23. März 2026
Die Digitalisierung im Bankensektor schreitet weiter voran. Gleichzeitig verändern neue Technologien, steigende Kundenerwartungen und demografische Entwicklungen die Anforderungen an Banken grundlegend. Doch welche Innovationen sind heute tatsächlich relevant für das Retail Banking? Wie können Banken künstliche Intelligenz sinnvoll einsetzen im internen Wissensmanagement oder im Prozessmanagement? Wie wird Agentic AI den Zahlungsverkehr verändern? Welche Banken sind heute bei ChatGPT sichtbar? Wie entwickeln sich zentrale Geschäftsfelder wie die Vorsorgeberatung weiter, wenn immer mehr Kundinnen und Kunden in den nächsten Jahren in Pension gehen? Und welches ist die digitalste Schweizer Retailbank 2026? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Konferenz «Innovationen im Banking» am Nachmittag des 5. Mai in Rotkreuz diskutiert.
Nachfolgend finden Sie neun Gründe, warum sich ein Besuch der Konferenz besonders lohnt.
1. Die digitalsten Retailbanken der Schweiz im Überblick
Zu Beginn der Konferenz präsentiere ich die Ergebnisse der aktuellen und gemeinsam mit e.foresight entwickelten Studie «Die digitalsten Retail Banken der Schweiz».
Die Studie analysiert bereits zum sechsten Mal, wie weit Schweizer Banken in der digitalen Transformation fortgeschritten und welche Institute bei digitalen Angeboten, Prozessen und Kundenerlebnissen führend sind. Ich werde auch aufzeigen, in welchen Bereichen Banken im vergangenen Jahr besonders grosse Investitionen getätigt haben.
2. Vorsorge neu gedacht – das Pensionszentrum der Thurgauer Kantonalbank
Die Pensionierung entwickelt sich für Banken zunehmend zu einem strategischen Thema. Mit dem Eintritt der Babyboomer-Generation in den Ruhestand steigt der Beratungsbedarf stark, gleichzeitig werden die Entscheidungen rund um Rente, Kapitalbezug, Steuern und Vermögensanlage immer komplexer.
Die Thurgauer Kantonalbank hat darauf reagiert und mit dem TKB Pensionszentrum eine spezialisierte Einheit aufgebaut, die Vorsorge, Finanzplanung, Steuern und Nachlassfragen ganzheitlich zusammenführt. Im Vortrag zeigt Tobias Hilpert (TKB), wie die Bank das Thema Pensionierung strategisch positioniert hat und welche Erfahrungen die Bank bisher damit gemacht hat.
3. Wie Generative AI das Case Management verändert
Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die internen Prozesse von Banken. Lukas Bucher und Flavio Moser (Migros Bank) geben Einblicke, wie Generative AI im Case Management eingesetzt wird, um Kundenanfragen effizienter zu bearbeiten und Prozesse zu automatisieren. Der Vortrag zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Banken mit AI ihre Servicequalität verbessern und gleichzeitig die operative Effizienz steigern können.
4. Agentic Commerce – die nächste Welle im Zahlungsverkehr
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Prozesse, sondern auch das Bezahlen selbst. Daniela Massaro (Mastercard) spricht über Agentic Commerce. Durch Agentic AI werden digitale Assistenten oder AI-Agenten selbstständig Kaufentscheidungen vorbereiten oder sogar ausführen. Der Vortrag gibt einen Ausblick darauf, wie sich der Zahlungsverkehr durch autonome Systeme und AI-getriebene Kaufprozesse in den kommenden Jahren verändern könnte.
5. AI evolution in Banking – UBS journey
Digitale Transformation beeinflusst nicht nur Produkte und Kundenkanäle, sondern zunehmend auch die Arbeitsplätze in den Banken. Mit Projekten wie UBS RED entwickelt die Grossbank eine neue Generation digitaler Tools, die Mitarbeitenden den Zugang zu Wissen, Daten und Analysen deutlich erleichtern sollen.
RED funktioniert dabei ähnlich wie ein internes ChatGPT und bündelt verstreute Informationen aus Produktunterlagen, Research und internen Systemen in einer dialogbasierten Oberfläche. Ziel ist es, Beraterinnen und Beratern schneller relevante Informationen bereitzustellen und Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten.
Lukasz Opoka und Michel Neuhaus (UBS) geben Einblicke in die Entwicklung des Projekts und zeigen, wie AI-basierte Plattformen den digitalen Bankarbeitsplatz verändern – von Wissensmanagement über Beratungsvorbereitung bis hin zu neuen Formen der Zusammenarbeit.
6. Kundenorientiertes Target Operating Model im Banking
Viele Banken sprechen über Kundenzentrierung. Doch wie lässt sich diese tatsächlich in der Organisation verankern? Prof. Dr. Nils Hafner vom IFZ der Hochschule Luzern zeigt, wie Banken ihr Target Operating Model konsequent an den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden ausrichten können. In seinem Vortrag präsentiert er erste Ergebnisse aus einer Befragung unter Banken im DACH-Raum und erläutert, wie Prozesse, Strukturen und Verantwortlichkeiten entlang der Customer Journey gestaltet werden können und welche Rolle Daten, Technologie und Kultur dabei spielen.
7. Deepfakes – eine neue Herausforderung für die Identitätsprüfung
Mit dem Fortschritt von AI entstehen auch neue Risiken. Michael Born (PXL Vision) legt dar, wie Deepfakes zunehmend zur Herausforderung für digitale Identitätsprüfungen werden. Der Vortrag beleuchtet, wie moderne Technologien zur Gesichtserkennung mit solchen Risiken umgehen können und welche neuen Sicherheitsansätze erforderlich sind.
8. KI-Sichtbarkeit – was ChatGPT und Co. über die Schweizer Banken denken
Immer mehr Kundinnen und Kunden nutzen generative AI-Systeme wie ChatGPT, um Informationen über Banken zu erhalten. Sophie Hundertmark vom IFZ der Hochschule Luzern untersucht in ihrem Beitrag, wie sichtbar Schweizer Banken in AI-Systemen sind und welche Rolle AI bei der Informationssuche und Markenwahrnehmung spielt. Ihr Vortrag zeigt, welche Bedeutung AI-Sichtbarkeit künftig für Banken haben könnte.
9. Austausch und Networking
Last but not least: Neben den Referaten bietet die Konferenz zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen resp. Expertinnen und Experten aus Banken, FinTechs und Forschung. Beim anschliessenden Apéro können Sie die Diskussionen vertiefen und neue Kontakte knüpfen.
Die Konferenz «Innovationen im Banking» findet am 5. Mai von 13.20 bis 17.50 Uhr am Campus Zug-Rotkreuz statt. Anmelden können Sie sich hier.
Der detaillierte Programmablauf ist wie folgt:



Wir danken dem Partner der Konferenz:

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