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«The» Metaverse – was es nicht geben wird

«The» Metaverse – was es nicht geben wird
Die neuen Zauberwörter: Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) werden die neuen Schnittstellen im Metaverse. Breitentaugliche Lösungen werden bald gefunden sein (Bildquelle: Pixabay).

Das Metaverse: Wer treibt es voran? Wird es unser Vertrauen gewinnen? Wie und wann wird man es nutzen? Bereiten Sie sich vor: Mit dieser dreiteiligen Metaverse-Serie unseres Blockchain-Experten Tim Weingärtner. Folge 2: Warum es das Metaverse nicht geben wird. Und welche Rolle Kryptowährungen dabei spielen werden.

Von Tim Weingärtner

In der ersten Folge unserer Metaverse-Serie habe ich die rhetorische Frage gestellt, ob Meta nun das Metaverse baut, und habe diese mit Nein beantwortet. Warum? Es würde doch passen.

Ich hoffe, Sie konnten in der Zwischenzeit einen Blick in Steven Spielbergs Science-Fiction-Film «Ready Player One» werfen. Sie wissen jetzt, dass die virtuelle Filmwelt OASIS von Gregarious Games und ihrem Supermind James Halliday entwickelt wurde.

Was unterscheidet jetzt die fiktiven Gregarious Games von den realen Meta Platforms? Was trennt die Filmfigur Halliday vom Metaverse-Entwickler Mark Zuckerberg?

Wir alle können über unser Internet-Abo ins Metaverse eintauchen. Es braucht dazu aber neue Benutzerschnittstellen und neue Protokolle.

Das Internet = das Metaverse?

Anders als beim Internet existiert beim Metaverse nicht zuerst das vereinende Protokoll, sondern viele Firmen stürzen sich auf den neuen «Markt». Klar ist: Das Metaverse wird in einer Form auf dem Internetprotokoll TCP/IP aufbauen und dieses nutzen.

Anders als im Film «Ready Player One» gibt es aber nicht die eine Firma, welche das Metaverse baut. Es arbeiten in Wirklichkeit viele Firmen daran. Es entbrennt ein Wettkampf. Zuckerbergs Meta Platforms werden daher nicht das Metaverse entwickeln. Und sie werden es nicht allein entwickeln.

Das heisst: Wir alle können zwar über unser Internet-Abo in das Metaverse eintauchen. Aber unsere heutigen Browser und HTML-Dokumente werden dazu nicht ausreichen. Erstere, weil sie nur zweidimensional, und Letztere, weil sie zu langsam sind. Es braucht also neue Benutzerschnittstellen und neue Protokolle.

AR und VR: Bald kommen breitentaugliche Lösungen

Kommen wir zuerst auf die Benutzerschnittstellen zu sprechen. Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) sind hier die Zauberwörter. AR erlaubt die «Anreicherung» unserer Welt mit virtuellen Elementen, so wie etwa beim Pokémon-Go-Spiel. VR erlaubt das «Eintauchen», auch Immersion genannt, in eine komplette virtuelle Welt.

Die neuen AR-VR-Technologien werden unsere neuen Schnittstellen im Metaverse.

Viele Firmen arbeiten an breitentauglichen Lösungen für beide Technologien, vorne voran Meta, Apple, Google und Microsoft. Es gibt noch einige Probleme zu lösen, aber der Weg ist vorgegeben: AR und VR werden unsere neuen Schnittstellen im Metaverse. Lassen wir an dieser Stelle einmal das Brain-Computer-Interface weg, an dem Elon Musk mit seinem Neurotechnologie-Unternehmen Neuralink arbeitet.

Das Metaverse Protokoll ist noch längst nicht etabliert

Auf die neuen Protokolle möchte ich hier nicht eingehen. Nicht, weil die Thematik zu komplex ist, sondern weil diese Protokolle noch nicht definiert sind. Verschiedene Kandidaten stehen zur Auswahl, haben sich aber noch nicht etabliert. Sie sehen also: Es wird anders werden als beim Internet.

Nur durch die Blockchain-Technologie kann Vertrauen ins Metaverse transferiert werden.

Crypto und Blockchain werden eine grosse Rolle spielen

Im Film «Ready Player One» benötigen die Benutzenden sogenannte Coins, um sich in der OASIS-Welt zu bewegen. Im künftigen Metaverse werden Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether eine grosse Rolle spielen. Ebenso wird dafür die Blockchain-Technologie mit ihren Smart Contracts und NFTs bedeutsam werden.

Dies ist nicht etwa so, weil das Metaverse durch IT-Freaks entwickelt wird. Nein, vielmehr ist dies nötig, weil durch die Blockchain-Technologie die «Einzigartigkeit» in die digitale Welt gebracht wird. Das ist wichtig, wie wir im Film gesehen haben. Nur so kann Vertrauen ins Metaverse transferiert werden.

Frage in die Runde: Was braucht es, damit Sie einem Metaverse vertrauen würden? Bitte schreiben Sie Ihren Kommentar hier zuunterst in die Kommentarspalte.

Veröffentlicht am: 23. März 2022

Hier gehts zurück zu The Metaverse, Folge 1: Stand heute.
Lesen Sie auch The Metaverse, Folge 3: Zwei Extremszenarien.

Tim Weingärtner
Tim Weingärtner

Erklärt Komplexes einfach und spannend: Tim Weingärtner ist Dozent und Forscher im Blockchain Lab an der Hochschule Luzern – Informatik. Er befasst sich intensiv mit der Blockchain, mit Tokens und NFTs, die für das Metaverse wichtig sein werden. Tipp: Schauen Sie dieses kurze Video mit seinen Erläuterungen: Blockchain einfach erklärt

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    1 Kommentare

    Roland

    Um als Mensch und/oder Unternehmen vertrauen in das Metaverse aufzubauen, ist es m.E. zentral, dass die "Metaverse Basis", worauf ich mich bewegen "muss", nicht von kommerziellen Anbietern bereitgestellt wird. Damit dies funktioniert stelle ich mir drei Szenarien vor: 1. Eine zentrale, unabhängige Non-Profit Organisation, welche die Basis und die "Grundrechte" im Metaverse verwaltet (Ähnliches eines demokratischen "Internet Staates". Dies ist jedoch ein Wunschdenken, da es trotzdem eine menschliche Machtkonzentration gäbe). 2. Eine gesamte dezentrale Metaverse Basis auf der Blockchain Technologie, welche niemandem gehört (also ähnlich wie TCP/IP bzw. www nur eben um einem weiteren, abstrakten web3 Layer angereichert). Auf dieser Basis können kommerzielle Angebote wie auch freie Angebote erstellt werden (ähnlich wie heute).

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