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Mobile Programmierung für Informatik-Studierende

Mobile Programmierung für Informatik-Studierende

Fünf Fakten zum Modul „Mobile Programming“, das Studierende in die App-Programmierung für mobile Plattformen einführt.

Smartphones und Tablets machen die Welt mobil. Und dank Internet of Things wird sie noch mobiler! Zum Informatik-Studium an der Hochschule Luzern gehört deshalb auch „Mobile Programming“. Das Modul, geleitet von Prof. Dr. Ruedi Arnold, führt die Studierenden in mobile Plattformen und verschiedene Entwicklungs-Ansätze ein, mit Schwerpunkt auf Android-Programmierung. Die folgenden fünf Fakten geben einen Einblick, wie sich Studierende der Hochschule Luzern mit der Programmierung von mobilen Geräten auseinandersetzen und welche Kompetenzen sie sich aneignen:

1. Methoden & Tools kennen ist wichtig – aber nicht alles

Studierende lernen verschiedene Plattformen und unterschiedliche Ansätze zur Entwicklung von mobilen Apps kennen: Von Native über Cross-Compiled und Hybrid bis hin zu Web-Applikationen. „Kompetente Programmiererinnen und Programmierer kennen verschiedene Methoden und Tools, können diese anwenden, bewerten und gezielt einsetzen“, erklärt Ruedi Arnold eines der Lernziele seines Moduls. Aber Methoden und Tools sind eben nicht alles: „Auch Kommunikation, Kooperation und Zeitmanagement sind wichtige Skills bei der Umsetzung einer App“, ergänzt er.

2. Mobile Programming = Frontalunterricht + Projektarbeit

Damit sich die Studierenden die gefragten Kompetenzen aneignen können, setzen die Dozierenden Kaspar von Gunten und Ruedi Arnold eher auf traditionellen Frontalunterricht mit Präsentationen und Übungen – aber nur zu Beginn! In der ersten Semesterhälfte vermitteln sie den Studierenden die nötigen Grundlagen-Werkzeuge, in der zweiten Hälfte beschäftigen sich die Studierenden in 2er-Teams mit eigenen Projekten. Ausgerüstet mit der notwendigen Methodenkompetenz ist es Ziel des Moduls, dass die Studierenden eigene Apps erstellen. Abgesehen von wenigen technischen Vorgaben sind die Teams komplett frei, die Apps inhaltlich und vom Design her nach ihren Wünschen, Interessen und Vorstellungen zu gestalten.

3. Soft Skills sind relevant

Neben den technischen Fertigkeiten wird von den Studierenden erwartet, dass sie sich in der Teamarbeit aktiv und konstruktiv einbringen, zeitlich gut organisiert sind und Termine und Auflagen verbindlich einhalten. Vor allem Letzteres ist Ruedi Arnold besonders wichtig: „Halten Sie sich in der Praxis nicht an die Vorgaben der Kunden, können Sie den Auftrag vergessen“, erläutert er den Studierenden in der Abschlussvorlesung.
Am Ende des Semesters stellen die Studierenden ihre Präsentations-Fähigkeiten unter Beweis: Die 2er-Teams stellen sich gegenseitig ihre App-Projekte vor und tauschen dabei Erfahrungen und Gelerntes aus.

4. Informatik ist auch Marketing

Die Studierenden lernen, ihre Ideen nicht zur umzusetzen, sondern auch zu verkaufen. Dazu ist die Abschlusspräsentation da, die gleichzeitig auch als kleiner Wettbewerb ausgetragen wird. In sieben Minuten erläutern die Studierenden, an welche Zielgruppe sich ihre App richtet, was ihr Produkt einzigartig macht und welche Features die App beinhaltet. Als Krönung wird die eigens programmierte App demonstriert. Am Schluss bestimmt das Publikum demokratisch das Siegerteam. Im Frühlingssemester 2016 gewinnen David Rellstab und Alex Suter mit «Travel Diary» den ersten Preis, gestiftet von Noser Engineering AG. Die App ermöglicht es, Reisen unterwegs mit verschiedenen Datenquellen in einer Timeline zu dokumentieren – vorerst mit Text, Bild und SMS. Doch die App ist beliebig erweiterbar. Als mögliche Ergänzung nennen die Studierenden das Teilen der Timeline mit anderen Personen oder das Hinzufügen von weiteren Datenquellen, wie zum Beispiel die Location.
Wie vielfältig die Ideen der Studierenden sind, zeigt ein Blick auf die Themenfelder der eingereichten Projekte: Notizen, Filme, Kaffee, Ausgang und ein 2D-Bomberman-Spiel.

Über die App HighFivenator von Severin Bind und Mathias Bänziger lassen sich High Fives an Freunde versenden.

Die App Movie Manager von Nino Padrutt und Adrian Kauz vereinfacht die Verwaltung der eigenen Filmsammlung.

Die App Travel Diary von David Rellstab und Alex Suter ermöglicht die Reisedokumentation von unterwegs.

Die App Ausgangtracker von David Jenni und Killian Ineichen ermöglicht die lokale Speicherung der eigenen Bewegungsdaten.

Bereits in den vergangen Semestern sind viele verschiedene Apps von Studierenden erstellt und sogar für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Lesen Sie in diesen Beiträgen mehr dazu:

5. Gute Ideen werden gefördert

Ruedi Arnold fordert die Studierenden dazu auf, ihre Apps auch nach Abschluss des Moduls weiterzuentwickeln und zu veröffentlichen: „Sie können so Erfahrungen sammeln und neue Erkenntnisse gewinnen. Nicht nur aus technischer Sicht sondern auch aus der Business- und Marketing-Sicht“.
Für diejenigen, die nicht nur Erfahrungen sammeln, sondern ihre Idee als Business-Case umsetzen möchten, bietet die Hochschule Luzern mit dem Programm „Smart-up“ Unterstützung: Von Infrastruktur über Workshops bis hin zur individuellen Beratung. Weitere Informationen unter hslu.ch/smart-up

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