Von: Eva Schümperli-Keller
Das Bachelor-Studium in Digital Ideation, Fokus Informatik ist eine gute Wahl für alle, die sich für digitale Technologien interessieren, aber auch gerne kreativ sind. Absolventen und Absolventinnen dieser Studienrichtung arbeiten als UX-Expertinnen oder Creative Engineers, klassische Informatikerinnen oder Game und Web Developer.
Die drei Alumni André Lergier, Giuliana Costa und Michael Stucki haben nach dem Studium ganz unterschiedliche Wege eingeschlagen und stehen heute als kreative Informatiker:innen erfolgreich im Berufsleben.
«Meine Selbstständigkeit hat sich schon früh abgezeichnet. Schon während meiner Mediamatiker-Lehre war ich begeistert davon, Websites zu designen und zu programmieren – so kam ich schon damals zu meinem ersten Auftrag. Zu diesem Zeitpunkt war mein Informatik-Know-how jedoch noch nicht so tief und der Code von grösseren Applikationen wurde zum <Gebastel>. Das wollte ich besser können.
Das Studium in Digital Ideation mit Fokus Informatik hat mir die ideale Kombination geboten: Informatik mit Design-Aspekten. Auch während meines Studiums habe ich weiter selbstständig für Kunden und Kundinnen gearbeitet.
Mir macht meine Arbeit viel Freude und ich liebe die Abwechslung: Ich arbeite analytisch-mathematisch, wenn ich einen Code programmiere, aber auch kreativ beim Designen oder Fotografieren.
André Lergier, Digital Ideation (Fokus Informatik) Absolvent
Ich biete ihnen alles aus einer Hand: Webentwicklung und Webdesign, Social-Media-Content, Grafik- und Marketingdesign und Architektur-Fotografie. Das schätzen besonders mittelgrosse Firmen, die zu klein sind, um mit den grossen Agenturen zu arbeiten. Was ich nicht mache, sind Webseiten für den Quartierladen oder den Coiffeur um die Ecke, wo man mit pfannenfertigen Lösungen gut zurechtkommt.
Die Projekte, die mich interessieren, sind komplex und erfordern individuelle Lösungen. Ich fange immer auf dem leeren Blatt an und entwickle für jedes Projekt etwas Neues. Ich will höchste Qualität anbieten; das ist mein Anspruch an mich selbst. Meine Kunden und Kundinnen schätzen das: Ich musste tatsächlich noch nie für mich selbst Werbung machen, alle sind durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf mich aufmerksam geworden.
Mir macht meine Arbeit viel Freude und ich liebe die Abwechslung: Ich arbeite analytisch-mathematisch, wenn ich einen Code programmiere, aber auch kreativ beim Designen oder Fotografieren. Aber klar, es braucht viel Einsatz und Disziplin: Ich bin oft bis 22 Uhr im Büro. Man muss bereit sein, Vollgas zu geben – dafür hat man aber viel Freiheit und Flexibilität. Ein Tipp für jemanden, der sich im Bereich Web selbstständig machen will? Know-how aus mehreren Bereichen ist hilfreich. Es braucht ein Interesse über den Tellerrand hinaus. Da ist das Digital-Ideation-Studium mit dem Mix aus Technik und Design eine optimale Startrampe.»
«Mein Schwerpunkt hat sich während des Digital-Ideation-Studiums um hundertachtzig Grad gedreht: Begonnen habe ich es mit einem starken Interesse an der Informatik, abgeschlossen mit einem klaren Fokus auf Design, Creation und UX-Aspekte. Das Tolle ist: Dieser Studiengang erlaubt eine solche Entwicklung, ja, man kann sogar sagen: Er stösst sie an. Die Studiengangleitenden lassen einem viele Freiheiten und fordern einem dazu auf, alles auszuprobieren und den Horizont zu öffnen. Das habe ich sehr geschätzt.
Nach der Matura überlegte ich mir ein Informatik-Studium an der ETH, schaute mich aber auch anderweitig im Netz nach ähnlichen Studiengängen um. Und so kam ich zufällig auf Digital Ideation mit Fokus Informatik. Ich fühlte mich sofort abgeholt, speziell vom Informatik-Fokus, aber auch vom Game Development.
Lustigerweise hat mich UX zu Beginn am wenigsten interessiert, was sich aber im Verlauf des Studiums nach und nach geändert hat. Auch die kreativen Module des Studiums haben mich immer stärker angesprochen.
Als Bachelor-Arbeit habe ich mit zwei Mitstudierenden die interaktive Installation <Heartful Reflection> auf die Beine gestellt, in welcher der Herzschlag der Besuchenden audiovisuell dargestellt wurde, während sie mit einer Weste mit integriertem Stethoskop durch verschiedene Klangwelten spazierten. Dieses experimentelle Erlebnis ermöglichte ihnen die Begegnung mit dem eigenen Herzen und die Entdeckung seiner Reaktion auf verschiedene Klänge.
Die Studiengangleitenden lassen einem viele Freiheiten und fordern einen dazu auf, alles auszuprobieren und den Horizont zu öffnen. Das habe ich sehr geschätzt.
Giuliana Costa, Digital Ideation (Fokus Informatik) Absolventin
Heute bin ich als Content Creator in Team Marketing/Branding der Luzerner Kantonalbank zuständig für die Produktion und Distribution des Contents unserer Social-Media-Kanäle. Dafür erstelle ich Grafiken, Videos, Bilder und Texte. Ich entwickle neue Formate und analysiere, was funktioniert und was nicht. Ich bin also sehr kreativ unterwegs, was mir gut gefällt. Als Nächstes möchte ich mich im Bereich Video weiterbilden und mein Know-how vertiefen.
Mit den Mitstudierenden aus meinem Jahrgang stehe ich immer noch via Klassenchat in Verbindung. Wir treffen uns sporadisch. Daneben gibt es noch einen Digital-Ideation-Chat, bei dem um die 200 Studierende und Alumni aus allen Jahrgängen dabei sind. Dieser Zusammenhalt ist fantastisch.»
«Das Digital-Ideation-Studium kann ich allen empfehlen, die gerne kreativ sind, eine Leidenschaft für Games, Webentwicklung oder UX haben – und sich vielleicht noch nicht so ganz für das eine oder andere Feld entscheiden können. Denn ich bin das beste Beispiel dafür, dass es nicht immer so kommt, wie man denkt: Ich habe das Studium explizit deshalb gewählt, weil ich nach meiner Mediamatiker-Lehre Webentwickler werden wollte.
Und jetzt arbeite ich zu 70 Prozent als Game Developer bei OZWE Games und zu 30 Prozent bin ich, dank Fördergeldern, selbstständig, um mein eigenes Game <Supersonic Bridge Racing> zur Marktreife zu bringen.
Privat habe ich schon immer gerne am PC und an der PlayStation gespielt, aber nie daran gedacht, Games zum Beruf zu machen. Erst, als ich im fünften Semester zusammen mit Kollegen und Kolleginnen ein Game programmiert habe, hat es mir den Ärmel hineingezogen. Ich habe dann im Rahmen meiner Bachelor-Arbeit weiter an diesem Spiel gearbeitet. Heute stehe ich kurz davor, es auf den Markt zu bringen.
Das Digital-Ideation-Studium kann ich allen empfehlen, die gerne kreativ sind, eine Leidenschaft für Games, Webentwicklung oder UX haben – und sich vielleicht noch nicht so ganz für das eine oder andere Feld entscheiden können.
Michael Stucki, Digital Ideation (Fokus Informatik) Absolvent
Bei OZWE Games habe ich bis vor Kurzem an einem VR-Game gearbeitet; das hat mir grossen Spass gemacht. Wir arbeiten alle remote. Am Morgen schaue ich auf der Task-Liste nach, welche Aufgaben anstehen. Danach geht es direkt ans Programmieren: Code schreiben, dann die VR-Brille anziehen, um zu sehen, wie es im Spiel aussieht. Alles, was ich programmiere, gibt ein visuelles Feedback.
Beim Programmieren überlege ich mir: Was macht Spass, was löst bei den Spielern und Spielerinnen Emotionen aus? Ich mache viel Gegner-Logik: Nehmen die Spielenden den Gegner und Gegnerinnen als solchen wahr? Wie soll er gehen? Wie soll er aussehen, wenn er getroffen wird? Ich programmiere aber natürlich auch herkömmliche Systeme wie zum Beispiel, wie Fortschritte oder Spielstände gespeichert werden können.
Mein nächstes Ziel ist nun, dass mein Spiel auf der Gaming-Plattform STEAM durchstartet. Ich poste regelmässig auf Social Media und bin auch an Gaming-Anlässen anzutreffen, um den Entwicklungsprozess des Games zu dokumentieren, das Spiel zu testen und dafür zu werben.»
Veröffentlicht am: 18. März 2025
Der Bachelor-Studiengang Digital Ideation mit Fokus Informatik verbindet IT-Kenntnisse mit kreativer Praxis, um innovative User Experiences zu gestalten. Anmeldung bis zum 6. April 2025.
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