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7 online Tools für interaktivere Meetings

7 online Tools für interaktivere Meetings

Autor: Dominik Godat

Interaktivere online Meetings sind keine Kunst mehr. Mit diesen 7 Tools involvieren Sie Ihre Sitzungsteilnehmenden. Erhöhen Sie so die Attraktivität und die Effektivität Ihrer online Treffen.

Mehr als 10 Jahre haben wir über Homeoffice, Remote Arbeit, virtuelles Lernen und dergleichen geredet, ohne wirklich Fortschritte zu erzielen. Dann kam Covid19. Und von einem Tag auf den anderen mussten wir alle Expert*innen im online Arbeiten werden. Videokonferenz-Software wie Zoom, Microsoft Teams, Adobe Connect, Webex, Google Meet, Jitsi Meet oder GotoMeeting sind mittlerweile bei vielen täglich im Gebrauch.

Obwohl wir in dieser kurzen Zeit alle sehr viel gelernt haben, ist vieles davon noch immer ungewohnt. Die online Arbeit fordert uns alle heraus. Wir müssen Gewohntes überdenken und neu konzipieren. Dies trifft insbesondere auch auf die Gestaltung von Sitzungen zu.

Gestalten Sie Sitzungen interaktiver!

Kennen Sie dies? Nach einem langen Arbeitstag zu Hause vor dem Computer steht nochmals ein online Meeting an. Sie loggen sich ein. Sie begrüssen die anderen Teilnehmenden. Sie stellen sich stumm und hören zu. Nach einer Weile schweift Ihre Aufmerksamkeit ab und Sie hoffen, dass es bald vorbei ist.

Obwohl viele diese Erfahrung bei online Sitzungen machen, geht es auch anders. Gestalten Sie Ihre Sitzungen interaktiver. Lassen Sie Ihre Teilnehmenden in unterschiedlichen Gruppen arbeiten. Erarbeiten Sie Resultate direkt online zusammen. Laden Sie ein, die gemeinsam erarbeiteten Inhalte zu teilen. Stellen Sie sicher, dass alle zu Wort kommen. Fragen Sie, anstatt zu sagen. Entwickeln Sie zusammen. Moderieren Sie Formate, die Abwechslung bieten. Dies erhöht sowohl die Aufmerksamkeit Ihrer Teilnehmenden als auch die Effektivität Ihrer Sitzungen.

7 einfache online Tools für interaktivere Meetings

Wir stellen Ihnen hier sieben Tools vor, die wir persönlich regelmässig für interaktivere online Meetings nutzen. Alle diese Programme sind in einer kostenfreien Version erhältlich.

1. Videokonferenztool mit Gruppenräumen

Teilen Sie Ihre Teilnehmenden in Gruppen ein. Wir verwenden momentan hauptsächlich Zoom, da wir viel mit Gruppenräumen arbeiten. Dies hat den Vorteil, dass sich die Teilnehmenden in unterschiedlichen Gruppen austauschen können. Sollten Sie ein Videokonferenzprogramm ohne Gruppenräume verwenden, können Sie pro Gruppe auch einen eigenen Raum zur Verfügung stellen.

So verwenden wir Gruppenräume:

  • Wir begrüssen die Teilnehmenden kurz. Anschliessend senden wir sie meist direkt in 3er – 4er Gruppen. In den Gruppen tauschen Sie sich ein paar Minuten zu einer für die Sitzung relevanten Frage aus. Dies unterstützt die Teilnehmenden, sich auf die Sitzungsthemen zu fokussieren. Sie lernen sich kennen. Und es gibt ihnen die Möglichkeit, sich bereits zu Beginn zu äussern.
  • Wir mischen die Gruppen während des online Meetings immer wieder. Wir achten darauf, dass die Teilnehmenden mit möglichst vielen anderen Teilnehmenden in Kontakt kommen.

2. Interaktive Boards mit Padlet (www.padlet.com)

Erarbeiten Sie Inhalte in Gruppen. Padlet ist ein online Kollaborationstool, mit dem Sie gemeinsam interaktive Boards erstellen können. Alle, die über den entsprechenden Link verfügen, können direkt Änderungen vornehmen, die live gezeigt werden.

So wenden wir Padlet an:

  • Wir nutzen meist das Format «Regal», um relevante Sitzungsinhalte zusammen in einem Spaltenformat zu erarbeiten.
  • Je nach Aufgabe, benennen wir die Spalten entweder mit einzelnen Themen, zu denen sich die Gruppen äussern können. Oder wir geben jeder Gruppe eine Spalte, in die sie ihre Resultate reinschreiben können.
  • In Kombination mit den Gruppenräumen hat sich Padlet für uns auch bewährt, um Resultate unterschiedlicher Gruppen direkt live visualisieren zu lassen.

3. Gemeinsame Dokumente mit Google Docs (https://www.google.com/intl/de_ch/docs/about/)

Arbeiten Sie zusammen an Dokumenten. Google Docs eignet sich ideal, um Inhalte gemeinsam in einem geteilten Dokument zu erarbeiten. Durch die Nähe zu Microsoft Words finden sich Teilnehmende rasch zurecht. Zudem können die Teilnehmenden auch nach der Sitzung am Dokument weiterarbeiten.

So nutzen wir Google Docs:

  • Für uns hat sich Google Docs vor allem bewährt, um gemeinsam Konzeptideen zu generieren. Wenn Sie die Teilnehmenden in Gruppen einteilen, kann zum Beispiel jede Gruppe einen Teilbereich des Konzepts erarbeiten. Google Docs hat den Vorteil, dass alle direkt sehen können, woran die anderen Gruppen arbeiten. Dies erhöht oft die Effizienz, da sich die Gruppen aufeinander beziehen können.
  • Effizient erweisen sich auch Dokumente, die üblicherweise von einer Person geführt werden, wie Protokolle oder Entscheidlisten. Da diese Dokumente für alle sichtbar sind, können Änderungswünsche direkt berücksichtigt werden.

4. Post-its mit dem Google Jamboard (https://jamboard.google.com/)

Sammeln Sie gemeinsam Ideen. Mit Google Jamboard können Teilnehmende eine Post-it-Wand erstellen. Die Post-its können beliebig verschoben werden, so dass sich Jamboard ideal eignet, um dynamische Inhalte zu erarbeiten.

So setzen wir das Google Jamboard ein:

  • Wir nutzen das Google Jamboard meist, um mittels Brainstorming so viele Ideen wie möglich zu generieren. Da alle Teilnehmenden zeitgleich ihre Post-its «aufhängen» können, entsteht in kurzer Zeit eine grosse Vielfalt.
  • Jamboard eignet sich auch ideal, um anschliessend Ideen zu Clustern.

5. Umfragen mit Mentimeter (www.mentimeter.com)

Fragen Sie Ihre Teilnehmenden. Mit Umfragetools, wie zum Beispiel Mentimeter, können Sie Umfragen direkt in Ihrem Meeting durchführen. Wenn Sie die Entstehung der Resultate live visualisieren, erhöhen Sie zusätzlich die Spannung in Ihrer Sitzung.

So wenden wir Umfragetools an:

  • Neben klassischen Umfragen haben sich für uns insbesondere Wortwolken sehr bewährt. Wir stellen während des online Treffens eine Frage, die mit einzelnen Worten beantwortet werden kann. Die entstehende Wortwolke zeigt dann ein aktuelles Stimmungsbild der Gruppe. Dieses kann im Anschluss auch mit anderen geteilt werden.

6. Musikalische Begleitung mit Spotify (www.spotify.com)

Untermalen Sie Ihre Meetings musikalisch. Teilen Sie dazu Ihr Computeraudio im Videokonferenzprogramm. Wir verwenden dazu meist Spotify, da wir so spontan aus einer grossen Datenbank auswählen können.

So spielen wir Musik ein:

  • Wir überraschen unsere Teilnehmenden oft mit einer peppigen Hintergrundmusik, die läuft, wenn sie in den Hauptraum eintreten. So starten wir bereits mit Dynamik und einem Lächeln.
  • Die Pause enden wir meist mit einem Lied, das zum Thema passt. Wir teilen den Teilnehmenden dazu mit, dass Sie sich während der Pause stumm schalten können, jedoch den Ton anlassen sollen. Gegen Ende der Pause spielen wir dann ein Lied ein. Sobald dies endet, geht’s mit dem Meeting weiter. Dies führt meist zu einer guten energiegeladenen Stimmung nach der Pause.

7. Schriftliche Dialoge mit der Chatfunktion

Lassen Sie Ihre Teilnehmenden auch schreiben. In vielen Sitzungen wird nur gesprochen. Die Chatfunktion Ihres Videokonferenzprogrammes eignet sich jedoch ideal für einen gemeinsamen schriftlichen Dialog. Kombinieren Sie Sprechen und Schreiben. Dies macht die Sitzung abwechslungsreicher. Und für viele ist es einfacher, sich schriftlich zu äussern. Zudem können Sie so effizient und rasch Sichtweisen einholen.

So wenden wir die Chatfunktion an:

  • Wir stellen vielfach eine Frage, zum Beispiel nach den besten Hoffnungen für die Sitzung, und lassen die Teilnehmenden diese in den nächsten 2 bis 3 Minuten im Chat beantworten. Dabei laden wir ein, sich auf die geschriebenen Inhalte der anderen zu beziehen, so dass ein schriftlicher Dialog entsteht.
  • Lustig ist auch ein Chat-Sturm: Alle schreiben ihre Inputs in den Chat, warten jedoch noch mit dem Absenden. Wenn die Teilnehmenden damit fertig sind, drücken alle gemeinsam auf Enter.
  • Am Ende der Sitzung kann die Zeit zu knapp werden, um eine mündliche Abschlussrunde durchzuführen. Wir verzichten jedoch auch dann nicht darauf. Wir lassen die Abschlussfrage im Chat beantworten. Dies geht viel schneller und gibt allen nochmals die Möglichkeit, sich zu äussern.

Welche online Tools verwenden Sie? Und wie wenden Sie diese an? Teilen Sie Ihre Entdeckungen mit uns in den Kommentaren unten!

Dominik Godat führt gemeinsam mit Elfie Czerny das Zentrum für Lösungsfokussierte Gesprächsführung und leitet den Fachkurs Lösungsfokussierte Führung  an der Hochschule Luzern. Er fungiert aufgrund seiner vielfältigen Erfahrungen als online Berater für die Weiterbildungen des Instituts für Betriebs- und Regionalökonomie.

Weiterbildungen zum Thema

Die «Leadership»-Weiterbildungen des Instituts für Betriebs- und Regionalökonomie richten sich auf effektive und effiziente Führungsmethoden aus. Lernen Sie mit uns: https://www.hslu.ch/de-ch/hochschule-luzern/weiterbildung/management-leadership/

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