformen für ein anstehendes E-Commerce Projekt. Malte Polzin meinte denn auch, dass nur schon darüber nachzudenken – auch wenn das Ergebnis ist, dass das Modell nicht anwendbar ist – ein Schritt in die führende Richtung zur optimalen Strategie ist.

«Ein Schritt zurück gehen, ist Anlauf nehmen! Es braucht eine fundierte Richtung (Strategie), aber man soll nicht festfahren. Wenn man feststeckt, kann, darf und sollte man einen Schritt zurück gehen und einen anderen Weg wählen.»

Malte Polzin

Interessiert wie der Beitrag von Manuela Schauenburg (Marketingfachfrau bei Gyr Edelmetalle AG) weitergeht?

Lesen Sie die ausführliche Version des Artikels auf Linkedin.

Beitrag teilen

  • Mail
  • Kommentare

    1 Kommentare

    Markus Peter

    30. September 2022

    Gibt es tatsächlich noch eine klassische Customer Journey? In einer 27/7-Allways-In und -On-Gesellschaft habe ich Mühe, eine solche zu definieren. Beim Thema Video-Commerce/Live-Shopping geht in Asien aktuell der Trend eher weg von der Zusammenarbeit mit Influencern/KOLs, hin zur Aktivierung von "eigenem Personal" als Content Creator.

    Antworten

    Kommentar verfassen

    Danke für Ihren Kommentar, wir prüfen dies gerne.

    Pin It on Pinterest