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Studium

2. Oktober 2019

«Zum WM-Sieg hat mir der Drittplatzierte den entscheidenden Tipp gegeben»

«Zum WM-Sieg hat mir der Drittplatzierte den entscheidenden Tipp gegeben»
Joel Brüschweiler schätzt die Abwechslung zwischen Studium, Arbeit und Spitzensport. (Bild: fotografie-duesel.ch)

Wirtschaftsinformatik-Student Joel Brüschweiler holt an der Armbrustschiessen-WM in Russland sechs Medaillen. Die Hochschule Luzern hat ihn dabei unterstützt.

Spitzensport und Studium lassen sich an der Hochschule Luzern gut vereinen. Das findet zumindest der Weltmeister im Armbrustschiessen, Joel Brüschweiler. «Der Weltcup, welcher zur Vorbereitung für die WM sehr wichtig war, fand genau während meiner Prüfungsphase statt. Zum Glück ist mir die Hochschule entgegengekommen und ich konnte den Test vorschreiben.» Seine Teilnahme hat sich gelohnt: Der Wirtschaftsinformatik-Student holte in Russland sechs Medaillen – dreimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze. «Ich wusste, dass ich mithalten kann; dass ich aber so gut abschneide, war überraschend.»

«Die internationalen Schützinnen und Schützen sind wie eine grosse Familie.»

Die Weltmeisterschaft hat der 26-Jährige friedlich erlebt. «Armbrustschiessen ist eine Randsportart. Die internationalen Schützinnen und Schützen sind wie eine grosse Familie.» Wie freundschaftlich es zu und her ging, zeigt folgende Anekdote: «Zum Sieg hat mir der Drittplatzierte, ein Russe, den entscheidenden Tipp gegeben», erzählt Brüschweiler. «Er hat mich gefragt, ob mein Pfeil kaputt sei. Dies wäre möglich, jedoch von blossem Auge nicht zu erkennen gewesen. Daraufhin habe ich das Finale mit einem Ersatzpfeil geschossen und gewonnen.»

Drei Armbrust-Weltmeister-Titel bei den Junioren, etliche nationale Preise und nun der erste WM-Titel bei der Elite: Was macht Joel Brüschweiler richtig? «Ich war immer sehr fleissig, auch wenn mal nicht alles so rund lief», sagt er. Vor der WM in Russland habe er 20 Stunden wöchentlich trainiert. «Darin enthalten waren auch Ausdauer, Kraft und Mentaltraining.»

«Es braucht viel Präzision, Ruhe und eine hohe Konzentration»

Armbrustschiessen ist nicht olympisch, Preisgelder gibt es keine. Wo liegt dennoch der Reiz dieser Disziplin? «Zwar zahlen manche Sportämter etwas an die Kosten – Mit dieser Sportart etwas zu verdienen, ist aber tatsächlich unmöglich», bestätigt der Steinhauser. Bei ihm überwiegt die Freude am Sport: «Es braucht viel Präzision, Ruhe und eine hohe Konzentration», erklärt er. Zur Veranschaulichung: Um in seiner Liga zu schiessen, muss der Punkt eines Bleistiftspitzes aus zehn Metern Entfernung mit mindestens 30 von 40 Schüssen getroffen werden.

Informatik und Schiesssport

Wie passen eigentlich das traditionelle Armbrustschiessen und die moderne Informatik zusammen? «Mein Vater war schon Armbrustschütze, und ich schiesse, seit ich neun bin. Die Informatik kam erst später dazu», erklärt der gelernte Applikationsentwickler. Aktuell studiert er im dritten Semester berufsbegleitend Wirtschaftsinformatik, «weil Informatikerinnen und Informatiker sich auch in Wirtschaftsdingen auskennen sollten», wie er sagt. Seine Zukunft sieht er jedoch klar in der IT und wird seine Erweiterungs-Module deshalb möglichst technisch ausrichten. Für Brüschweiler ist klar: «Ohne Studium ist es in der IT schwierig, an gute Jobs zu kommen.» Beruflich möchte er später Richtung Data Science oder Data Engineering gehen.

«Ohne Studium ist es in der IT schwierig, an gute Jobs zu kommen.»

Informatik und Schiesssport scheinen eine beliebte Kombination zu sein. Erst kürzlich hat Informatik-Student Iwan Bolzern an der Sommeruniversiade teilgenommen. «Ich kenne tatsächlich ein paar aus der Branche, die gut schiessen», bestätigt Brüschweiler. «Woran das genau liegt, kann ich nicht sagen.»

Bachelor in Wirtschaftsinformatik

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