Studium

23. Oktober 2019

Durchstarten mit dem Master

Durchstarten mit dem Master
Heidi Kölliker vertieft ihre Kentnisse seit kurzem in einem Master-Studium. Nebenbei arbeitet sie als Digital Business Analystin.

Statt Backwaren zu verkaufen, verdient Heidi Kölliker ihre Brötchen heute als Digital Business Analystin und hat mit dem Master in Wirtschaftsinformatik begonnen.

Eigentlich hätte Heidi Kölliker die Bäckerei ihrer Eltern übernehmen können. Doch nach der Detailhandelslehre war klar, dass sie studieren will, «weil dies mehr Perspektiven bietet.» Bei der Wahl der Studienrichtung ging sie pragmatisch vor: Alles was zu weit entfernt war oder Französisch beinhaltete, fiel weg. «Logisches Denken und neue Technologien hingegen faszinierten mich schon immer», sagt die 26-jährige.

Logisches Denken und neue Technologien faszinierten mich schon immer

Sie entschied sich, berufsbegleitend Wirtschaftsinformatik zu studieren und stieg bei Carpathia, einem E-Commerce-Beratungsunternehmen als Praktikantin ein. Sie merkte bald, dass ihr die Arbeit entspricht und blieb dem Unternehmen treu – mittlerweile mit einem 70-Prozent-Pensum als Digital Business Analystin. «Typische Kunden kommen mit dem Wunsch nach einem Onlineshop zu uns. Das ist etwa so, als wenn jemand ein Haus bauen möchte. Unsere Aufgabe ist es dann, herauszufinden, ob es eher eine Villa oder ein Baumhaus werden soll», erklärt Kölliker mit einem Schmunzeln.

Ich mache den Master, weil ich die strategische Dimension der Wirtschaftsinformatik kennenlernen möchte.

Von der Marktanalyse bis zum Requirement Engineering oder der Projektleitung: Als Digital Business Analystin führt sie vieles selbstständig durch und mag den Austausch mit verschiedensten Kunden. Auch Theorie und Praxis konnte sie durch das Studium gut verknüpfen und sie schätzte die dadurch entstandene Abwechslung.

Einen Master machen

Nach dem Bachelor setzt Heidi Kölliker gleich den berufsbegleitenden Master in Wirtschaftsinformatik obendrauf. «Ich mache dies aus persönlichem Interesse, weil ich die strategische Dimension der Wirtschaftsinformatik kennenlernen möchte», sagt sie. Dass der Master in Zürich stattfindet und ein Kooperationsangebot verschiedener Hochschulen ist, freut die Thalwilerin. «So kommen Studierende aus unterschiedlichen Regionen zusammen und mein Weg ist kürzer.»

Bis jetzt läuft es wunderbar. Es gibt interessante Vorlesungen und viele neue Personen, die ich kennenlernen darf.

Wie ist ihr erste Eindruck vom Master-Studium? «Bis jetzt läuft es wunderbar. Nicht gross anders wie im Bachelor, abgesehen davon, dass wir mehr Arbeiten schreiben müssen. Es gibt interessante Vorlesungen und viele neue Personen, die ich kennenlernen darf.»

Die meisten ihrer ehemaligen Mitstudierenden steigen nach dem Bachelor-Studium erst mal in den Job ein. «Zwei weitere haben sich ebenfalls für den Master angemeldet.» Für Kölliker war klar, dass sie ihr Master-Studium gleich anhängen möchte. «So ziehe ich es durch und habe den Stoff aus dem Bachelor noch präsent». Durch den Abschluss will sie am Ball bleiben und sich berufliche Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten offenhalten.

Ich habe als Frau nur gute Erfahrungen gemacht. Im Wirtschaftsinformatik-Studium sowieso – dort beträgt der Frauenanteil einen Drittel.

In ihrer Freizeit engagiert sich Kölliker in der Jugendarbeit – «Besonders spannend finde ich, wenn diese technische Aspekte beinhaltet». Wie etwa als Schiedsrichterin für die Hochschule Luzern an der World Robotic Olympiade. Kölliker hofft, so auch ein Vorbild für junge Mädchen zu sein. Sie ist überzeugt, dass diese immer häufiger in technischen Berufen anzutreffen sein werden. «Ich habe als Frau nur gute Erfahrungen gemacht. Im Wirtschaftsinformatik-Studium sowieso – dort beträgt der Frauenanteil einen Drittel. Jedoch auch in der E-Commerce-Branche, wo Frauen in der Minderheit sind, wurde ich immer geschätzt.»

Heidi Kölliker ist froh, immer auf die Unterstützung ihrer Familie zählen zu können. «Ich konnte frei entscheiden, wie ich meinen beruflichen Weg gestalten möchte und ob ich in den Bäckerei-Betrieb einsteigen will oder nicht.» Eine Aufgabe habe sie noch im Familienbetrieb, sagt Kölliker und lacht: «Ich halte die Website auf dem neusten Stand.»

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